Montag, 3. September 2012

Ähh... Nein!

Man verläßt die Kirche sicherlich nicht, um ein besserer Katholik zu werden...

Indizien? Die eine oder andere Aussage dürfte genügen:
    Sanford left the Catholic priesthood more than a quarter-century ago. But now he’s back behind the altar. He’s pastor of a new spiritual community, born out of his frustration with what he believes is the philosophical backsliding of the Catholic church.

    Sanford started Blessed John XXIII Ecumenical Church around Easter, and he’s starting small.

    ...

    Sanford says he couldn’t stay. He believes church traditionalists are trying to undermine 50 years of church reforms set in motion by the worldwide councils known as Vatican I and Vatican II.

    The final straw came early this year: the church’s decision to reinstate the original 1963 English translation of the Mass. Supporters say the wording better reflects the beauty of the traditional Latin liturgy. Critics call it clunky. More importantly, Sanford believes, it springs from a philosophical retrenchment, “and I couldn’t abide by it.”

    ...

    Jackie Mate says that’s the problem: The church “has become so much more concerned with rules rather than deep spirituality.”

    ...

    “The main thing for me is that it’s not anger making us do this. I’m leaving in sorrow. At this point, I have no choice.”

    ...

    I don’t have to be afraid of what I’m going to hear in sermons...”
Es gibt auch eine Photostrecke zum Artikel mit Bildern, die den mittlerweile verheirateten Ex-Prieter Sanford mit seinen drei Gläubigen während der "Messe" zeigen.

Kommentare:

Echo Romeo (Tümpelritter) hat gesagt…

A small congregation of »Catholics Unhappy«. Ja, das ist es doch. Catholics Unhappy!

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Warum, die aktuelle Partizipation erreicht doch Spitzenwerte: Die Frau in rot darf die Lesung lesen und der Mann darf Gaben mitbereiten und die Dritte darf kommunizieren. Aber wer durfte des Antependium am Ambo gestickhäckeln?

Friedrich Kuhlau hat gesagt…

Kurze Frage: warum setzen Sie Sanfords Messe in Anführungszeichen?

Wenn Sanford ein gültig ordinierter Priester ist (wovon wir mal ausgehen wollen, sonst macht "left the Catholic priesthood more than a quarter-century ago" wenig Sinn), dann zelebriert er zweifellos eine Messe (außer schwere Defekte in Form und Materie wären vorgefallen. Davon lassen aber die Bilder eher nichts erkennen). Er zelebriert sie zweifellos in den Augen der RKK unerlaubterweise. Es ändert aber nichts daran, dass es eine gültige Messe ist – es sei denn, man argumentiert, dass alle Messen, die nicht in der "1963 English translation" gelesen werden, per se formungültig sind. Was freilich auf die Situation der US-Kirche der letzten 40-50 Jahre ein eigenartiges Licht würfe. Denn dann hätten ja hunderte von Bischöfen und abertausende von Priestern verabsäumt, sich um eine gültige Messzelebration zu kümmern.

Was mit dem alten Satz "cura animarum suprema lex" doch schwer vereinbar ist ...

Damit kein Missverständnis entsteht: ich will hier die Zelebration oder Gemeindegründung Sanfords nicht verteidigen, aber etwas unerlaubtes ist deshalb noch nicht automatisch ungültig, dass man es in Anführungszeichen setzen könnte.

Alipius hat gesagt…

@ Friedrich Kuhlau: Sie haben die Antwort schon selbst gegeben: Ich habe die Messe in Anfü's gesetzt, weil sie unerlaubt ist, nicht, weil sie ungültig ist.

Vielleicht zu hart, aber mit war halt danach...