Samstag, 9. Juni 2012

Während sich beim Bloggertreffen...

... die Blogger treffen, denke ich grad' so ein wenig über die Blogoezese nach...

Wir sind ja in den letzten Jahren eindeutig gewachsen. Die Blogrolls werden länger und länger, die Themen werden breiter und vielfältiger, die Charakter-Mischung bunter. Wie kann sich die individuelle Vielfalt positiv auf die Blogoezese als Zusammenschluß katholischer/christlicher Blogger auswirken?

Das Thema des Bloggertreffens lautet "Neuevangelisierung und Jahr des Glaubens".

Auf das "Neu-" kommt's an. Wir leben in einer Gesellschaft, die mal christlich war, und müssen dieser Gesellschaft die Botschfaft Christi und den Heilsauftrag der Kirche wieder nahe bringen.

Da diese Gesellschft aber einmal christlich war und sich über einen ziemlich langen Zeitraum an vielen Ecken und Enden von ihrem christlichen Erbe verabschiedet hat und immer noch verabschiedet, keimen in eben diesen Ecken viele Vorstellungen, Vorbehalte und (Vor-)Urteile, welche dazu geeignet sind, daß sich die Menschen bestenfalls mit großer Skepsis, schlimmstenfalls überhaupt nicht Christus und einer Kirche nähern wollen.

Diese Vorstellungen, Vorbehalte und (Vor-)Urteile erfahren beständig Nahrung durch Horror-, Skandal- und Schmuddel-Geschichten über die Kirche, welche die Mainstream-Medien immer gerne verbreiten. Natürlich hat die "Öffentlichkeit ein Recht auf Information" und natürlich ist nichts sexier als eine Reportage über einen Priester, der Wasser predigt und Wein trinkt. Hierbei gelten zwei Regeln:
  1. "Je skandalöser der Inhalt, desto reißender der Absatz!"

  2. "Je tiefer im Vatikan, je näher am Papst, desto schwerer die Lorbeeren für den, der es aufdeckt!"
Klar ist, daß bei diesen Regeln die Prioritäten sich selbst setzen: Absatz und Ruhm schieben sich plötzlich in den Vordergrund und es kommt vor, daß dabei saubere Recherche, gesunder Menschenverstand und selbst die simple Wahrheit einen Schritt zurück machen müssen.

Und genau hier tut sich die Nische auf, aus der heraus die Blogoezese der Kirche einen Dienst erweisen kann: Wir sind diejenigen, die die Öffentlichkeit darüber informieren können, wie es sich wirklich abgespielt hat. Ob die Überschriften nun "Papst soll zu Odenwald-Schule Stellung beziehen" oder "Holländische Kirche ließ Jungen kastrieren" oder "Das Paradies, die Jugend und die Geschichtsbücher" lauten: Wir können diese Informationen zurechtrücken.

Natürlich: Jede kleine Dorfzeitung hat mehr Leser, als ein einzelnes Blog. Ich habe an einem guten Tag zwischen 1.200 und 1.500 Besucher und im Durchschnitt um die 1.000 pro Tag. Das ist lächerlich, wenn man bedenkt, wie viele Leute SpOn oder die Frankfurter Rundschau oder die Welt oder die Salzburger Nachrichten oder sonstwas lesen.

Wir mögen zwar viele sein und mehr werden, aber wir bewirken im Moment noch wenig. Der Artikel in den Salzburger Nachrichten glänzt zum Beispiel weiterhin unbeirrt mit der fehlerhaften Übersetzung der Frage, die das vietnamesische Mädchen an den Papst stellte, obwohl im Kommentarbereich auf den Fehler hingewiesen wurde.

Daher die Frage: Hat irgendwer eine Idee, wie man Blogoezesen-Berichte, die sich mit der Richtigstellung falscher Informationen über die Kirche und/oder den Papst beschäftigen, außerhalb von twitter und facebook so poolen und präsentieren kann, daß sie nicht nur an einem Ort veröffentlicht werden, sondern möglichst auch einer monströsen Anzahl von Lesern zugänglich sind, also zum Beispiel nicht nur Leuten, die sich ohenhin gerne und oft in der Blogoezese herumtreiben?

