Mittwoch, 8. Februar 2012

Hmm...

Lady Gaga ist ja wegen ihrer leicht bekloppten Kostüme und ihrer zumindest für mich nicht wirklich interessanten Musik nicht so mein Ding. Plus: Das ständige Rumspielen mit christlichen Symbolen ist irgendwie auch alt.

Aber: Jetzt sehe ich dieses A-capella-Video von Born this Way und kann ein mildes Gefühl des Respekts nicht unterdrücken. Erstens ist die Stimme okay, zweitens wirkt die Lady trotz mega-sluttigem Outfit irgendwie menschlicher als in ihren Videos und drittens erkennt man da doch kurz vor Auftritt tatsächlich gefaltete Hände und ein Kreuzzeichen.



HT an Leser Bjelka für den Tip!

Kommentare:

Katharinasvetlanaviviorka hat gesagt…

ich dachte bis vor vier wochen, daß frau Stefani Joanne Angelina Germanotta ein kunstprodukt sei, vielleicht sogar ein mann, aber seitdem ich ein paar acapella und pianoauftritte gesehen habe, finde ich, ebenso: alter, respekt, was für eine leidenschaft, so was können nur italienische katholiken. und glaubt mir, ich bin arzt, sie ist kein mann.
katharinasvetlanaviviorka
(bjelka)
ganz großes kino

Tancred hat gesagt…

Mit oder ohne Instrumente ist sie schrecklich.

Michel hat gesagt…

Wow! Ganz, ganz großes Kino. Die Frau hat nicht nur Charisma, sondern auch den Blues. Ihre Phrasierungen sind super, die Intonation ist untrüglich und der Song ist auch noch gut. Würde auch gut als Akustik-Bluesversion durchgehen! Ab heute bin ich Fan!

Katharinasvetlanaviviorka hat gesagt…

ey, Michel, so gings mir auch. Du mußt ma bei youtube nochn paar acoustic versionen angucken, am härtesten ist, wenn nur sie, das klavier und der blues, stimmt das trifft es, ich finde inzwischen, seit der Propofolüberdosierung des King of pop, ist sie der größte lebende unterhaltungsmusiker.

Anonym hat gesagt…

So weit mir bekannt, ist Lady Gaga katholisch.

gerd hat gesagt…

Die Katholikinnen die ich kenne, tragen zumindest andere Kleidung. Aber weg mit den Vorurteilen. Sonst wird man noch GaGa.

Phil hat gesagt…

Das Lied wurde von Perez Hilton als Homosexuellen-Hymne gefeiert, und Zeilen wie

"No matter gay, straight or bi, lesbian, transgendered life
I'm on the right track, baby, I was born to survive"

in einem Lied namens Born this way hinterlassen doch einen fahlen Beigeschmack.

Kathatrinasvetlanaviviorka hat gesagt…

na, logen! ist die katholisch, ma auf die Gesten achten! and in "yoü and I"
auch ne sehr schöne acoustic version bei youtube, sie im blauen kostüm und nur sie und das piano.
"There's only three men that I'ma serve my whole life.
It's my daddy and Nebraska and Jesus Christ."

und außerdem, ich bitte Euch, italienische Eltern und getauft auf
*Stefani Joanne Angelina*
logen ist sie Anteil und Stern und Botschafterin der Heiligen Katholischen Kirche, so wie wir alle, die wir getauft sind.

Anonym hat gesagt…

Gaga - die Nachfolgerin der Sängerin Madonna - noch einen Tick durchgeknallter, aber die Stimme !!!

Was ist eigentlich mit blogger.com los? Erkennt keine ID von Wordpress mehr. Ich bin echt am Verzweifeln, wenn ich mal einen Kommentar abgeben will.

