Samstag, 17. Dezember 2011

Punk...

Älter, als man denkt!


"Ich habe mit Eurer Welt nichts am Hut! Daher mache ich auch diese Schönheitsideal-Tyrannei nicht mit! Meine Haare sehen komisch aus? Na und? Für mich zählen andere Werte!"


"Echt jetzt?"

Kommentare:

Phil hat gesagt…

Du darfst aber nicht vergessen, daß Punks einen Iro tragen, um mit diesen (symbolisierten) Messern Gott zu stechen. (Laut etwas wirrer Freikirchler - sber die meinen ja auch, daß wir keine Christen sind)

Alipius hat gesagt…

@ Phil: Schon klar... ;-)

Martin Johannes Grannenfeld hat gesagt…

@Phil ja, warum eigentlich nicht? Die Mönchstonsur wird ja auch symbolisch interpretiert, warum nicht auch die Punkstonsur?

Der Catholic Punk kann das ja immernoch umdrehn: Mit meinen Spikes spieße ich den Herrn der Lüfte und seine finsteren Gesellen auf!

Das ist ja gerade das schöne an der christlichen Universalsymbolik, dass sie (in logischem, nicht theologischem Blickwinkel) so kontingent ist, dass fast jede Interpretation möglich ist.

Wie auch unser Papabene im "Geist der Liturgie" schreibt, dass Ostern neben unserer gewohnten Frühlingssymbolik auf der Südhalbkugel auch mittels einer Herbstsymbolik gedeutet werden kann: Die Alte Welt, die zergeht, ist eben immer gleichzeitig die Neue Welt, die entsteht.

Severus hat gesagt…

So viel ich weiß, geht die Mönchstonsur auf die spätantik-frühmittelalterliche Sitte zurück, Sklaven, Leibeigenen, überhaupt allen Unfreien Haupthaar und Bart zu scheren (bayrische Redensart "Gscherter"). Langes Haar und Bart waren dem Adel vorbehalten. Die Mönchs- und Priestertonsur charakterisiert den Geistlichen also als den (freiwilligen) Knecht Gottes und ist mit einer Punk-Frisur nur sehr bedingt zu vergleichen.