Freitag, 10. Februar 2012

Let's get ready to rumbleeeeeeeeeeee!

In diesem Jahr stehen wieder die Weltmeisterschaften im Parlaments-Raufen an! Klosterneuburger Marginalien wurden exklusiv einige Photos zugespielt, auf denen Trainingseinheiten aller acht Nationen, die sich für die Endrunde qualifiziert haben, zu sehen sind. Werfen wir zuerst einen Blick auf die Außenseiter:

Mexico: Zum ersten Mal dabei und gleich müssen die Mexikaner mit der Rolle des Geheimfavoriten fertigwerden. Zwar fehlt es dem unerfahrenen Team noch an Timing, aber dafür warten sie immer wieder mit erfrischenden Choreographien auf.




Südkorea: Ebenfalls nicht chancenlos ist das Team aus Südkorea, welches man auf diesem Schnappschuß bei seinem legendären Sieges-Jubel sieht: Das kollektive High-Five nach erfolgreich entferntem Toupet.




Kuwait: Den Ölscheichs werden nur Außenseiterchancen eingeräumt. Parlaments-Raufen ist von seiner Natur her bereits ein Sport, bei dem das Auge des Zuschauers und auch des Schiedrichters pfeilschnell mithalten muß. Da tragen exklusiv weiße Trikots nur zur Unübersichtlichkeit bei. Es ist erstaunlich, daß der Verbandspräsident nach der Pleite von 2008 hier nicht den Mut besaß, mit der Tradition zu brechen und die international längst üblichen Mehrteiler in verschiedenen Farben (oder wenigstens verschiedenen Farbabstufungen) einzuführen.




Somalia: Auch Somalia wird wohl die Runde der letzten vier erneut nicht erreichen können. Zwar hat man exzellente Einzelspieler, die sich besonders im umstrittenen Geräte-Raufen sehr hervortun. Als Team finden die Afrikaner aber einfach nicht zusammen.




Türkei: Mit der Türkei beginnt das Favoritenfeld. Die Männer vom Bosporus sind erfahrene Haudegen, deren besondere Stärke im Textil-Raufen liegt.






Taiwan: Das international nach wie vor unübertroffene Rudel- und Pyramiden-Raufen der Taiwanesen dürfte dem noch jungen Team auch in diesem Jahr wieder einen vorderen Platz sichern.






Italien: Ob die Italiener es auch bei den diesjährigen Weltmeisterschaften wieder fertigbringen werden, mit ihren unspektakulären aber wie geölt ablaufenden Rauf-Opern das Finale zu erreichen? Warten wir es ab!






Ukraine: Die Frage ist und bleibt: Wer soll die Alleskönner aus der Ukraine schlagen? Von Textil- über das Partner- bis hin zum Rudelraufen hat der Rekordmeister einfach alles drauf, spult sein Programm mit traumwandlerischer Sicherheit runter und hat immer wieder eigenwillige aber wirksame Ideen, wie z.B. das Werfen mit Straußen-Eiern.







Kommentare:

Marcus, der mit dem C hat gesagt…

Harry Hirsch merkt hierzu an, daß der Sport in Kuweit unter dem Legionärsverbot leidet, d.h. daß sich die Kuwaitis nicht des gegendüblichen "Kämpfen-lassen" bedienen können.

Aus der Ukraine steht noch die Antwort auf die Frage aus, in wie weit die Klitschko-Brüder Profi-Status bekommen können (als Parlamentsraufer), und ob ihr Boxprofistatus dabei hinder ist oder nicht. Bisherige Einsätze als Amateure in nationalen Ausscheidungen führten jeweils zur spontanen Aufgabe der Gegner, der Verbandspräsident konnte bisher für dieses Phänomen keine hinreichende Erklärung ermitteln, da er nicht so schnell rennen kann, wie die Parlamentarier.

gerd hat gesagt…

Die Ukraine ist klarer Favorit. Auf dem vorletzten Bild, können wir sogar einen Taschendiebstahl beobachten. Es kommt halt nur auf die Ablenkung an, gell?

Charlotte hat gesagt…

*SCHEPPER!!!!!*

Katharinasvetlanaviviorka hat gesagt…

demokratie ist was feines

Bellfrell hat gesagt…

Ach wie Schade, daß Österreich daran nicht teilgenommen hat. So ein ausgewaschener "Mann- gegen- Mann- Kampf" ;-) zwischen Glawischnig und Rudas oder Haare- ziehen, Cap gegen Westenthaler, das wär schon nett gewesen und hätte vielleicht für einen Platz unter den ersten 10 gereicht.

So tippe ich nun mal auf den Außenseiter mit dem Toupet.

*ROFL*

thysus hat gesagt…

Hach - Alipius! Welche sprachliche Ausdruckskraft! "erfrischende Choreographien" "Geräte-Raufen" "Rudel- und Pyramiden-Raufen" - herrlich! Es fehlt übrigens die Benennung des das für die türkische Mannschaft wohl übliche "Schnurrbart-Raufen". Gendergerechter Sportgeist wird hier leider (noch) problematisch sein.