Dienstag, 7. Februar 2012

Happy 200th Birthday,...

... Charles Dickens!


Eine gute Würdigung findet man beim Morgenländer. Da der schon so ziemlich alles sagt, bleibt mir nur eine Bemerkung:

Für mich ist das Hauptkriterium bei fiktiver Literatur, ob sie Spaß macht und ob sie in meinem Kopf Welten baut. Und da ist Dickens ganz weit vorne mit dabei!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das ist doch der, bei dem die Guten von Geburt an gut sind und auch gut bleiben, wenn sie unter Kriminellen aufwachsen - und bei dem die ganz Schlimmen, die unbekehrbar Schlimmen jedenfalls Juden sind.
Also, ick weeß nicht.
A Christmas Carol: Ja!
Oliver Twist: Bitte auf gar keinen Fall!

<a href="http://kalliopevorleserin.wordpress.com/>kalliopevorleserin</a>

Charlotte hat gesagt…

@Anonym: Sorry, aber hier muss ich leider kurz Feuerwehr spielen und in die Bresche springen.
Fagin, der Jude aus "Oliver Twist" ist zwar ein Schurke, aber beileibe nicht der Einzige; und einige von Dickens allerschlimmsten Superschurken sind Christen, ich erinnere hier gerne an den unübertroffenen Uriah Heep.
Riah, der Jude aus "Our Mutual Friend" ist ein gütiger, hilfsbereiter Mann.
"Bei Dickens gibt es keine festen Identitäten; alle Gewissheit ist fließend, einzig der Charakter ist fixiert. Dass Selbsterkenntnis einem nicht zufällt, sondern hart errungen werden muss - diese Erkenntnis hat Pip, die komplexeste und daher eindrucksvollste unter Dickens’ Hauptfiguren, des Dichters früherem Selbstporträt als ungebrochener Held David Copperfield voraus." http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/charles-dickens-zum-200-geburtstag-er-brachte-den-englaendern-das-wetter-bei-11627500.html

So ähnlich sehe ich es auch. In der letzten Zeit sind einige lesenswerte Artikel erschienen, die Dickens etwas aus der literarischen Musikanten-Stadl-Ecke holen, in die er wirklich nicht gehört.