Samstag, 5. Mai 2012

"Kleider machen Leute"...

... heißt eine Ausstellung der Photographin Herlinde Koelbl, die momentan im Deutschen Hygiene-Museum Dresden zu sehen ist. Idee: Man nehme ein Bild einer Person in Berufsuniform und stelle es einem Bild derselben Person in Privatklamotten gegenüber.

Besonders interessant: Bischof Ludwig Müller einmal "dienstlich" und einmal privat.

Hmm... Kommt schon so'n bißchen pottcore-mäßig rüber mit den Schlappen... Aber irgendwie wirkt's auch nett auf diese "Hey, privat bin ich auch nur'n Kerl, der's gerne gemütlich hat"-Art.

Plus: Man stelle sich die beiden Bilder bzw. die Haltungen des Bischofs mit vertauschten Kleidern vor. "Kleider machen Leute" paßt zumindest bei diesen beiden Portraits volle Kanne. Wobei es natürlich auch sein kan, daß die Photographin da durch "Regieanweisungen" ein wenig mitgeholfen hat.

Kommentare:

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Also Bischöfe sollten in ihrer Freizeit mindestens Jogginganzüge aus glänzender Ballonkunstseide tragen ...

Phil hat gesagt…

Was mir an der Ausstellung und an einigen Kommentaren der Fotomodelle gefällt ist, daß hier der positive Wert einer Uniform stark betont wird.

Cassandra hat gesagt…

"daß die Photographin da durch "Regieanweisungen" ein wenig mitgeholfen hat"
Ich habe in letzter Zeit ein bisschen Einblick ins professionelle Kunstschaffen bekommen und das wäre erst mal auch mein Tipp.

Wobei ich das Grundsätzliche, dass Körperposition etc anders sind wenn man "offiziell" gekleidet ist, nicht bestreiten will. Eher im Gegenteil. man nimmt Leute nicht nur anders wahr, wenn sie Berufskleidung tragen, einige Kleidungsstile verführen geradezu zum herumschlumpfen- Schlappen zB oder Kapuzenpullis.

Wobei mein erster Gedanke beim Bischof war "wie, Bischofsbild ohne cappa magna?"

Anonym hat gesagt…

Warum ist Bischof Müller rot gewandet? Ich dachte immer, Bischöfe hätten sich lila zu gewanden.

Alipius hat gesagt…

@ anonym: Das ist schon die Bischofs-Farbe, nur etwas hell. Das Rot der Kardinäle geht im Vergleich dazu weit mehr in Richtung orange.