Montag, 28. Mai 2012

"Der letzte Ritter der Moderne"

Paul Badde auf kath.net über Vernunft und Tradition und den heiligen Faden der Erinnerung:
    Es war nicht weniger als eine Perversion vom alten Verständnis der Vernunft, die damit zunehmend als quasi autonom gedacht und vergöttlicht wurde. Der absurde Kult einer derart losgelösten und absoluten Vernunft gipfelte schon in der Französischen Revolution darin, dass die Jakobiner eine Hure als Allegorie der „Raison“ auf dem Altar von Notre Dame tanzen ließen. Es war das Vorspiel zu dem Klacken der gut geölten Guillotine auf der Place de la Concorde von Paris. So ging es zu mit der ersten Vergötzung der Vernunft. Vernünftig war das nicht mehr. Es war eine Entwicklung mit enormen Opferzahlen, die der Aufklärung selbst allergrößten Schaden zufügte. Benedikt XVI. hat deshalb im Beharren auf dem ursprünglichen Verständnis der Vernunft auch nicht weniger als eine Reinigung der Aufklärung selbst im Sinn.

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