Kann man so etwas gründen wie eine Online-Blogoezesen-Zeitung, schick gestylt, ultraprofessionell, permanent gewartet und aktualisiert; eine Seite, auf der viele Blogoezesanen als Autoren schreiben und die Informationen zu bestimmten Themen zusammentragen?

Braucht man dazu einen potenten Sponsor, der sich als Zugpferd vor den Karren spannen läßt und dies auch gerne tut?

Muß man sich gleich an eine Diözese oder gar an die DBK wenden, damit die eine Seite einrichten, fett bewerben und satt featuren? Und hätten wir mit unserem Anliegen überhaupt überall eine Chance? Wenn ich bedenke, wie viele Katholiken es gibt, die die Blogoezese mit Mittelalter, Hexenverfolgung, "zurück vor das Konzil", Dunkelkatholozismus undsoweiter gleichsetzen...

Ich frage nur deswegen, weil ich mittlerweile seit gut 7 Jahren in die Welt hinausschreie "Glaubt doch nicht jeden Mist, den Ihr lest!" aber sich keine wirkliche Verbesserung abzeichnet. Da kommt dann hin und wieder Frust auf...

Kommentare:

Cicero hat gesagt…

Schwere Kost für die Mittagspause,aber den Gedanken bringe ich nachher gerne mal in die Runde ein.

Bellfrell hat gesagt…

"Nicht frusten lassen", lautet die Devise.
Was den Artikel bei den SN betrifft, so hat er immerhin 9 seriöse Kommentare bekommen, welche die Gehässigkeit und Unfähigkeit eines Redakteurs aufgedeckt haben und das ist für ein derart selbstgefälliges Medium ja schon einmal ein kleiner "Klopfer".
Auch die Mühlen der Blogoezese mahlen langsam...
facebook und Goggle+ könnten sicher auch noch dazu beitragen, Informationen und Anliegen an die Öffentlichkeit zu tragen.
Am wichtigsten ist es aber nach wie vor, einfach nicht locker zu lassen, Lieber Don Alipio!
Du machst das sehr gutvor und Du regst zur Nachahmung an!
Die ständig wachsende Anzahl vernünftiger katholischer Blogs ist der beste Beweis dafür.

kalliopevorleserin hat gesagt…

Zunächst:
Wer, wie der Journalist Viktor Hermann, fest entschlossen ist, Richtigstellungen zu ignorieren, der wird das auch tun, wenn Jesus zu Besuch kommt und seine Festplatte in einen Lügendetektor verwandelt. Da kann man nichts machen.

Sodann:
Wer noch nicht ganz im Unglauben gefestigt ist oder wer schlicht ein paar Argumente braucht, um sie nervigen Kampfatheisten vorzusetzen, oder wer einfach gern ein gut informiertes und gut geschriebenes Journal liest, der wird so etwas gern lesen.

Allerdings heißt das auch, offene Türen einrennen. Ich halte es nicht für sinnvoll, Menschen Bildung anzubieten, die täglich damit angeben, mehr Bildung nicht zu brauchen. Wer im Netz wirklich mit Ausdauer und offenen Augen Informationen sucht, der findet sie auch - wer Desinformation vorzieht, findet sie nur schneller und zuverlässiger.

Ester hat gesagt…

Ich versteh das Probelm und es geht mir ja selbst in der eigenen Familie auch nicht besser und all die Gespräche die mit dem Argument "mit dir kann man nicht diskutieren", Subtext: Verschon mich doch mit den Fakten" endeten kann ich fast nicht mehr zählen.
Fakt ist, man kann nur den überzeugen, der auch überzeugt werden will.
Jeder Lehrer weiß, das er nur dem Schüler was beibringen kann, der irgendwie für z.B. die Geheimnisse der Mathematik offen ist.
Und diese Offenheit fehlt flächendeckend, gepaart mit dem merkwürdigen Effekt, das wir, die wir "drinnen" sind Kirche als schwach und angegriffen wahr nehmen; Während die, die da draußen sind, Kirche als stark, böse und dringend zu beseitigend wahrnehmen.
(das ist zwar so originell nun auch wieder nicht, schon Jesus prophezeit es uns.)
Langer Rede kurzer Sinn:
ja es wäre gut sich besser zu vernetzten! Ja es wäre gut wenn man ein Archiv hätte, wo die Faktenlage zu Kreuzzügen, Hexenverbrennung, Sünden rund ums 6te Gebot, Antworten auf aktuelle Skandale und dergl aufgelistet werden.
Aber all diese Dinge sind zugänglich, nur werden sie nicht wahrgenommen.
Ich persönlich denke, wir sollten vom Feind lernen und uns auf den "langen Marsch" begeben.
Aber aktuell haben wir noch nicht begriffen, das es um Neuevangeliserung geht und nicht darum durch die Änderung irgendwelchen Formalien die Volkskirche wiedererstehen zu lassen

