Montag, 30. Januar 2012

Was tun...?

Dem Hochhuthschen Schweigepapst-Mythos ging es in diversen Publikationen der letzten Jahre ziemlich an den Kragen.

Was macht man da als Theater/Intendant, wenn man das Stück trotzdem aufführen möchte, ohne die neueren Forschungen würdigen zu wollen? Man bettet das Ganze in eine "Moderne Rahmenhandlung" ein:
    Es beginnt mit zwei Studenten, die - vermutlich in der Uni-Bibliothek - lebhaft über die Rolle des Vatikans im Dritten Reich diskutieren. Der eine klagt die Haltung der Kirche an. Sie hätte sich weggeduckt. Und damit klar Schuld auf sich genommen. Der andere verteidigt die Führung in Rom, sagt lachend zu seinem Kommilitonen, er hätte wohl zu viel Hochhuth gelesen.

    Doch dann beginnt er zu lesen in den Unterlagen und Geschichtsdokumenten [in welchen genau...?] und muss erkennen, dass die katholische Kirche [Wurde das Stück in "Die Stellvertreterin" umbenannt? Oder steckt im "Ubi Petrus..." doch soviel Wahrheit, daß selbst die SÜDDEUTSCHE nicht anders kann?] wohl doch nicht richtig gehandelt hat.
** schnarch... **

Kommentare:

Thomas Didymos hat gesagt…

No jokes with names, please. Der Mann hieß Hochhut und egal was er fabriziert hat, egal wie falsch er damit gelegen hat, egal was er geäußert hat, er als Person verdient immer soviel Respekt, daß man seinen Namen nicht verunglimpft.

Matthias

Anonym hat gesagt…

Ja klar.
Die Schweizergarde ist nicht mit gezückten Hellebarden choralsingend in Deutschland einmarschiert, um den Föhrer zu stürzen. Da sieht man doch, wie gleichgültig denen alles ist.

Kalliopevorleserin

Alipius hat gesagt…

@ Thomas Didymos: Ha! Das ist ja witzig! Das ist ein rein freudscher Verschreiber! Ich weiß natürlich, wie der Mann heißt und ich hatte keinesfalls vor, an seinem Namen herumzushrauben. Das ist mir aus der Feder gerutscht, ohne daß ich es gemerkt habe.

damasus hat gesagt…

naja und da der neuen Name Hochmuth- wie angegossen sitzt ( das Wesen eines wwahren Freudschen Versprechers), sollte man vielleicht nicht ganz so bierernst auf den Buchstabendreher reagieren.

L. A. hat gesagt…

...richtig,

aber man kann konstatieren, daß der, der eine als Theaterstück getarnte tatsachenresistente Verleumdungs- und Propagandaschmonzette - (nach Papstbesuch und Heesemann -Buch offenbar nach dem Motte: jetzt erst recht!) - wieder auf die Bühne schleppt, doch tatsächlich einfach so Stückl heißt :-)

(von handwerklichen Anmerkungen zum Autor wie zum Regisseurs sehe ich jetzt mal höflich ab, darum geht's hier nicht und auch leider nicht im Münchner Volx -Theater in dieser Ägide)

Thomas Didymos hat gesagt…

@Alipius: Ach so. Ich muss aber zugeben, daß ich es dir für einen Moment tatsächlich zugetraut habe. Entschuldige bitte, so etwas ist ja tatsächlich nicht Deine Preisklasse.

Matthias

Alipius hat gesagt…

@ Matthias: Och... Kann hin und wieder durchaus auch mal meine Preisklasse sein. In diesem Fall war's allerdings nicht so ;-)