Sonntag, 19. Februar 2012

facebook-Hetze gegen Hamsa Kaschgari...

SpOn berichtet:
    Mehr als 25.000 Menschen sind bislang der Facebook-Gruppe "Das saudische Volk will die Bestrafung von Hamsa Kaschgari" beigetreten. Die meisten User, die sich auf der Pinnwand der Gruppe äußern, lassen keinen Zweifel daran, wie diese Strafe aussehen muss: Sie fordern den Tod des 23-jährigen Journalisten...

    Die englische Facebook-Seite "Save Hamza Kashgari" zählt bislang nicht einmal 700 Unterstützer. Eine Petition, die seine Freilassung fordert, haben bis dato nur knapp 5000 Menschen unterschrieben.
Über 25.000 facebook-User (von denen mit allergrößter Wahrscheinlichkeit so ziemlich alle Muslime sind) werden Mitglieder der Seite "Das saudische Volk will die Bestrafung von Hamsa Kaschgari"". Die meisten dieser User, also die Mehrzahl, also mindestens 12.501 sagen "Tötet ihn!"

700 + 5.000 (unter denen möglicherweise auch eine gewissen Anzahl Nicht-Muslime sein dürfte) sagen "Laßt ihn in Frieden!"

Habe ich mir darunter jetzt einen repräsentativen Durchschnitt durch das muslimische Empfinden und Wunschdenken vorzustellen?

Wenn nein, warum nicht?

Wenn ja, was bedeutet das für Länder, in denen die Zahl der Muslime eher zu- als abnimmt?

Kommentare:

Elsa hat gesagt…

Und was bedeutet es eigentlich für Facebook, dass diese Seite immer noch nicht abgeschaltet ist?

Anonym hat gesagt…

Traurig vor allem, dass Facebook, eine US-Firma, das zuläßt. Die USA haben offenbar höchstes politisches Interesse am Gedeihen des islamischen Fundamentalismus.

Johannes hat gesagt…

Wobei sowohl das Entstehenkönnen, als auch das Verbleiben ganz auf der Zuckerbergschen Philosophielinie liegt. Das Zeigen von allem Zeigbaren ist hier gleichbedeutend mit gut. Fast so, wie in der Scholastik Sein schon gleich gutsein heißt.

Anonym hat gesagt…

Ad Anonym, 13:17h

Warum sollte Facebook gegen diese Seite vorgehen?
1. Diese Leute nehmen nur ihr Recht auf freie Meinungsäußerung in Anspruch (dieses Recht wird von der US-Verfassung geradezu heilig gehalten - Resultat: Internetpräsenzen von Neonazis auf US-Servern ...)
2. Da es sich um Muslime handelt, darf man nicht diskriminieren oder zensieren, denn das wäre ein Zeugnis für den "Hochmut der 1. Welt"

So - genug Ironie.

Zur Frage von Hw. Alipius, was das für Länder bedeutet, in denen die Zahl der Muslime zunimmt: Nach den obligatorischen Hinweisen darauf, daß es "den Islam" nicht gibt und die saudische nur eine (aber eine besonders brutale) unter mehreren Rechtsschulen ist, geht meine Auffassung dahin, daß wir Christen es machen werden wie die Kardinäle: Zeugnis ablegen, usque ad effusionem sanguinis.

Pompous Ass