Freiburgbärin hat gesagt…

Alles, was Du angesprochen hast, existiert schon. Manna und Theolounge als Beispiele für Bloggerzeitschrift, das Bloggerverzeichnis der katholischen Blogger, die Nachschlagewerke zur Theologie und zur Geschichte.
Die Vorleserin hat es auf den Punkt gebracht: „Ich halte es nicht für sinnvoll, Menschen Bildung anzubieten, die täglich damit angeben, mehr Bildung nicht zu brauchen. Wer im Netz wirklich mit Ausdauer und offenen Augen Informationen sucht, der findet sie auch - wer Desinformation vorzieht, findet sie nur schneller und zuverlässiger.“

Nicht unterkriegen lassen und beharrlich weiter bloggen ist das einzige, was erfolgsversprechend ist.

thysus hat gesagt…

Lieber Alipius
Liebe Blogger

schon lange dachte auch ich, ein Zusammenschluss zu einer Art gemeinschaftlicher "Blogger-Zeitung"
wäre fruchtbarer als die Vereinzelung. Die erfreulicherweise immer grösser werdende Bloggerschar lässt natürlicherweise jede Einzelstimme als immer Unbedeutender erscheinen.

Zu den Leserzahlen: Blogeinträge werden schon in der breiteren katholischen Öffentlichkeit kaum bis gar nicht zur Kenntnis genommen. Ihr Wirkungsgrad gegen aussen ist - es muss leider gesagt werden - gleich null.
Solange gar öffentliche kirchliche Stellen den Unterschied sogar zwischen kath.net und kreuz.net nicht erkennen oder erkennen wollen, müssen sich Blogger damit abfinden, weder gelesen, noch verstanden zu werden.

L. A. hat gesagt…

Also die Idee finde ich grundsätzlich hervorragend.
Es gibt viele auch kirchenferne Menschen, die eine solche Seite aufsuchen würden. Es wäre ein Segen, bei den in vielen Gesprächen gestellten Fragen auf eine solche verweisen zu können.
Sie müßte, wie Du sagst, hochprofessionell gestaltet sein, sie müßte redaktionell von kompetenten und überragend gebildeten Geistlichen und Laien getragen werden und auch bereit, Nachfragen zu beantworten.
Sie sollte unabhängig auch von Bistümern sein, und von Spenden und Sponsoren getragen, die ausdrücklich auf Einflußnahme verzichten.
Die Massen würde man auch damit nicht erreichen, das braucht nicht zu entmutigen. Leute die lesen, um ihre bestehenden Meinungen gespiegelt zu bekommen, erreicht man halt nicht. (und in den MSM wird ja nicht nur in bezug auf die RKK gelogen, besonders perfide zwar oft,sondern in Bezug auf fast alles)
Aber: es gibt viele, die das erkennen, aber die in Bezug auf die Kirche keine stringente mediale Gegenstimme kennen und finden. (es spricht für sich, daß die Bistümer bei all ihrer fetten Kohle es nicht unternehmen, eine solche aufzubauen, und offizielle Webauftritte oft eher Teil des Problems sind)
Also: eine solche kompetente Aufklärungs (!!!) - Seite, die fundiert die Zerrbilder entlarvt, indem sie überprüfbare Fakten ansprechend und stringent darstellt, wäre ein Segen für viele und notwendig.

