Montag, 14. Mai 2012

Fünf perfekte Pop-Alben...

Das letzte Ping!" hat mir wieder das Album "New Gold Dream 81/82/83/84" der Simple Minds in Erinnerung gerufen. Die Scheibe läuft seitdem bei mir rauf und runter. Und das wiederholte Hören des Albums in den letzten Tagen läßt mich nun die kühne Behauptung formulieren: Es gibt das perfekte Pop-Album!

Es wäre jetzt natürlich unfair, nur von perfektem Pop zu reden und Euch nicht auch gleich ein paar Zuckerstückchen vorzustellen. Hier also meine fünf perfekten Pop-Alben (die sich übrigens allesamt sehr gut für den Sommer eignen, welcher ja nun bald kommt):


SIMPLE MINDS - New Gold Dream 81/82/83/84 (1982)

Die Jungs haben das Posting zu verantworten, also kommen sie auch zuerst ran. Es gilt, was ich bereits im "Ping!"-Posting schrieb: Die Platte ist voll von crisp produzierten, glitzernden Songperlen, mit gar köstlichen Melodien, intelligenten Arragements und interessanten Texten, dargeboten von einer Band, die ihre Instrumente beherrschte und sich für den richtigen Anlaß genau die richtigen Studio-Musiker als Verstärkung dazuholte.


THE LOTUS EATERS - No Sense of Sin (1984)

Die sparsamste Band der Welt (3 Alben in 26 Jahren) veröffentlichte gleich zu Beginn ihrer Karriere ihr Meisterwerk: Scham-, schranken- und sorgloser Liebes/Schmacht-Pop mit sagenhaften Refrains, wunderbaren Melodien und 5 Tonnen Sommer in jeder Note. Ideales Autofahr-Album für den Urlaub (wenn er zwischen Juni und August stattfindet).


DANNY WILSON - Meet Danny Wilson (1987)

Lebendig, ausgelassen (manchmal überschwänglich), fingerschnippend, romantisch und melodiös: Das Debut-Album der Schotten ist eigentlich schon mehr als Pop, weil es sich mit seinen streicher- und Bläserattacken und den cleveren Texten an einigen Stellen einfach mehr zutraut, als man erwartet und dennoch nie verwirrt oder gar abstößt. Es regnete damals Steely Dan-Vergleiche (zurecht), aber ich finde, daß man "Meet Danny Wilson einfach ohne große Vergleiche als das stehen lassen soll, was es ist: Ein sahnemäßiges Album!



BILL PRITCHARD - Jolie (1991)

Wenn No Sense of Sin von den Lotus Eaters das ideale Autofahr-Album für den Sommerurlaub ist, dann ist diese Scheibe das ideale Walkman-Album für den Sommer. Hier wird gar nicht erst versucht, den Eindruck zu vermeiden, daß Pop-Musik gefälligst eingängig und zuckersüß zu sein hat. Die Texte pieksen zwar manchmal ganz schön, aber die Mucke ist so atemberaubend und schonungslos leichtfüßig und sonnenherzig, daß ich bis heute nicht verstehe, warum Pritchard im Jahre 1991 nicht mindestens drei Nummer-Eins-Hits hatte ("Number Five", "Violet Lee" und "In the Summer").



IT'S IMMATERIAL - Life's Hard and then You Die (1986)

Nicht eben der munterste und poppigste Album-Titel, aber egal. Das Duo John Campbell und Jarvis Whitehead präsentiert auf der Scheibe zusammen mit allen möglichen Studio-Muckern eine Ansammlung wirklich abgefahrener Pop-Perlen. Die trocken-ironisch oder auch mal bissig-sarkastischen Texte weisen einige Petshopboyismen auf, aber musikalisch wirken It's Immaterial irgendwie zu jeder Sekunde reifer und mutiger als die Mega-Seller aus Chelsea.

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