Montag, 2. Januar 2012

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Die hier angesprochene Grübelei geht auch drei Tage nach Zündung bei Josef Bordat immer noch ab wie Schmitz' Katze!

Neueste Beiträge (außer im Kommentarbereich des betreffenden Postings) gibt's auf Echo Romeo, Sankt Irenäus und bei Josef Bordat.

Es schält sich ein Grundtenor heraus, den ich auch in meinem Posting schon angedeutet habe: Vom "Brauchen" im Sinne von existenzerhaltender/-begründender Bedingung kann nicht die Rede sein, wohl aber davon, daß Gott in seiner Liebe sich durchaus sehnt, sich durchaus etwas wünscht.

Hier aus jedem der neuen Beiträge ein interessantes Zitat:
    Gott würde niemals mit der Menschheit untergehen. Abgesehen davon, dass es eine völlig falsch geartete Abhängigkeit postuliert, würde es Gott der Zeit unterwerfen: Gott kann nicht vergehen: er ist. Gottes Bedürfnisse – wenn es sie gibt - entspringen seiner Liebe, nicht seinem Existenzwillen. [Sierra Victor auf Echo Romeo]

    Ein Wollen, Wünschen, Sehnen macht GOtt nicht weniger allmächtig, nicht weniger vollkommen, nicht weniger die vollkommene Liebe, denn siehe bei den Zweihundertfünfundvierzig*:
      24. Das Wollen GOttes ist unendlich. 26. GOtt ist allmächtig.
    Genau eins drüber und eins drunter.
    [Marcus, der mit dem C auf Sankt Irenäus]

    Wichtig ist wohl, dass wir bei aller „Grübelei“ nie vergessen, dass wir über Gottesbilder nachdenken und sprechen, über Metaphern und Vergleiche, die letztlich alle „hinken“, weil unsere Vorstellung nicht hinreicht, um Gott so zu erkennen, wie Er ist. [Josef Bordat]

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* Die "Zweihundertfünfungvierzig": Eine übersichtliche Liste aller de fide-Glaubenssätze, die Ralf von pax et bonum vor fünf Jahren dem "Grundriß der Katholischen Dogmatik" von Ludwig Ott abringen konnte. War sicherlich ein Batzen Arbeit, deshalb nochmals ein "Dankeschön!" dafür.

Kommentare:

Ralf hat gesagt…

Mittlerweile wäre ich froher, wenn ich diese Liste nicht aufgesetzt hätte. Was der Glaube der Kirche ist, steht ja nicht im Ott, sondern im KKK (Stand 1992). Ein rein tabellarisches Auflisten ist kein Vergewissern à la "check, glaube ich, check, glaube ich ..." um festmachen zu können, wer drinnen und draußen ist.

Inhaltlich finde ich, daß die Liste sehr schöne Sätze aufweist - aber ihre netzweite Verwendung (nichts wurde von mir je mehr kopiert und verbreitet - zumeist ohne Quellenangabe) gefällt mirnicht, da sie oftmals der Abgrenzung dient.

Alipius hat gesagt…

@ Ralf: Ich habe es auch nicht als die "End all be all"-Liste der katholischen Dogmatik verstanden, sondern eher als eine sehr gute und umfassende Hilfe. Und zur Abgrenzung wollte ich die Liste wirklich nicht benutzen. Ich finde es einfach hilfreich, so eine Liste zu haben.