MC hat gesagt…

Ich pflichte den Kommentatoren bei: Das Problem ist nicht, dass die Blogoezese nicht genug Qualitatives hervorbringt, sondern das einfach zu wenige danach suchen. Gegen die großen Medienportale in Print und Internet kann die Blogoezese nicht anstinken, da können wir machen was wir wollen. Wer nicht sucht, findet nicht und die meisten glauben daran, was Meinungsmacher schreiben und interessieren sich für abweichende Meinungen nicht.
Allerdings wäre es sicher eine gute Idee, ein Archiv anzulegen, in das die Blogger ihre Artikel thematisch einspeisen können und das durch verschiedene technische Mittel, die ich auch nicht kenne, möglichst weit vorne bei den großen Suchmaschinen auftauchen kann. Auch über Kommentare auf den großen Medienportalen lässt sich Aufmerksamkeit generieren und in Themenforen aktiv zu sein ist auch sicher eine gute Idee. Dennoch, eine Breitenwirkung wird uns nicht möglich sein. Wir sind, ohne Wertung, elitär, weil wenige für wenige schreiben. Wichtig ist, denke ich, was diese wenigen dann mit dem Geschriebenen machen, ob sie Multiplikatoren werden, die in der realen Welt dieses Wissen einsetzen. Doch auch hier gilt: gelebtes Christentum ist Minderheit und bleibt Minderheit. Aber vllt. ist das die Chance für die Blogoezese: In der engagierten Minderheit eine Stimme zu sein, die hörbar ist.

Marcus, der mit dem C hat gesagt…

Lieber Alipius,

(diesmal in der richtigen Baustelle^^)
mit der KNA hat die katholische Kirche in Deutschland eine eigene Nachrichtenagentur. Unabhängig von der Frage nach deren kirchenpolitischer Positionierung hat sie aber gegen die Meanstreammedien keine Chance. Bei letzteren ist die Zahl der Journalisten, die eine konsekrierte Hostie nicht für einen Keks ohne Geschmack halten leider sehr gering. Man kennt die Ressentiments des Kulturkampfs in und auswendig, kann aber anhand eines Bischofswappens einen Bischof weder von einem Erzbischof noch Kardinal unterscheiden, trotz beigefügter Heraldischer Schautafel. Wenn man mal von Mattusek, Badde und Kissler & Co absieht, sind die lesbarsten Artikel über die Kirche noch die, wo man eine Presseerklärung einer Gruppierung des linken Kirchenflügels als Artikel abdruckt. Die Fehler darin sind meist wenigstens bewußte Falschdarstellungen und nicht schiere Unkenntnis.

Ich kann mir kein Medium vorstellen, daß das von Dir beschriebene Problem beheben könnte, denn denke an die USA und die politischen Lager dort. Da liest man Medien des anderen Lagers meist gar nicht mehr, sondern baut sich mediale Parallelwelten, in der die anderen kaum oder nur als Feindbild vorkommen. Diese Tendenz sehe ich auch in unserer Informationsgesellschaft. Neutralität von Medien gibt es nicht mehr, sie werden immer tendenziöser und unprofessioneller weil billiger, um dem Internet paroli zu bieten. Es wird nicht mehr um Fakten und Erkenntnisse diskutiert, sondern man sucht den schnellsten Weg zu einem political-correctness-Totschlagargument.

Wer würde sich da als der Kirche Fernstehender noch Fakten über die Kirche reinziehen wollen, wenn selbst bei einem Großteil der aktiven Kirchgänger die o.g. Ressentiments en vogue sind und die Vergesellschaftung der Kirche Programm?

Maria Magdalena hat gesagt…

Alles vom Papst gibt's auf vatican.va. Wenn man ein großes "Katholisch-Nachschagewerk" braucht, dann könnte man auf "kathpedia" zurückgreifen; die sind sicher froh um jeden, der kompetent beiträgt. Dann gibt's noch kath-info von P. Recktenwald (und noch einige andere). Wenn jeder Blogger diese Quellen in seine Linkliste aufnimmt, ist, denke ich, schon viel erreicht.

