Freitag, 13. April 2012

Und damit ich nicht der Einzige bin, der ihn nicht zitiert...

... bringe ich Helmut Schüllers Aussagen zur Auferstehung auch:
    ÖSTERREICH: Glauben Sie an die Auferstehung?

    Schüller: Da gelangen wir an die Grenzen unserer ­Erkenntnis. Da stammelt ja auch die Bibel nur mehr herum. Aber die Botschaft ist klar: Jesus, aber auch jeder Mensch, lebt weiter, wirkt weiter. Ich werde in meiner Osterpredigt meiner Gemeinde sagen: Es gibt eine Auferstehung für jeden, lange schon vor dem Tod. Für ­jeden ist immer eine kleine Auferstehung im täglichen Leben möglich – man kann sein Leben immer neu ­beginnen, man kann immer mutig sein, und man braucht sich nicht vor dem Tod zu fürchten. Ostern ist ein Fest, das Mut machen soll.
Nicht, daß ich mich zu Widerspruch bewegt fühle, wenn Schüller sagt, daß man sein Leben immer neu beginnen kann, daß man mutig sein kann und daß man sich vor dem Tod nicht zu fürchten braucht.

Aber eine stammelnde Bibel hätte ich dann doch gerne schon mal gelesen.

Und eine Auferstehung vor dem Tod ist wie das Betreten eines Zimmers vor dem Öffnen der Türe. Die Kopfschmerzen mag sich antun, wer will. Ich nicht.

Kommentare:

Johannes hat gesagt…

Ach! Kennst du denn nicht das wunder-wunderschöne Lied: "Manchmal feiern wir mitten am Tag, ein Fest der Auferstehung, Stunden werden eingeschmoholzen und ein Glühück ist daaaahaaaa! Stunden werden eingeschmoholzen und ein Glühück ist daaaaa."

Johannes hat gesagt…

Bis jetzt wusste ich gar nicht, dass sich die Reformatoren neuerer Zeiten auch in diesem, kläglich, ängstlichen Unglauben derart ähneln. Solche Bekenntnisse mussten wir seinerzeit auch von Drewermann und so ziemlich allen Reformern hören, mit denen man uns damals fütterte.
Die Dinge wiederholen sich, dass einem langweilig werden möchte. Das ermutigt, mich wieder in meinen geliebten, kernigen Thomas zu vergraben...

gerd hat gesagt…

>>Aber eine stammelnde Bibel hätte ich dann doch gerne schon mal gelesen<<

Ich bin selber betroffen (Stotterer), könnte Dir was vorlesen, dann bekommst Du einen Eindruck von stammelnder Bibel. Schüller reiht sich ein in die Nichtfischundfleischtheologen, die so unendlich viel zerstören. Dieses Gesalber von kleinen Auferstehungen im täglichen Leben hängt einem so weit aus dem Hals, dass man beim Friedensgruß Platzangst bekommt. Da lob ich mir unsern Pastoralreferenten OT: "Alle kommen in den Himmel, keiner ist verloren! Selbst die, die sich nicht an die kirchlichen oder staatlichen Gesetze halten können oder (aufgemerkt) wollen!"
Ja das ist doch mal ein Wort. Breivik, der mal eben über 70 Menschen erschossen hat, friedlich neben Mutter Theresa im Himmel und den Kaffee serviert von Himmler und Heidrich. Man kann gar nicht soviel essen wie man......du weißt schon.

Bastian (Sierra Victor) hat gesagt…

Und eine Auferstehung vor dem Tod ist wie das Betreten eines Zimmers vor dem Öffnen der Türe. Die Kopfschmerzen mag sich antun, wer will. Ich nicht.

Das habe ich zu meiner neuen Signatur in einem Forum gemacht. Das ist genial!

Arminius hat gesagt…

Dieser Herr Schüller wird denselben Weg gehen wie Drewermann. Und den vermißt mittlerweile auch niemand mehr.

Anonym hat gesagt…

Eine Auferstehung im Schüllerschen Sinne lege ich also tagtäglich hin, wenn ich mich in der Früh gegen die Schwerkraft aus dem Bett in die Senkrechte hochkämpfe ... Genial. Wirklich.

Der Mann ist fast schon wieder bemitleidenswert: Hat den Glauben an Gott verloren, gilt aber in Österreichs Meanstream-Media als Zukunftshoffnung für die Kirche. Wo steht das "Und ihre Werke folgen ihnen nach"?

Mehr habe ich zu diesem Möchtegerndl nicht zu sagen.

Pompous Ass

Severus hat gesagt…

"Glauben SIE ...?" - "Da gelangen WIR ..." - Das sagt ja schon alles!