Montag, 14. Mai 2012

Eigenartig...

US-Bischöfe machen ihren Job. Drei US-Theologen erklären den Bischöfen daraufhin, sie befänden sich im moralischen Schisma.

Die drei Theologen wissen, daß sie von der Bevölkerung Rückenwind kriegen:
    Nach einer Studie des Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center im Februar befürworten inzwischen 46 Prozent [der US-Bürger, A.] die Möglichkeit gleichgeschlechtlicher Ehen. Unter Katholiken sei die Zustimmung überdurchschnittlich hoch: 52 Prozent sprächen sich dafür aus, 6 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor.
Klar: Wer weiß, wie diese Umfrage ausgesehen hat, wer weiß, wie suggestiv die Fragen waren etc.

Dennoch: Selbst wenn 95 Prozent der Katholiken sich mit Messern und Pistolen in der Hand für gleichgeschlechtliche Ehen aussprächen, so hieße dies dennoch nicht, daß der Heiige Geist in einer Sonderaussendung diesen 95 Prozent die "Wahrheit" hat zukommen lassen, sonden es hieße, daß diese 95 Prozent gegen den Glauben mobil machen, der den Aposteln gegeben und durch die katholische Kirche bis zu uns weitergereicht wurde.

Und: "Moralisches Schisma"? Die Phrase hat ganz gute Chancen zur nächsten Massenhirnzellenvernichtungswaffe in den Mündern und Publikationen der Catholycs zu werden... "Was? Wir sollen nicht ehebrechen? Da befindet ihr Euch aber im moralischen Schisma, liebe Bischöfe, denn in einer anonymen Umfrage gaben 65 Prozent aller verheirateten Männer und Frauen zu, entweder bereits einmal fremdgegangen zu sein oder einem Seitensprung gegenüber nicht abgeneigt zu sein. Sorry! Dumm gelaufen!"

[P.S.: Ein guter (also durchdachter und hämefreier) Beitrag zum Thema erschien vor drei Tagen bei Josef Bordat]

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