Montag, 21. Mai 2012

Bizarr...

In der Printausgabe der Saarbrücker Zeitung vom heutigen Tage findet sich eine Rückschau auf den Katholikentag in Mannheim. Die Darstellung ist selbstverständlich voll kirchenvolksbegehrenkompatibel und ungehorsamsaufrufkonform.

"Gott" kommt genau einmal vor, nämich in dem Satz "Die konservativen Kirchenführer werfen den Kritikern Gottlosigkeit vor,...". Jesus Christus muß gleich ganz draußen bleiben.

Zwischen so viel dringendst benötigten Reformen wie dem Allround-Abendmahl, der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare, der Laien-Bemündigung (oder wie ist das Gegenteil von Entmündigung?), der Gemeindereferenten-Predigt etc ist nicht mehr viel Platz für einen echten Aufbruch, der nicht nur schaut, wo die Schützengräben verlaufen, sondern der überraschenderweise mal die Einheit in Christus in den Mittelpunkt stellt, um in Deutschland einen Katholizismus zu präsentieren, der (nicht nur aber besonders) jungen Männern Lust macht, ihrer Berufung auf diözesaner Ebene zu folgen und nicht entweder zu noch nicht geweihtem Schüller-Futter zu werden oder schreiend das Weite zu suchen in Richtung eines altliturgischen Institutes.

Aber wo schon Kinder und Jugendliche gefragt werden, was sie als Papst täten, da scheint der Weg über die persönliche Beziehung zu Gott und über das Priestertum natürlich ein wenig obsolet.

Kommentare:

Andrea hat gesagt…

Oh je, so richtig viel "Gott" und "Jesus" kommt in meinem Katholikentagsrückblick (http://5brote2fische.de/2012/05/uberraschung-katholikentag/) auch nicht vor, aber ganz oft "Glaube" und zweimal "Beichte" - gilt das notfalls auch? ;-)

Alipius hat gesagt…

@ Andrea: ** grmmmbl... ** Na schön, ich will noch mal ein Auge zudrücken... ;-)

Andrea hat gesagt…

puuuuh ... *schweißvonstirnwisch*

Cinderella01 hat gesagt…

Also ich bin jetzt mal so frei und verlinke auf unseren kurzen Rückblick auf München am Samstag.
http://beiboot-petri.blogspot.de/2012/05/kleine-nachlese-19-mai-2012.html
Fakt ist doch, dass wegen eines Fußballspiels (!) zwischen 180.000 und 200.000 Menschen unterwegs waren, während in Mannheim gerade mal 80.000 einen "Aufbruch wagen" wollten - verteilt über 4 Tage. Ich finde, das ist - wenn man bedenkt, dass es in D an die 25 Mio. Katholiken gibt, doch sehr, sehr wenig.

Anonym hat gesagt…

Also, irgendwelche Jäger unter den Lesern?

Ein erlegtes Wild wird nach dem Abschuss "aufgebrochen" (dh, es werden die Innereien entnommen, die schnell verderben; tut man das nicht, wird das ganze Wildbret ungenießbar). Meinen die so etwas? Und warum heißt es "wagen"? Ein solcher Aufbruch ist doch für jeden Jäger notwendig ...

Pompous Ass