Dienstag, 11. September 2012

Befleckung...

Der Bad Catholic zitiert in diesen beiden Beiträgen den Jakobusbrief:
    Ein reiner und makelloser Dienst vor Gott, dem Vater, besteht darin: für Waisen und Witwen zu sorgen, wenn sie in Not sind, und sich vor jeder Befleckung durch die Welt zu bewahren.
Und er trifft damit ein Problem auf den Kopf: Das katholische "Sowohl - als auch" kann all jenen helfen, einen kühlen Kopf zu bewahren, wo nicht das Fieber der Ideologie schon die Oberhand gewonnen hat.

Denn wo die Ideologie herrscht, dort kennt man in der Regel nur das "Entweder - oder".

Ich erinnere mich gut an den Aufschrei, der durch die US-amerikanische Presse ging, als bekannt wurde, daß der Vatikan ein Schreiben an die Leadership Conference of Women Religious" gesendet hat, in welchem den Nonnen vorgewurfen wurde, sich zuviel um die Armen zu kümmern und nicht genug Stimmung gegen Abtreibung zu machen (Was das Schreiben bzgl des Engagements der Nonnen wirklich sagte, hatte ich hier schon einmal untersucht).

Aber, weil es eben zum großen Teil auch um Feminismus, Sex (aber nur, wenn man danch nicht mit einem Baby "bestraft" wird), post-christliches Ge-New-Age und anti-römische Reflexe geht, MUSSTE die von den Medien verbreitete Lesart eben jene sein, in der der Vatikan die blutrünstigen Schergen losschickt, um eine Horde aufopferungsvoller Mütterchen wieder auf Linie zu beißen.

Wo einmal die Befleckung duch die Welt begonnen hat, dort läuft dann auch die Sorge für die Witwen und Waisen - so großartig sie für sich genommen auch ist - Gefahr, zu einer "Entweder - Oder"-Erpressungsaktion zu verkommen: "Entweder ihr laßt uns unsere Ideologie, oder wir können leider nichts mehr für die Armen tun!"

Keine Kommentare: