Samstag, 28. Januar 2012

Thomas von Aquin


    Klugheit betrachtet die Wege zur Glückseligkeit; Weisheit aber betrachtet den Inbegriff der Glückseligkeit selbst.

    (ST I-II, 66-5 ad2)

Haufenweise Material zum Tagesheiligen gibt es bei Josef Bordat in einer blogeigenen Linkrutsche

Kommentare:

Thie hat gesagt…

Mein Namenspatron ist für mich schwer verständlich. Ich freue mich aber das seine gedanken so zeitlos sind daß man sich heute damit beschäftigen kann und muß. Wie jeder Mensch seiner Zeit war auch er ein Kind seiner zeit.
Ich finde es rührend daß er zeitlebens Angst vor Gewittern hatte, sicherlich ein Kindheitstrauma, eine Schwester soll vom Blitz erschlagen worden sein.
gruß Thie

Josef Bordat hat gesagt…

Thomas' Werk ist wirklich keine leichte Kost, eine Beschäftigung mit diesem wird schnell zur Lebensaufgabe. Dabei sind die Grundzüge seines Denkens recht klar formuliert, alles ergibt sich sehr stringent aus dem als unhintergehbare Wahrheit vorausgesetzten christlichen Glauben.

Probleme bringt der Thomismus damit auf zwei Ebenen: 1.) Bin ich bereit, die Prämissen zu teilen? 2.) Bin ich bereit, die Konsequenzen zu tragen? - Das erste sollte einem als Christ nicht schwer fallen, das zweite fällt jedoch dem „modernen Menschen“ nicht so leicht.

Man darf sich keine philosophische Schule als abgeschlossen vorstellen, auch nicht den Thomismus. Vieles sollten wir erhalten, weil es eine zeitlose Wahrheit birgt, einiges aber auch verwerfen, weil es Bedingungen und Erfahrungen des 13. Jahrhunderts aufgenommen hat, die nicht mehr zu halten sind. Alles jedoch ist wert, von uns weitergedacht zu werden. Thomas von Aquin zählt zu den zehn wichtigsten Philosophen aller Zeiten. Möchte ich einfach mal so behaupten.

Eine gute und unterhaltsame Einführung hat Timothy Renick geschrieben. Ich habe sie mit großem Gewinn gelesen und vor zwei Jahren auch besprochen (ein Link, der in der Rutsche fehlt): http://jobo72.wordpress.com/2010/01/28/thomas-von-aquin/

LG, JoBo