Grüße vom Nachtbriefträger

Chris Mirabilis hat gesagt…

Naja, ich hoffe, sie kriegt noch die Kurve, was das Katholischsein und sich auch so benehmen angeht (man muß auch bedenken: die meisten von uns haben auch einige bis viele Leichen im Keller, nur sind unsere Leichen halt nicht öffentlich...). Aber die Grundlagen sind da.

http://mantillawithme.blogspot.com/2010/09/lady-gaga-dons-mantilla.html

Katharinasvetlanaviviorka hat gesagt…

Das ist natürlich eine krasse Herausfordeung und gleich ein Pfeil inmitten die großen philosophischen Auseinandersetzungen dieses dieser Jahre kochenden Kulturkampfes. Richtig ist, daß Frau Stefani Joanne Angelina Germanotta sich in der Homosexuellenszene für deren Rechte stark macht. Ihre eigenen sexuellen Vorlieben sind, so hoffe ich doch, wie von uns allen, mal eben reine Privatsache. Und das ist ja das Großartige, an dem lieben und oft auch bösen Gott, daß die Welt in ihrer konkreten Ausgestaltung nicht schwarz-weiß gestrickt ist, sondern sich dialektisch darstellt. Mal außen vor, daß der Geschlechtsakt ob nun hetero- oder homosexuell, ein Ziel innerhalb des Sakramentes einer naturgemäß heterosexuellen Ehe hat, und uns Jesus diese Disziplin im Namen der Liebe durchaus zutraut,ist es ja nun schon so, daß auch Betonkopfkonservative, die Gesetze auswendiglernen und das Denken dabei vergessen, anerkennen müssen, sollten, dürfen, daß Homosexuelle mit mehr Liebe und Zuneigung und Verständnis für ihre Krankheit rechnen dürften, könnten sollen dürften. Und zudem ist ja nun Frau Stefani Joanne Angelina Germanotta nicht dadurch, daß sie in der Öffentlichkeit, wer machte es von uns in der Mensa oder im Restaurant?, in Gesten und Zeichen zu ihrem Glauben steht, gleich von Irrtum frei in jeder ihrer Lebensäußerung, und eine Freude über ihre Leidenschaft in ihrer Musik bedeutet ja nun nicht, jede ihrer philosophischen und politischen Meinungen wie ein Teenager als gottgegeben und wahr, weil Idol, anzunehmen. Meine Fresse, laßt sie doch sich für Rechte von Homosexuellen einsetzen, die Welt ist bunt, farbenfroh und Anlaß zu Leidenschaft. Das zum Bleistift Rechte von Kindern und Schutz von Kindern höher stehen, als die Wünsche von Schwulen und Kampflesben, so zu tun, als könnten sie heiraten, kann man, glaube ich, in ein zwei Sätzen zumindest sechsjährigen Christen sehr einfach und plausibel erklären.

gerd hat gesagt…

>>es ja nun schon so, daß auch Betonkopfkonservative, die Gesetze auswendiglernen und das Denken dabei vergessen, anerkennen müssen, sollten, dürfen, daß Homosexuelle mit mehr Liebe und Zuneigung und Verständnis für ihre Krankheit rechnen dürften, könnten sollen dürften.<<

So, so. Homosexuelle Menschen sind also krank und bedürfen unserer Hilfe, Liebe und Zuneigunng. Das werde ich mal in unserer nächsten PGR Sitzung unter dem TOP "Verschiedenes" anmerken. Mal schauen wie weit ich komme, als hirnloser Betonkopfkonservativer wie ich einer bin. Ich hoffe bis zur Türe.

Marcus, der mit dem C hat gesagt…

Über den Stand "Homosexualität ist eine Krankheit" ist die LGBT-sonstwie-Bewegung längst weg, denn wie meinte ein amerikanischer Politiker so schön: "Wer krank ist, muß bei seiner Genesung mitwirken wollen!

Katharinasvetlanaviviorka hat gesagt…

wieso dann sagt man einfach, wir sind doch alle für den interreligiösen Dialog und man kann das Thema doch mal in aller Ruhe mit seinem Schariabeauftragten des Vertrauens aus der nachbarschaftlichen Moschee erörtern.