Freitag, 9. Dezember 2011

Wer kein Leben hat,...

... der nimmt den Anderen das Ihre.

Jetzt, wo Josef Bordat sich anschickt, in fünf Teilen "eine ganz kurze Geschichte der Barbarei" zu veröffentlichen und dabei unter anderem das Phänomen untersucht, welches dem Anderen, dem Opfer, dem Fremden "intellektuelle Unzulänglichkeit" zuspricht, sei mir ein kurzer Blick auf die Vernunft jener Leute gestatttet, die ihre eigene - vermeintliche oder echte - Mißlage als Entschuldigung heranziehen, um anderes Leben auszulöschen.

Ob ihr nun briefbombensendende italienische Anarchisten oder baseballkeulenschwingende deutsche Neonazis oder kalaschnikowstrotzende Islamisten seid: Der Feind sitzt in Eurem Kopf und frißt Euch Stück für Stück genüßlich grunzend das Gehirn weg.

Wenn Ihr meint, daß Eure Nichtigkeit sich in Glorie verwandelt, wenn Ihr nur genügend "Feinde" über die Klinge springen laßt, dann denkt noch einmal nach.

Alles, was hinzukommt, ist das Etikett "Mörder", und wer auch immer dies momentan noch für eine Auszeichnung hält, der wird Frieden und Ruhe nur bei Christus finden.

Ihr wollt aber weder Frieden noch Ruhe?

Falsch!

Frieden und Ruhe werden an dem Tag, an dem Ihr mit dem Feind in Eurem Kopf alleine in Euren vier Wänden, in Eurem Wohnwagen oder in Eurer Höhle sitzt, alles sein, wonach Ihr Euch noch sehnt.

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