Samstag, 7. Januar 2012

Schnauze voll!

Seit Donnerstag wurden im Norden Nigerias schätzungsweise weitere 30 Christen durch Anschläge der islamistischen Gruppe Boko Haram getötet.

Man darf ja jetzt bei solchen Nachrichten nie direkt etwas gegen den Islam sagen. Andererseits ist rein von den Phänomenen her der Islam eng mit solchen Terrorakten verbunden. Schließlich berufen sich die Attentäter ja selbst immer darauf, gegen Ungläubige vorzugehen und sehen sich selbst als Muslime. Jetzt kann gerne die Mehrheit aller Muslime hingehen und sich von solchen Terrorakten distanzieren. Das ändert aber für mich als (noch indirekt) Betroffenem nichts an der Tatsache, daß es in sehr vielen Ländern der Erde Terror gibt, der im Namen des Islam verübt wird und sich gegen Christen richtet. Wünschenswert wäre also ein Islam, der es fertigbringt (bzw fertiggebracht hat) das Krebsgeschwür des Terrors herauszuschneiden. Die Frage ist: Kann und will ich es mir leisten, einfach still dazusitzen und zu warten, bis der Islam soweit ist? Oder sollte ich selbst dann und wann darauf hinweisen, daß dort, wo "Islam" draufsteht hin und wieder Tod und Terror drin sind?

Offensichtlich werde ich da Probleme bekommen, denn...:
    Die deutschen Verfassungsschutzämter bereiten eine systematische Beobachtung der islamophoben Szene in Deutschland vor. Der Leiter des Hamburger Verfassungsschutzes, Manfred Murck, sagte der Berliner Zeitung, es würden eine Reihe von Websites überprüft. Ob und welche bereits als extremistisch eingestuft wurden oder eingestuft werden sollen, wollte er noch nicht sagen.
Tja... Wo endet das Beobachten und Fragenstellen und wo beginnt der Extremismus?

Ich weiß es nicht.

Was ich weiß, ist dies: Wenn ich lese, daß 70-75% aller wegen ihrer Religion verfolgten Menschen Christen sind; wenn der Weltverfolgungsindex zeigt, daß neun der zehn Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden, muslimisch geprägte Länder sind; wenn deutsche Islam-Konvertiten den islamistischen Terror mit der Geschmacksrichtung "Hausgemacht" anrühren; wenn Christen durch islamistischen Terror sterben, aber Muslime die Beleidigten sind, wenn man von islamistischem Terror spricht; wenn all dies geschieht, dann hat nicht nur der Islam ein Problem mit seinen Extremisten, sondern dann habe ich auch ein Problem mit dem Islam, egal wie "aufgeklärt" oder "moderat" oder "euroislamisch" oder "mißverstanden" oder "beleidigt" oder "verfolgt" er sich geben mag.

So einfach ist das.

Boko Haram...

Westliche Bildung ist Sünde...

Meinen die damit vielleicht so etwas wie "Stellt keine Fragen! Denkt nicht nach! Hört nicht auf die, die von Frieden und Vergebung sprechen! Schießt und bombt und freut euch über euren Glauben!"?

Kommentare:

Bellfrell hat gesagt…

Wo kann ich das unterschreiben?

Severus hat gesagt…

Ich auch!
Wenn der Verfassungsschutz DAS als "islamophob" verfolgt, dann will ich unbedingt dazugehören!

Gerd hat gesagt…

Polemikmodus an: Unter westlicher Bildung kann man natürlich auch die systematische Beobachtung islamphober Menschen verstehen, die aus unerklärlichen Gründen Angst vor islamistischem Terror verspüren. Insofern haben die Boko Haram Mitglieder gar nicht mal so unrecht. Polemikmodus aus.

Anonym hat gesagt…

Richtig! Und perfekt formuliert!