Samstag, 7. Juli 2012

Warum nur ist der Zölibat in der breiten Masse so unbeliebt?

Ende Juni trat Bischof Fernando Maria Bergallo von Merlo-Moreno/Argentinien von seinem Amt zurück, weil im Internet Photos auftauchten, die ihn bei einer mindestens vertraulichen Umarmung mit einer Badenixe zeigen. Der Bischof gestand, daß er eine Beziehung zu der Frau unterhält.

Eine argentinische "Seitensprung-Agentur" hätte den Bischof nun gerne als Werbefigur und bietet 225.000 € Gage.

Nochmal zum Mitschreiben: Wenn ein katholischer Bischof ein Gelübde bricht und dabei eine knackige Blondine in den Armen hält, lautet die Reaktion: "Super, Bischof, daß Du Keuschheit predigst, aber selbst eine Beziehung hast! Bitte ermutige doch noch mehr Menschen dazu, ein Versprechen zu brechen, z.B., indem sie Ehebruch begehen (nicht, daß da in der heutigen Zeit noch eine große Ermutigung nötig ist, aber so ein Bischof als Werbe-Maskottchen, das hat halt schon 'was...)!"

Wenn der Papst ein paar roter Schuhe geschenkt bekommt, die NICHT von Prada sind, lautet die Reaktion: "Böse, Papst! Wie kannst Du Armut predigen und gleichzeitig Schuhe tragen!? Ermutige doch lieber durch ein Beispiel die Menschen, auf überflüssigen Kram zu verzichten (nicht, daß wir da nicht selbst mit einer Handeln-statt-Meckern-Einstellung einen Beitrag leisten könnten, aber so ein Papst als Sündenbock, das hat halt schon 'was...)"

Bruch eines Gelübdes + Verstoß gegen das sechste Gebot = "Juchei! Du bist einer von uns!"

Entgegennahme und Nutzung eines geschenkten Paares roter Schuhe + Verstoß gegen die politisch-korekte, sozialverträgliche, streetworkingkompatible, umweltfreundliche, minderheitenschützende Geschmacks-Idee des Tages = "Pfui! Wie kannst Du es wagen!?"

1 Kommentar:

F.F. hat gesagt…

Lieber Herr Alipius!

Ein alter Witz:
Mose stieg mit 2 Tafeln vom Berg Sinai, rief das auserwählte Volk zusammen und erklärte: Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht: Die gute - ich hab ihn heruntergehandelt von 12 auf 10. Die weniger gute: Ehebruch ist dabei!
Unter dem "Verhandlungsergebnis" leiden viele, egal welcher Berufung (Ehe oder zölibatärer Lebenswandel) sie folgen. Jeder der eine Rechtfertigung zur Umgehung, am besten praktisch schafft, ist beliebt.
Ihre Berufung wird in weiten Teilen der Gemeinde so gesehen: Sie opfern sich auf bzw. in christlicher Nächstenliebe Ihr eigenes Seelenheil und erklären uns jeden Sonntag von der Kanzel, dass das alles eh nicht so ernst ist, die Lehre heute nicht mehr lebbar ist, man trotzdem sicher in den Himmel kommt, wenn man nur daran glaubt, und gehen mit gutem Beispiel voran.
Dann werden Sie geliebt und verehrt, denn Sie waren es, der den Glauben lebbar gemacht hat. Fragt sich nur welchen....