Cinderella01 hat gesagt…

Ich denke, die Blogozese ist ein gutes Beispiel für: Getrennt marschieren und vereint schlagen.
Gut ist die Vielfalt, die sich aus den unterschiedlichen Blogs ergibt. Jeder hat ein anderes Thema, das ihn besonders interessiert, jeder kann seinen Beitrag leisten.
Wichtig ist nur, dass wir "zusammenhalten". Also kein Konkurrenzdenken innerhalb der Blogozese. Oder auch mal Beiträge und Ideen zu übernehmen, wenn daraus eine große Sache werden soll (z.B. derzeit das Rosenkranzgebet mit dem Heiligen Vater). Wichtig ist das gegenseitige Verlinken (Blogrolls), damit sich besonders die "Neuen" gleich gut aufgenommen fühlen. Und dass wir immer lautstark darauf hinweisen, wenn's irgendwo was besonders Gutes gibt (z.B. besonders gelungene Artikel/Grafiken bei Alipius oder bei Echo Romeo) stärkt und motiviert, nicht nachzulassen.

Morgenländer hat gesagt…

Lieber Alipius,

den Pessimismus bezüglich der Reichweite der katholischen Blogs teile ich eigentlich nicht; im Gegenteil wundere ich mich manchmal, wer da alles mitliest.

Nur ein Beispiel: Gestern traf ich mich einen nicht-katholischen Bekannten, die Rede kam auf das Web 2.0, und dann erzählte mein Bekannter, er sei vor Jahren auf den Blog "Rom, römer, am römsten" gestoßen, den er mit großem Interesse verfolgt hat.

Ähnliche Erlebnisse können sicher viele berichten.

Auch denke ich, dass die vielen kleinen Blogs gegenüber den großen Meinungsmaschinen einen nicht zu unterschätzenden Vorteil haben:

Hier reden Menschen, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, ohne auf 'übergeordnete' (etwa kirchenpolitische) Interessen Rücksicht nehmen zu müssen, und in einer kaum glaublichen Vielfalt von Themen und Stimmen.

Gerade auch 'Zufallsleser' finden dies überzeugender als die 'linientreue' Berichterstattung und Kommentierung der MSM.

Und dann sollten wir unseren Optimismus bei aller Bitterkeit über die antikirchliche Propaganda nicht verlieren:

Magna est veritas, et pravalebit.

Herzliche Grüße
Morgenländer

Valentina hat gesagt…

hm.. Ich denke es ist schwierig alle unter einen Hut zu bringen.
Wir sind alle so verschieden aber am Ende doch eins.
Jeder bringt sich selbst in seinem Blog mit ein.
Das alles zu vereinen - sodass es überschaubar bleibt ist schwierig.
Ich denke mit Facebook ist ja auch ein großer Marktanteil "abgedeckt" - wobei es ja auch immer Leute, z. B. meinereiner sich nicht in diesen sozialen Netzwerken rumtreibt.
Aber etwas, das letztendlich "alles" abdeckt wäre cool, aber wahrescheinlich schwierig zu machen...
Vielleicht fällt uns allen ja doch noch was ein.
pfiati

Valentina

Morgenländer hat gesagt…

Im zweiten Absatz soll's natürlich heißen: "Gestern traf ich einen nicht-katholischen Bekannten", immer diese Flüchtigkeitsfehler :-(

Zerknirschte Grüße
Morgenländer

PS: Diese Blogger-Spam-Kontrolle wird immer umständlicher; ist sie nicht bei Kommentarmoderation verzichtbar?

L. A. hat gesagt…

Also die Blogs leben ja in erster Linie von der persönlichen Sphäre der jeweiligen Blogger und ihren individuellen Fähigkeiten, und dienen eher dem Austausch und der Vertiefung von bereits Gläubigen oder zumindest stark interssierten. Für die große Klientel der noch "irgendwie - Gläubigen" bzw.Katholiken finde ich sie zu speziell.
Bei Alipius Idee dachte in eher an ein im besten Sinne "populärwissenschaftliches" unabhängiges Portal, wo es nicht vorrangig um Glaubenszeugnisse, sondern um Glaubenswissen geht, das einerseits die gängigen übernommenen Falschurteile über Lehre, Geschichte,Priesteramt, Liturgie u.s.w. stringent widerlegt und zum anderen systematisch dem "religiösen Analphabetismus" gegenübertritt.

