Sonntag, 1. April 2012

Lieber mit Hüten werben als protestantisch sterben!

In seinem "Hatten die Reformatoren doch recht?"-Artikel im EUROPEAN vom 28.3. meint Alexander Görlach:
    Im Jahr 50 nach der Einberufung des Zweiten Vatikanischen Konzils, das den Katholizismus modernefähig machen sollte (rund fünfhundert Jahre nachdem die Moderne mit der Erfindung des Buchdrucks und der Entdeckung Amerikas begonnen hat), ist diese katholische Kirche im Land des Heiligen Bonifatius ein Leichnam im barocken Gewand.
... und findet abschließend:
    Lieber evangelisch als konfessionslos.
Wieso? Weil die evangelische Kirche im Land des Heiligen Bonifatius momentan ein nie versiegender Brunnen jugendlicher Kraft ist?

Zudem:


Wartet, bis wir wieder ALLES hervorkramen, was die staubbedeckte Kleiderkiste herzugeben hat. Dann können wir nochmal über das "barocke Gewand" sprechen!

1 Kommentar:

Nachtbriefträger hat gesagt…

"Wieso? Weil die evangelische Kirche im Land des Heiligen Bonifatius momentan ein nie versiegender Brunnen jugendlicher Kraft ist?"
Nun ja, das ist die katholische Kirche auch nicht. Im Bistum Erfurt, wo Bonifatius Bistumspatron ist und die Dona-Eiche gefällt hat, gibt es derzeit ca. 156.000 Katholiken (laut Statistik). Das sind ca. 6,9 Prozent der Gesamtbevölkerung. Wenn es das katholische Eichsfeld nicht gäbe, wären es noch weniger. 550.000 EKD-Christen gibt es in Thüringen. Aber 70% der Bevölkerung gehören keiner Konfession an. Das ist der Stand der Dinge. Und die letztere Fraktion vergrößert sich stark durch Kirchenaustritte in allen Konfessionen, durch hohe Sterbeziffern und rückläufige Geburten. Dann schon lieber evangelisch getauft als gar nichts.