Dienstag, 14. August 2012

"Es gibt keine größere Liebe,..."

"... als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt"

In Auschwitz, wo die gesamte Welt ein Loch war, welches in sich selbst hineinstarrt, wo die hochmütigen Fratzen der Gewalt auf die bereits ihrer Tränen beraubten Wachsmasken des Leids hinablickten, wo die Hoffnung in den finstersten Ecken kaum noch Nahrung zum Überleben fand, wo der Mensch nicht Mensch sein durfte noch konnte, dort steht ein Mann auf und wird einem anderem zum Bruder, dort steht ein Mann auf und schenkt einem anderen das Leben, dort steht ein Mann auf und nimmt ein Kreuz auf sich, das nicht sein Kreuz war und doch aller Kreuz ist, dort steht ein Mann auf und zeigt den sich krampfhaft an ihrem Übermenschen-Dasein Festhaltenden, was ein Mensch ist, dort steht ein Mann auf und wirft sich nieder vor dem Schöpfer des Lebens.

Er ist die Antwort auf die Frage, wie man nach Auschwitz noch von Gott reden kann.

Heiliger Maximilian Kolbe, bitte für uns!

Kommentare:

Wolfgang e. hat gesagt…

Vielleicht sollte man eher fragen, wie man nach Ausschwitz noch vom Menschen reden kann. (Doch auch hier wäre Maximilian Kolbe eine Antwort darauf.)

jeannedarc hat gesagt…

Der Text über P. Kolbe ist wirklich grossartig! ist der von Dir??

Alipius hat gesagt…

@ jeannedarc: Danke für die Blumen. Ja, der Text ist von mir...

Meckiheidi hat gesagt…

Danke für den Text - er tut gerade heute gut. Wie schön Du dran erinnerst, dass Gott an ALLEN Orten zu finden ist.

jeannedarc hat gesagt…

also ich muss wirklich sagen "Hut ab"!! Du bist ein veritabler Lyriker.

Anonym hat gesagt…

Wunderschön und so tröstlich!
Danke!
Helene

Raphaela hat gesagt…

Mann o Mann, kannst Du schreiben.

Ich habe beim Lesen dieses Textes eine Gänsehaut bekommen, die gar nicht mehr vergehen will. Hut ab, hochwürdiger Herr Alipius.

Alipius hat gesagt…

Och, jetzt werde ich ja noch richtig rot hier! Danke, die Damen!