Nichts gegen die Blogs, aber die sind immer etwas für Liebhaber, die wirken auf einer anderen eigenen Ebene. So eine Seite hätte andere Aufgaben, als eine Art lehramtstreue Schnittstelle zu einer interessierten, aber un- oder falschinformierten Außenwelt.

Alipius hat gesagt…

@ Morgenländer: Sorry wegen der Moderation, aber wenn ich die abschalte, kann ich jeden Morgen erst einmal bergeweise Spam aus den Kommentarbereichen entfernen.

Morgenländer hat gesagt…

@Alipius:

Spamkommentare gibt's auf dem 'Notizbuch' auch immer mal wieder (wenngleich nicht so häufig wie offenbar hier), aber Blogger verschiebt die automatisch in den Spamorder, so dass ich auf sie nur einen kurzen prüfenden Blick werfen muss.

Entweder sind meine Spammer also weniger gewitzt oder die Spamkontrolle funktioniert hier nicht vernünftig.

Herzliche Grüße
Morgenländer

Catocon hat gesagt…

Drei Gedanken in Kurzform:

1) Die Blogoezese sollte sich als Avantgarde sehen, die Gedanken denkt, die zu denken sich sonst keiner mehr traut, nicht als Konkurrent des Meinungsmainstreams.

2) Die "Zersplitterung" ist als Diversifizierung mehr Vorteil als Nachteil. Ein Netzwerk mit vielen kleinen Knoten ist schwerer "mundtot" zu machen als ein Netzwerk mit wenigen großen Knoten. Auch das sollten wir angesichts der gesellschaftlich-politischen Lage nicht unberücksichtigt lassen.

3) Ich sehe wenig Sinn darin, die Massenmedien oder gar die Bevölkerung allgemein zu beeinflussen. Es geht um den Aufbau einer Gegenöffentlichkeit, die von denen gefunden werden kann, die danach suchen.

Soweit die allgemeinen Gedanken in Kurzform. (Ich muss noch etwas nachdenken, und dann werde ich bei mir auf dem Blog etwas mehr dazu schreiben, damit der Kommentar nicht zu lang wird)

Jetzt zu praktischen Vorschlägen:
1. Die Idee eines Archivs von thematisch geordneten Beiträgen, die den katholischen Glauben in allgemeinverständlicher Form darstellen, ist großartig. Allerdings sollten wir bedenken, dass es mit kath.info bereits eine wertvolle Quelle gibt, die ganz einfach von allen Bloggern an möglichst prominent sichtbarer Stelle verlinkt werden kann.

2. Nicht so sinnvoll erscheint mir eine Blogözesenzeitschrift, weil sie sehr viel Zeit, Aufwand und Geld verschlingen würde, das sonst in andere Projekte fließen könnte, und die Zeitschrift am Ende auch wieder nur von denen gelesen würde, die sich auch jetzt schon in der Blogözese herumtreiben. Dazu kommt das von anderen Kommentatoren schon erwähnte Problem der Abhängigkeit von Sponsoren - und damit wäre genau die Unabhängigkeit gefährdet, die uns Blogger auszeichnet.

3. Die "Zeitschriftenidee" hingegen etwas reduzierend, wäre ein Portal, in dem täglich interessante Artikel ohne viel Aufwand einfach gebündelt und verlinkt werden, wie es das in der englischsprachigen Blogözese bereits gibt (thepulp.it), eine wunderbare Idee, die dringend umgesetzt werden sollte. So könnte auch die Sichtbarkeit der einzelnen Blogs erhöht werden, die dann häufiger verlinkt würden.
Sponsoren bräuchten wir dazu nicht, nur müsste jeder, der einen interessanten Artikel findet, dies dann auch dem/den Verantwortlichen für so ein Projekt melden, da es wohl unmöglich ist, alle Blogs der Blogozese regelmäßig in der freien Zeit zu lesen und dazu noch selbst zu bloggen... und seine religiösen und Standespflichten nicht zu vernachlässigen... und dabei nicht wahnsinnig zu werden

So, das war jetzt ein langer Kommentar, und beim Schreiben sind mir mehr Ideen gekommen als ich niedergeschrieben habe. Danke daher für den Gedankenanstoß, Alipius!

