Montag, 8. Oktober 2012

Ein mulmiges Gefühl...

... beschlich mich sofort, als ich von den Bluttests zur Früherkennung des Down-Syndroms hörte.

Erstens ist mir die Botschaft, die dort vermittelt wird, einfach zu gruselig.

Zweitens wüßte ich gerne, wie sich ein Mensch mit Down-Syndrom fühlen mag, der - angenommen solche Tests werden Standard - künftig "durchkommt".

Drittens bin ich mir nicht sicher, ob dieses "Ihr hättet es doch auch wegmachen lassen können"-Gefühl, welches sich unter Umständen in der Gesellschaft breitmachen könnte, nicht auch dazu führt, daß vermehrt irgendwelche gewaltgeilen Einzeller dann auch meinen, im Sinne der Gesellschaft zu handeln, wenn sie postnatales Aufräumkommando spielen. Ich meine, wenn man "so etwas" schon "wegmachen" darf, wenn es "nur" als nicht sichtbarer und niemanden hinterfragender bzw herausfordernder "Zellklumpen" im Bauch der Mutter lebt, wie groß muß dann in den Hirnen diverser Leute mit Prioritätenstörung und Charakterschwäche die Berechtigung erscheinen, "so etwas" auch (wenn nicht gar erst recht) "wegmachen" zu dürfen, wenn es sogar auf die Welt gekommen ist und nun durch die Andersartigkeit seiner Existenz die schlichten Gemüter herausfordert und sie alleine schon durch seinen Anblick in Panik versetzt?

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