Mittwoch, 12. September 2012

Autsch!

[WARNUNG: Bildgewaltige, "Ein Zombie hing am Glockenseil"-mäßige Sprache!]

John C. Wright schreibt über seinen Sohn, darüber, daß er für eine Sekunde dem Arzt, der zur Abtreibung riet, sein Gehör schenkte und darüber, wie sehr er sich dafür schämt:
    As it turns out, the doctor’s advice to murder my child was based on a faulty diagnosis. He was, and is, perfectly healthy. At no point did the doctor suggest taking the fetus from my wife and frying it in grease with onions to consume on a sourdough bun with a pint of beer, albeit, logically, if the meat-product is not a human being, and if I have no fatherly duty to love, care for, and protect the meat-product before birth magically bestows humanity upon it, then there could be no objection in law or custom to such a feast. If the mental image of such a meal revolts you, either your sense of revulsion is incorrect — for it is no crime to eat the flesh of livestock — or your belief that unborn human being are livestock owned by the mother is incorrect.

    [Wie sich herausstellte, basierte der Rat des Arztes, meinen Sohn zu töten, auf einer fehlerhaften Diagnose. Mein Sohn war und ist vollkommen gesund. Zu keiner Zeit schlug der Arzt vor, meiner Frau den Fötus zu entnehmen, ihn mit Zwiebeln in Fett zu braten und ihn auf einem Kornweckerl mit einem Krügerl Bier zu konsumieren, obwohl man logischerweise gegen einen solchen Schmaus in Gesetz und Brauchtum keinen Einwand erheben könnte, wenn das Fleischprodukt kein menschliches Wesen ist und wenn ich nicht die väterliche Pflicht habe, das Fleischprodukt zu lieben, für es zu sorgen und es zu beschützen, bevor die Geburt ihm auf magische Art Menschlichkeit verleiht. Wenn das mentale Bild eines solchen Mahles Euch abstößt, dann ist entweder Euer Sinn für das Abstoßende falsch - denn es ist kein Verbrechen, das Fleisch von Nutztieren zu verzehren - oder Euer Glaube, daß ungeborene menschliche Wesen Nutztiere im Besitz der Mutter sind, ist falsch]
Wie gesagt: AUTSCH!

Kommentare:

dilettantus in interrete hat gesagt…

Du hast da gerade nicht "Krügerl" übersetzt?
Du hast nicht?
oder?
*entsetz!*

Alipius hat gesagt…

Ja, ich bein ein Verräter!

Helene hat gesagt…

"Sauerteig-Brötchen"????
(Noch dazu mit einem Krügerl Bier!)

Alipius hat gesagt…

Okay... DAS ist es, was Ihr von diesem Zitat mitnehmt?

Helene hat gesagt…

AUTSCH! Der Verweis hat gesessen!
Mea culpa!
Zum Zitat: Schon heftig mMn, auf die Spitze getrieben. Aber wenn ich es richtig verstehe, vertritt dieser Vater die Meinung (die auch die meine ist), daß ab Zeugung ein Mensch (mit allen Menschenrechten) existiert und nicht ein "Nutztier".Wie gesagt, da stimme ich ihm zu. Wort- und Bildwahl - nun eben "heftig"...

Friedrich Kuhlau hat gesagt…

@Moderator ;-) Alipius:

Das Zitat bringt's genial auf den Punkt! Jeder, der Abtreibung als moralisch neutral (oder gar, wie die Feministinnen herne sagen, "als Menschenrecht der Frauen") ansieht, wird gegen Fötusbraten und ein Krügerl Bier keine schlüssigen Einwendungen erheben können.

Manch Aberwitz kann man eben nur mit drastischen Mitteln aufzeigen.

Friedrich Kuhlau hat gesagt…

@Moderator ;-) Alipius:

Darf ich übrigen wegen der stilistischen Konsistenz des Textes eine kleine wienerische Adaptierung vorschlagen?

...ihn mit Zwiebeln abzubraten und ihn auf einem Kornweckerl mit einem Krügerl Bier zu konsumieren

"Sauerteig-Brötchen" gibt's nur jenseits des Weißwurstäquators, schmecken vermutlich auch so, und stellen daher eine selbst für abgebrühte Zyniker völlig indiskutable Unterlage für gebratene Kinder dar.

Alipius hat gesagt…

@ Friedrich Kuhlau: Adaptierung vorgenommen (** auf Protest von jenseits des Weißwurstäquators wartend... **)!