Donnerstag, 7. Juni 2012

Fronleichnam!

Ein frohes und gesegnetes Hochfest des Leibes und Blutes Christi Euch allen!

Falls jemand die schöne "Herkunftsgeschichte" noch nicht kennt:

Die 1192 geborene Juliana von Lütich wurde nach dem Tod ihrer Eltern in die Obhut des Klosters der Augustinerchorfrauen am Mont Cornillon (Kornelienberg) gegeben.

Das Mädchen erhielt keinen regelmäßigen Unterricht, zeigte sich jedoch sehr interessiert und suchte oft die Klosterbibliothek auf, um dort alte Pergamentbände zu studieren. Mit großem Fleiß lernte Juliana das Lesen und Schreiben und sogar die lateinische Sprache. Ihre Lieblingslektüre waren die Schriften des heiligen Augustinus und des heiligen Bernhard.

Die Schwestern im Kloster am Mont Cornillon nahmen die lernbegierige Juliana bald als Nonne in ihre Gemeinschaft auf. Sie war vom heiligen Sakrament der Eucharistie fasziniert und kniete oft stundenlang vor dem Tabernakel, in dem das Allerheiligste aufbewahrt wurde, wobei die ganze Welt um sie versank.

Im Alter von 16 Jahren hatte Juliana vor dem Tabernakel eine Vision, bei der sie mehrfach hintereinander einen leuchtenden Mond sah, der am Rand eine dunkle Stelle aufwies. Laut der Überlieferung hat Christus ihr offenbart, der Mond stelle das Kirchenjahr dar und die dunkle Stelle symbolisiere, dass noch ein Dank- und Sühnefest fehle, nämlich ein besonderes Fest zu Ehren des heiligsten Altarsakraments. Sie sei dazu auserkoren, das Kirchenjahr um dieses Fest zu bereichern. Juliana bewahrte die Ereignisse in ihrem Herzen, durchitt manche Tiefen, hatte aber in ihrem Beichtvater und im Erzdiakon Jakob von Troyes (dem späteren Papst Urban IV) zwei Männer, die sie bestärkten und zu ihr hielten.

So kam es, daß das Fronleichnamsfest erstmals 1246 im Bistum Lüttich gefeiert und 1264 von Papst Urban IV. durch die Bulle Transiturus de hoc mundo zum Fest der Gesamtkirche erhoben wurde.

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