Donnerstag, 6. September 2012

Nie war er so wertvoll wie heute...


Aus der WELT stammt diese traurige Lachnummer:
    Offenbar linksgerichtete Täter haben in der Nacht zum Mittwoch die Friedenseiche abgesägt, die in Rostock-Lichtenhagen an die ausländerfeindlichen Ausschreitungen vor 20 Jahren erinnern sollte. Eine "Arbeitsgruppe antifaschistischer Fuchsschwanz" ["offenbar linksgerichtet"...] bekannte sich im Internet zu der Tat.

    Die linke Gruppe bezeichnet die Eiche als "Symbol für Deutschtümelei und Militarismus" [Eine Friedens-Eiche, die an ausländerfeindliche Ausschreitungen erinnern soll, ist ein Zeichen für Deutschtümelei und Militarismus...]. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

    Die Grünen im Land verurteilten das Fällen des Baumes, der erst am Sonntag gepflanzt worden war. Die Baumfällaktion wurde nach Angaben der Stadtverwaltung von Anwohnern bemerkt und gemeldet. Die Kommune werde Anzeige erstatten und einen neuen Baum pflanzen. "Wir werden weiter an Lichtenhagen 1992 erinnern und auch in Zukunft damit leben müssen, dass Lichtenhagen auch als Plattform für Diskussionen um Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und Asylpolitik dient", sagte Senatorin Liane Melzer (SPD). Das Absägen der Eiche zeige, dass der Aufarbeitungsprozess noch längst nicht beendet sei [Das Aufstellen der Eiche zeigt, daß man - wenn auch symbolisch - zumindest etwas in die Richtung von Diskussion und Aufarbeitung tut. Das Absägen der Eiche zeigt, daß man hier parallel noch eine Diskussion um politisches Scheuklappen- und Schubladendenken, ideologisches Dumpfbackentum und himmelschreiende Bigotterie führen muß].

    Der Landesvorsitzende der Bündnisgrünen, Andreas Katz, teilte in Schwerin mit, das Absägen des Baums sei "kein probates Mittel der Auseinandersetzung um eine angemessene Aufarbeitung der Pogrome" [Echt jetzt?]. Zugleich forderte er Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) auf, eine Debatte um ein angemessenes Gedenken an Opfer rechter Gewalt in der Hansestadt zu führen.

    Das Bündnis "20 Jahre nach den Pogromen – Das Problem heißt Rassismus" [Nein, das Problem heißt ideologisch verblendete Dumpfbacken, die sich von Scharfmachern zu Gewaltakten hinreißen lassen. Egal, ob diese Dumpfbacken von rechts oder links kommen] forderte die Stadt auf, sich bei der geplanten Neupflanzung des Gedenkbaumes für einen Baum zu entscheiden, "der nicht für Deutschtümelei steht" [Der Baum steht nicht für Deutschtümelei sondern wurde aufgestellt als Mahnung gegen Gewalt. Aber wer mit der Kettensäge denkt, der kriegt diese feinen Unterschiede wohl nicht mit. Siehe die barbusige FEMEN-Tusnelda, die in Kiew zulangte].
Merke: Antifaschistisch ist, wenn man mit Gewalt alles aus dem Weg räumt, was einem nicht in das politisches Weltbild paßt.

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