Samstag, 29. September 2012

Un-freakin'-believable!

MSNBC hat ein Video von einer Romney/Ryan-Ralley frisiert.

In der "Morning Joe"-Sendung vom Mittwoch (26. September) wurde ein Video gezeigt, in dem Mitt Romney seinen Mitstreiter der Menge vorstellt. Die Zuschauer beginnen darauf, einen Namen zu rufen. Genau in diesem Moment wird ein Untertitel eingeblendet, auf dem zu lesen ist: "Crowd: Ryan!"

Romney unterbricht die Leute und sagt: "Wait a second: 'Romney-Ryan! Romney-Ryan!'

Schnitt zurück ins Studio, wo die MSNBC-Leute sich reihenweise Facepalms geben wegen dieser jämmerlichen Bettelei um Zuneigung seitens des republikanischen Präsidentschaftskandidaten.

Problem: Bereits am 25. September twitterte Felicia Sonmez dies:
    RT @gingergibson: Romney gets on stage and the crowd chanting ‘Romney, Romney’ and so Romney starts a “Romney/Ryan, Romney/Ryan” chant.
Und die NY-Times berichtete am selben Tag:
    After Mr. Ryan whooped up the crowd in Vandalia on Tuesday, Mr. Romney moved to the front of the stage. As the crowd began chanting “Romney! Romney!” he cut them off.“Wait a second,” Mr. Romney said, instructing the audience to cheer for “Romney-Ryan! Romney-Ryan!” They did.
Zieht Euch das oben verlinkte Video rein, um zu hören, wie eine Anruferin bei TheBlaze TV's Pat&Stu-Show die Sache richtigstellt. Streng genommen ist die Richtigstellung aber gar nicht nötig. Wer die Szene mit Romney und Ryan sieht, der erkennt sofort, daß Romney sich nicht gewehrt hätte, wenn die Menge Ryan ein wenig angefeuert hätte. Schließlich gab er selbst mit seiner Einführung die Vorlage: "That's quite a guy, isn't it? Paul Ryan! That's something!" Und wie Romney dann bei seiner Richtigstellung die Namen Romney und Ryan betont, läßt darauf schließen, daß das Publikum vorher tatsächlich eher "Romney" anstatt "Ryan" gerufen hat. Ein Eindruck, der erhärtet wird, wenn man mal die Augen schließt und nur auf das Publikum hört.

Ich weiß natürlich, daß die liberalen Medien in den USA auf Obama abgehen wie Streifenhörnchen. Ich weiß auch, daß Mitarbeiter in den liberalen Medien in den USA weniger unabhängige Leute sind, die eben für die Demokraten wählen, sondern eher offene Befürworter eines bestimmten Kandidaten. Aber diese MSNBC-Aktion ist schon ziemlich niedrig.

Herzlichen Dank für das Vorbild! Das wird - im Sinne dieses Postings - sicherlich für mehr Ausgewogenheit, Nüchternheit und Anständigkeit im Internet sorgen!

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