Mittwoch, 25. Januar 2012

Ein Grund,...

... warum die GLBT-Bewegung und ihre Lautsprecher und Befürworter manachmal rüberkommen wie eine Planierwalze, die alles kleinmachen will, was nicht von selbst und rechtzeitig vor ihr auf die Knie geht, sind solche Geschichten:

Zwei Schüler der Shawano High School/Wisconsin, wurden gebeten, für die Schülerzeitung einen Kommentar zum Thema "Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare" zu verfassen. Brandon Wegner, ein 15-jähriger Christ, argumentierte gegen die Adoption, der andere Schüler argumentierte dafür.

Nach Erscheinen der Zeitung meldete sich ein schwules Pärchen, dessen Sohn besagte Schule besucht, und beschwerte sich. Das ist natürlich ihr gutes Recht. Man liest etwas, das einem nicht gefällt und das einen persönlich betrifft und man wendet sich an die Quelle und beschwert sich. Kein Problem.

Die Schule entschuldigte sich. Okay, gut.

Die Schule wies aber in der Entschuldigung nicht auf die Natur solcher Publikationen hin, in denen in normalen Zeiten und Ländern auch mal Meinungen vertreten werden, die eben nicht jeder teilt, sondern ergriff sofort Partei und nannte das Verhalten von Wegner "Bullying" (schwer zu übersetzen... Bullies sind die tumben Muskeltypen, die auf dem Schulhof Schwächere rumschubsen und ihnen das Taschengeld abnehmen) und eine Form von Respektlosigkeit.

Damit nicht genug, wurde Wegner zum Schulleiter zitiert, von dem er sich erst einmal anhören durfte, daß er ein Bully sei, daß er ignorant sei und daß man die Macht habe, ihn von der Schule zu suspendieren. Die Eltern des Jungen wurden über diese Vorgnge nicht informiert.

Brandon bekam die Chance, seine Bedauern über seinen Kommentar auszudrücken, was er nicht tat, da er zu dem steht, was er schrieb. Das war der Moment, wo der Leiter ihm mit Suspendierung drohte.

Wohl gemerkt: Brandon Wegner wurde gebeten, einen Kommentar zu schreiben. Und es gab einen weiteren Kommentar, der sich für die Adoption aussprach.

Dem schwulen Pärchen mache ich hier - wie gesagt - keinen Vorwurf. Aber das Verhalten des Leiters ist erstens uncool und hinterläßt zweitens einen schalen Nachgeschmack der Note "... aber einige sind gleicher".

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Steve oder Brandon?

Alipius hat gesagt…

Brandon! Da kam auch ein Steve vor, und da bin ich bei der Übersetzung wohl ein wenig durcheinandergeraten...

Anonym hat gesagt…

Es gibt nichts abscheulicheres als politische Korrektheit. Denn sie ist Lüge in perfidester Form.

Phil hat gesagt…

Ich mach dem schwulen Paar einen Vorwurf. Homosexuelle müssen, wie jeder andere Mensch auch, damit leben, daß nicht jeder ihre Art zu leben toll findet. Das ist ganz normal, davon können wir Christen ein Lied singen. Und wenn wir uns über etwas beschweren, dann ist es nicht, weil eine andere Meinung als das Christentum, sondern NUR eine andere Meinung als dasselbe dargestellt wird.

Wenn Homosexuelle wieder diese Probleme haben, können wir gerne weiterreden.

Punkt zwei: Das Paar, bzw. das Kind, daß sie großziehen, hätte einen klärenden, durchaus wütenden Leserbrief schreiben können. Man hätte einen Beschwerdebrief an die Zeitung schicken können, einen eigenen Artikel beisteuern.... man hätte jedenfalls sich nicht sofort an die Schulleitung wenden müssen.

L. A. hat gesagt…

Hochachtung vor der Standfestigkeit dieses jungen Burschen, das ist heute nicht leicht in einer Umgebung, die sich erdreistet, völlig unverblümt nur noch konforme Ansichten zuzulassen, und diese ganz offen erpressen zu dürfen meint, mit der Macht einer Institution gegenüber einem 15 - Jährigen.
Ein echter Held, dieser Rektor!

Also wenn jetzt jedes Geltendmachen irgendeines "verletzten Gefühls" wessen auch immer zu "dasdarf nicht sein, das muß verboten werden" führt, statt in eine artikulierte Debatte... gute Nacht! (füg ich mal aus aktuellem Anlaß hinzu)

Anonym hat gesagt…

Ich habe mir jetzt beide Artikel durchgelesen. Und ich finde Maddie Marquardts Argumentation um Längen besser.
Aber zum einen hat Brandon Wegner nichts geschrieben, was den Tatbestand der Beleidigung (oder sonst einen Tatbestand) erfüllt. Zum andern hat er, indem er diesen Artikel verfaßte, einen Auftrag der Schule erfüllt. Und schließlich steht in dieser Schülerzeitung nun ein ganz vorbildliches Beispiel demokratischer Diskussion: Pro und Contra haben gleich viel Platz, stehen auf einer Seite, sind von etwa gleich alten Schülern der gleichen Schule verfaßt - also von Leuten, die vergleichbare Bildungschancen haben.
Wenn jetzt Brandon beschuldigt wird, gemobbt, angegriffen oder beleidigt zu haben, macht sich die Schulleitung lächerlich.

Claudia