Dienstag, 22. November 2011

Während die NPD...

... sich über den Medienrummel, über die Werbung und über das Monopol in der "anrüchigen" (und somit für nicht wenige attraktive) Schmuddel-Ecke freut, nimmt man sich natürlich auch auf den Blogs des Themas an. Der Morgenländer erklärt, warum er gegen ein Verbot der Partei ist. Le Penseur stimmt zu und elaboriert.

Ich selbst mußte mich neulich zum ersten Mal am Kaffee verschlucken. Und zwar nicht, als ich von den tausendmilliausend Ungereimtheiten, den "Pannen" und dem Verfassungsschutz-Sumpf las (Nicht, daß ich das alles toll finde, aber überrascht oder schockiert hat mich das weniger. Lebt ihr mal 43 Jahre auf der Erde, dann versteht Ihr's...). Nein, so richtig vom Sessel gehauen hat es mich, als ich las, daß nun eine zentrale Gedenkfeier für die Opfer der Döner-Morde geplant wird. Natürlich habe ich mich an reflexhafte Mahn-, Memento- und Mitfühl-Gesten ebenfalls schon lange gewöhnt. Aber der komische Beigeschmack, daß ein Mordopfer erst so richtig zum erinnerungswürdigen Mordopfer wird, wenn denn die Gesinnung des Täters stimmt, der ist nur schwer wieder von der Zunge zu kriegen.

Ach ja: Ich bin ebenfalls gegen ein Verbot der NPD (aus den vom Morgenländer gut zusammengefaßten Gründen).

Kommentare:

Tiberius hat gesagt…

Seh´ ich genauso. Morgenländer hat es gut zusammengefaßt. Im Übrigen gehe ich davon aus, daß unsere politische Ordnung eher durch ihre Unterstützer als durch ihre Feinde zu Fall gebracht wird.

Anonym hat gesagt…

Hallo Alipius.
Darf die katholische Kirche Leute, die "aktiv kämpferisch" gegen ihre Grundsätze kämpfen, ausschließen oder wenigstens von Gremien und Steuergeldern fernhalten? Ich denke ja, siehe z.B. (bis jetzt) Piusbrüder oder Irrläufer von der anderen Seite.
Darf der demokratische Rechtsstaat das mit seinen Gegnern etwa nicht? Soll der Steuerzahler mit seinem Geld die Hetzpropaganda der NPD (und darum geht es und nicht um Gedichte von Benn!) auch noch finanzieren?
Wenn staatliche Behörden durch ihre nicht nur schlampige, sondern einseitige Ermittlungsarbeit und die fahrlässige Zusammenarbeit mit V-Leuten das Treiben dieser Mörder begünstigt haben, ist eine Form von öffentlicher Anteilnahme durchaus geboten.
Und warum benutzt du immer noch den Ausdruck Dönermorde? (Passt allerdings zu Le Penseur, der Muslime gerne als Kopfwindelträger und ähnliches bezeichnet.)
Und verlinkst immer wieder die Blogozese mit diesen Blogs, die nicht katholisch sind, sondern nur ein Scharnier zu rechts bis rechtsaußen darstellen und "Faschismus" für etwas "Bedenkenswertes" halten?
Wenn du so gerne politisch inkorrekt sein möchtest, reicht es doch, einfach katholisch zu sein, Mensch!

abitene hat gesagt…

es ist ein Trauerspiel, wie in D die Naziangst geschürt wird und dabei die kommunistische Ideologie sich munter weiter in Richtung salonfähig entwickelt. Dabei hat der Kommunismus (und tut es immer noch) viel mehr Todesopfer gefordert als der Nationalsozialismus. Aber die Jungfrau hat es ja in Fatima vorausgesagt...

maternus hat gesagt…

Ich habe lange genauso argumentiert. Warum einem Haufen von Idioten die Möglichkeit geben, sich als Märtyrer der Meinungsfreiheit aufzuspielen (die sie notabene ihren Gegnern niemals zugestehen würden, wären sie an der Macht)?

Aber ich habe meine Meinung geändert. Es kann nicht sein, daß eine Bande von Mördern samt der dazugehörigen Sympathisantenszene ihrem Treiben auch noch steuerfinanziert und vom Parteienprivileg geschützt nachgehen kann.

Herminator hat gesagt…

Und die Opfer sollen aus dem Justizministerium eine Entschädigung bekommen! Nun gönne ich es ihnen ohne Zweifel, daß man ihren Schmerz und Verlust anerkennt, auch das offensichtliche Versagen der Behörden zugibt, aber noch ist es mir nicht klar, ob fest steht, wer hier den Fehler gemacht hat - daher frage ich mich, wie das Ministerium dazu kommt Geld auszuteilen. Vorauseilende politische Korrektheit?

