Samstag, 5. Mai 2012

Keine guten Neuigkeiten...

... im Fall Nadarkhani.

idea berichtet:
    Der aus religiösen Gründen inhaftierte iranische Pastor Youcef Nadarkhani hat seinen Rechtsbeistand verloren. Sein Anwalt Mohammed Ali Dadkhah ist selbst zu neun Jahren Haft verurteilt worden.

    Er wird seine Freiheitsstrafe in Kürze antreten müssen. Das teilte der Jurist, der auch politische Gefangene und Menschenrechtsaktivisten in der Islamischen Republik vertritt, der Londoner Zeitung The Guardian mit. Er sei wegen des Verstoßes gegen die nationale Sicherheit, der Verbreitung von Propaganda gegen das Regime und des Besitzes verbotener Bücher verurteilt worden, so Dadkhah. Dies habe ihm ein Richter bei einem Prozess mitgeteilt, in dem er den zum Tode verurteilten politischen Aktivisten Davoud Arjangi vertreten habe. Dadkhah war der einzige Anwalt, der sich Nadarkhanis Fall angenommen hat. Der 35 Jahre alte frühere Muslim, der als 19-Jähriger den christlichen Glauben annahm, ist nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen wegen „Abfalls vom Islam“ und „Verbreitung nicht-islamischer Lehren“ zum Tode verurteilt und sitzt seit 2009 im Gefängnis von Rascht ein.

1 Kommentar:

Claudia hat gesagt…

Schlecht auch für zahlreiche Christen und Oppositionelle, die von Dadkhah verteidigt wurden. Und ganz schlecht für Dadkhah und seine Familie.
Man kann für ihn hier eine Petition unterzeichnen. Außerdem setzt sich die niederländische Organisation Lawyers for Lawyers für ihn ein.