Montag, 7. Mai 2012

Großartiges Photo!


Macht seit einigen Tagen massiv auf facebook die Runde. Wollte ich aber auch den Lesern zugänglich machen, die nicht bei facebook sind.

Kommentare:

Claudia hat gesagt…

Ich finde es höchst grenzwertig, eine Beichte zu photographieren und dann auch noch in die Weltöffentlichkeit zu stellen.

Alipius hat gesagt…

Lieber photographieren, als mit dem Mikro aufzeichnen ;-)

Anonym hat gesagt…

@claudia: Woher weißt Du, dass das eine Beichte ist? Könnte auch einfach ein Gespräch sein.
Und: Wer eine Beichte in der Öffentlichkeit vollzieht, risikiert es, (nicht nur) fotografiert zu werden

Claudia hat gesagt…

@Anonym: Ich weiß es natürlich nicht, aber der Bildtitel ist "Punkfession".
Und ja, natürlich. Es ist öffentlicher Raum. Aber auch im öffentlichen Raum darf man nicht einfach so drauflosknipsen, grundsätzlich ist es dabei sogar egal, ob Leute beichten oder nicht. Wenn der Punk vorher sein Einverständnis gegeben hat, ist das natürlich was anderes.
Mich erinnerte das ganze einfach sehr fatal an etwas, was ein Priester mir mal gesagt hat. Die Kirche N.D. de Paris hat leider einen modernen Beichstuhl in Form eines großen Glaskastens. Und da hat schon mal ein Tourist versucht, einen unter Tränen beichtenden Mann zu knipsen. Pech für den Touristen, daß der Priester das merkte, rausstürmte und ihm das energisch untersagte.

Braut des Lammes hat gesagt…

Das mit der Öffentlichkeit wird meines Erachtens vielfach mißverstanden: wer sich in der Öffentlichkeit oder von außen einsehbar irgendwo aufhält, gibt nicht das Recht am eigenen Bild auf, wie Claudia richtig feststellt. Wenn ich über den Marktplatz gehe oder in der Kirche auf einer Bank knie, behalte ich dieses Recht am eigenen Bild, das heißt etwa, ein solches darf nicht ohne mein Einverständnis publiziert werden.

Anders ist es, wenn ich eine Person bin, an der ein gewisses öffentliches Interesse besteht – etwa der Dalai Lama – oder wenn ich mit einer Person zusammen fotografiert werde, auf die das zutrifft, wenn 40 Leute neben dem Ulmer Münster stehen, darunter auch ich (ich also bloßes Beiwerk bin) oder wenn ich an einer Demonstration teilnehme. Bei letzterer darf man mich ausdrücklich fotografieren, schließlich de-monstriere ich grade.

Marko hat gesagt…

Jedenfalls sind die weißen Socken des Priesters echt die Härte.

Anonym hat gesagt…

Aber BEICHTE im öffentlichen Raum ist nochmal was anderes als wenn ich irgendwo einfach spazieren gehe und geknippst werde. Nur weil das Foto mit Punksession überschrieben ist, muss es immer noch keine Beichte sein. Und zwei Meter weiter, in Hörweite, stehen die nächsten. Da es in der Öffentlichkeit ist, könnte ich mich auch direkt daneben stellen und zuhören.
Und: Es ist einfach auch ein sehr spezielles Bild! Wann sieht man so was schon mal - einen blauen Hahnenkamm-Punk im Gespräch mit einem Priester??
Also, ich verschärfe: Wer ein Beichtgespräch in der Öffentlichkeit führt, PROVOZIERT, öffentlich wahrgenommen - und auch fotografiert - zu werden.
Und zum Glaskasten: Wer um Himmels willen(!!!) ist auf diese Idee gekommen? Was ist denn der Sinn und Zweck damit? Das ist doch einfach nur dumm. In so einen Beichstuhl würde ich nie und nimmer gehen!

Braut des Lammes hat gesagt…

Auch wenn du es "verschärfst" wird es davon unter Umständen nicht legaler, denn keine der oben genannten Ausnahmen trifft hier zu. Eben das habe ich dir – offensichtlich vergeblich – darzulegen versucht.