Montag, 2. Juli 2012

Zum heutigen Evangelium

Evangelium nach Lukas 1,39-56:
    Nach einigen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib.

    Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt? In dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib. Selig ist die, die geglaubt hat, daß sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ.

    Da sagte Maria: Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig. Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und läßt die Reichen leer ausgehen. Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig. Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause zurück.
Für mich ist das eine der schönsten und eigenartigsten Stellen des Lukasevangeliums.

Christus tut, was ein Ungeborenes normalerweise nun mal so tut: Läßt's sich im Bauch seiner Mama gut gehen.

Johannes hingegen entpuppt sich als Super-Ankündiger: Er muß Christus nicht einmal sehen. Als Ungeborener spürt er den HErrn und macht einen Hüpfer im Bauch Elisabeths.

Elisabeth selbst wird daraufhin vom Heiligen Geist erfüllt, preist Maria und erkennt selbst in Christus ihren Herrn.

Und Maria spricht schließlich die wunderschönen und unsterblichen Zeilen des Magnificat.

Vier Personen. Und die Wichtigste tut nichts. Außer all die Anderen mit Freude zu füllen und zum Lobpreis hinzureißen.

Da laufen mir bei jeder Lektüre immer wieder die Schauer über den Rücken.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Halten Sie mich für verrückt - aber für mich ist Ihr Ev.Kommentar
so voller liebevoller männlicher und väterlicher Zärtlichkeit, daß mir die Schauer über den Rücken laufen!
Danke!
Helene

Alipius hat gesagt…

@ Helene: Ich halte Sie nicht für verrückt, sondern danke Ihnen für diesen Kommentar.