Catocon hat gesagt…

So, und jetzt missbrauche ich dieses Portal noch für einen Test. Bei einem anderen Internetportal mit dem gleichen "Anti-Robot-Beweis" hat ein Kommentator festgestellt, dass die Hausnummern gar nicht korrekt eingegeben werden müssen, damit der Kommentar erlaubt wird. Seine Vermutung war, dass Google uns dazu missbraucht die nicht automatisch lesbaren Hausnummern zu identifizieren, um uns mit z.B. Google StreetView besser identifizieren zu können. Das hielt ich zunächst für eine Verschwörungstheorie, doch es stellte sich heraus, dass dort die Hausnummern wirklich auch falsch eingegeben werden konnten, ohne dass der Kommentar blockiert worden wäre.

Daher jetzt dieser Test. Bei mir steht die Hausnummer acht. Ich gebe einfach 50 ein und sehe was passiert. Wenn der Kommentar durchkommt, dann ist die oben erwähnte These wieder erhärtet...

Johannes hat gesagt…

Bastian von EchoRomeo hat zum Bloggertreffen ein selbstgemachtes, super in Szene gesetztes Buch mitgebracht, dass er in Eigenregie gebastelt hat: TopQualität, gute Gestaltung (wie kann es anders sein, wenn es von ER kommt), lustig, spritzig und angenehm in den Händen zu halten. Ich könnte mir vorstellen, die Idee aufzunehmen und eine Art Jahrbuch von auserlesenen Blogbeiträgen zu gestalten. Heutzutage ist der Aufwand nicht groß und die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Es könnte eine Art Redaktion geben, die sowas machen, und schon wächst was.
Die Idee weiter zu verfolgen, ist eins der Ergebnisse dieser wertvollen Tage des Bloggertreffens. Mal sehen, was wird...!

Cinderella01 hat gesagt…

Hallo Alipius,
hier ist ein OT-Kommentar, da wir Dich nicht per email erreichen können:
Unsere Video Aktion zum Papst Geburtstag wurde gestern mit einem DankSchreiben an unser Teammitglied Ester (sie hat den Versand übernommen) beantwortet. Wir freuen uns sehr darüber und haben alle, de mitgemacht haben, per e-mail benachrichtigt. Da wir Deine e-mail nicht haben: her ist der Link auf unseren Blog, wo das Schreiben nachzulesen ist.
http://beiboot-petri.blogspot.de/2012/06/post-aus-dem-vatikan.html

L. A. hat gesagt…

@catocon

Nur eine kurze Antwort:

1) Sehe ich auch so: das sehr individuelle persönliche Zeugnis, und Unorganisierte der papsttreuen Blogs ist ihre Stärke (was ja nicht gelegentliche Joint - Ventures ausschließt)

2) Ja,es gibt herausragende Archive wie kath- info.de.
Und profunde andere Seiten zu speziellen Bereichen.
Was ich meinte mit dem Portal wäre eine kompetente Aufbereitung der Schätze all dieser pools, die sich vorrangig an die Suchenden wendet und sofort die gängigen Fragen und Falschinformationen aufgreift und in kompakter griffiger Sprache zunächst grundsätzlich antwortet bzw. widerlegt. Dem sollten Hinweise auf vertiefende Literatur angefügt sein, wo man sich dann mit Verlinkungen oder eigenen Beiträgen beteiligen könnte.
So könnte diese Seite auch ein Fundus für "Fortgeschrittene" werden.
Aber wie Alipius schon sagte, Redaktion, Moderation und Seitenpflege wären dafür nicht mehr nebenbei zu bewältigen.
Die Fäden müßten schon bei einigen hochkompetenten "Hauptamtlichen" zusammenlaufen und geordnet werden.

Catocon hat gesagt…

L.A.
ich verstehe, woher Du mit Deinen Gedanken kommst, und kann Dir auch zustimmen, dass es sinnvoll wäre, ein solches Portal zu haben.

Doch mit den "hochkompetenten Hauptamtlichen" kann ich mich überhaupt nicht anfreunden. Gerade die Spontaneität ist unsere Stärke. Wir brauchen keine Funktionäre, ob "hochkompetent" (wer entscheidet das?) oder nicht. Wenn so ein Portal gelingen soll, dann muss es als Netzwerk vieler engagierter Freiwilliger gelingen, von denen jeder dazutun kann, wovon er etwas versteht - Moderation, bestimmte Fachgebiete, Webdesign usw. - vielleicht am ehesten noch mit Wikipedia vergleichbar.

Bei "hochkompetenten Hauptamtlichen" in der Blogözese läuft es mir eiskalt den Rücken runter. Wir haben schon genug Bürokraten in der Welt und einen Blogözesanrat, um einmal ein hässliches Wort zu prägen, brauchen wir erst recht nicht.

Uralte Sage hat gesagt…

Der Kirche selber fällt die Aufgabe zu, ein "eigenes" Facebook, ein blogoezesenvereinendes Zentralorgan, mit eigener Software (wie blogger, VZ, tumblr, disqus, etc.), in Auftrag zu geben. Denn um 1600, nach dem tridentinischen Konzil, bevölkerten 545 Millionen den Erdkreis – heute nutzen weit über 600 Millionen Facebook. Welch eine Veränderungen der "Evangelisierungsbedingungen"! Kann man darüber, gut ein halbes Jahrhundert nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil – dessen Losung "aggiornamento" lautete – einfach hinweggehen?

Warum soll nicht so eine Zusammenlegung (bei gleichzeitigem individuellen Fortbestehen selbstverständlich) aller Blogeozesanblogs und aller hier in Alipius Kommentarspalte erwähnten bestehenden Plattformen die Keimzelle für eine online zu entdeckende katholisch-christliche "Welt" sein?

Wo doch schon die Kollegen einer anderen abrahamitischen, marienverehrenden Weltreligion schon bald an den Start gehen werden mit einem "eigenen Facebook": http://salamworld.com/aboutus.php.

Anonym hat gesagt…

Liebe Blogozese,

ehrgeizige Pläne, aber sorry. Ihr habt für mich nicht den Stellenwert einer objektiven Informationsquelle. Ihr seid bloggende katholische Privatpersonen (mit einem gewissen missionarischen Eifer) und vom Vatikan genauso weit entfernt wie jeder andere auch. Was Ihr wißt, wißt Ihr genauso aus zweiter, dritter und vierter Hand wie ein Mainstreammedium.

Euer "Spin" ist mitunter dem der "Mainstreammedien" diametral entgegengesetzt, objektiv seid Ihr natürlich nicht. Ihr vertretet noch viel expliziter Eure Haltung als eine Qualitätszeitung wie z. B. die Zeit oder auch der Spiegel, die bei prinzipiell kirchenkritischer Haltung doch einem Matussek oder anderen kirchlichen "Stimmen" Raum geben.

Wenn ich mich über Kirchenthemen informieren wollen würde, würde ich mich einerseits vertrauensvoll an offizielle Seiten und Zeitungen des Vatikan melden - da dürften wenigstens die Fakten stimmen und die Autoren waren wohl "nah" dran. Dass die den offiziellen Kirchenstandpunkt vertreten, muss mir als Leser klar sein.

Ich glaube, dass der Wert der Blogozese darin liegt, dass sie ein ungeschminktes Abbild einer relativ großen Bandbreite von katholischen Privatansichten bietet. Das wird wahrscheinlich keinen bekehren, kann aber auch Interesse und Sympathie wecken.

Anonym hat gesagt…

@ Anonym 12.6. 00:01,
wenn jemand in einem Mainstream-Medium den katholischen Glauben falsch darstellt, dann kann jemand, der diesen Glauben kennt (wie ein katholischer Blogger) dies durchaus auch dann korrigieren, wenn er nicht im Vatikan wohnt oder "nah" an Rom dran ist.

Die Unzeit oder den Zerrspiegel als "Qualitätszeitungen" zu bezeichnen, bloß weil sie die politisch korrekten Thesen mit riesigem Budget wiederkäuen, und von vielen medialen Multiplikatoren obsessiv gelesen werden, ruft hingegen eher ein Schmunzeln hervor. ;-)

Catocon hat gesagt…

Der "Anonyme", der gerade gepostet hat, war ich - ich habe nur vergessen, meinen Namen anzugeben. Sorry.
Catocon.