Wie gesagt vollstes Mitleid mit den Opfern, Entsetzen, wie es gelaufen ist, aber diese doch wohl ebensowenig rechtsstaatliche Unterwerfung unter den vermuteten "Volkswillen" - igitt!

Schalom
Hermann

alex hat gesagt…

Ich möchte mal auf den Umstand hinweisen, dass es jedes Jahr Opfer der weit verbreiteten gesellschaftlichen Menschenverachtung gibt, nach denen kein Hahn kräht, für die sich kein Bundespräsident und keine Justizministerin, kein Mazyek und auch sonst niemand einsetzt, für die niemand im Traum eine zentrale Gedenkveranstaltung abhalten würde:
http://berberinfo.blogsport.de/obdachlose-opfer/
Hab den Link bei FB gepostet; dort ging er aber in der allgemeinen Empörung darüber unter, dass in der Ukraine mit zugegeben nicht sehr zimperlichen Methoden versucht wird, der Straßenköterplage Herr zu werden. Erinnert an einen Kommentar, den ich jüngst am Bahnhof hörte: dort saß so ein von seiner Sucht und Armut gezeichneter armer Schlucker mit seinem Hund, was ein Mädel zur Bemerkung "Das arme Tier, unwürdig sowas" veranlasste. Wer wundert sich angesichts einer derart auf den Hund gekommenen Gesellschaft wirklich über die Dönermorde? Was soll in einer Gesellschaft von Seelenlosen Menschenwürde denn bedeuten? Wer Selektionsrampen vor Mutterleiber baut, braucht auch die NPD nicht zu verbieten! Noch so'n Beispiel: eine ziemlich vehemente Tierschützerin aus meinem Bekanntenkreis fragte mich in einer Diskussion über PID, ob ich ernsthaft Artenschutz für Behinderungen fordere.

Alipius hat gesagt…

@ anonym (18:31): Ich habe Döner-Morde im Posting ja auch gut erkennbar schräg geschrieben, um anzuzeigen, daß es sich hierbei einfach um eine Wendung handelt, die irgendwie ins Spiel gebracht wurde (nehme mal an, es war BILD). Leute, die auf Deibel komm raus politisch inkorrekt sein wollen, finde ich langweilig. Ich schreibe was ich will, wann ich will, so lange ich kann. Ich verlinke zu wem ich will, wann ich will, so lange ich kann. Wenn irgendwann die Blog-Polizei eingeführt wird, mag sich das vielleicht ändern. Aber bis dahin...

@ alex: Ja, da gibt es viele schöne Beispiele. Ich habe auch schon Leute getroffen, die lieber über einen Pinscher jammern als sich um einen Armen zu kümmern.

Anonym hat gesagt…

Das war aber keine inhaltliche Antwort. Du darfst natürlich tun und lassen, was du willst. Ich bin kein Blogpolizist, nur enttäuscht.Die "von Morgenländer gut zusammengefassten Gründe" sind einfach Murks. Feuilleton-Faschismus. Die NPD nur ein Diskussionszirkel von Ernst Jünger Texten? Und Charles Maurras? Wurde von Pius XI. 1926 als unvereinbar mit dem Katholizismus verurteilt.
Nationalismus ist per se anti-KATHOLISCH! Rassismus auch.Alle Extremisten predigen nur Hass. Bischof Müller aus Regensburg fordert übrigens seit Jahren ein NPD-Verbot. Und wenn man nach jedem Ausflug in das Berliner Umland froh ist, mit heilen Knochen wiederzukommen, sieht man das Thema auch nicht mehr nur theoretisch. Und sieht die NPD und Konsorten auch nicht als kleine verfolgte Minderheit. Nun gut. Immerhin gibt es Glaube, Witz und Vernunft noch bei Elsa und Jobo.

gallus hat gesagt…

In diesem Fall gibt es, finde ich, einen guten Grund für die Trauerfeier: Die Opfer wurden jahrelang von Presse und Exekutive zumindest unterschwellig mit dem organisierten Verbrechen assoziiert. Wenn man etwas über die Mordserie las, dann stand die türkische Mafia in den Artikeln wie ein Elefant im Raum.

Mit einer öffentlichen Trauerfeier könnte man hier eine langjährige falsche Verdächtigung (oder schon Verleumdung?) aus der Welt schaffen. Deshalb würde ich das - in diesem Fall - klar befürworten.

Alipius hat gesagt…

@ "anonym"...: Wenn Du mir nachweisen kannst, wo Morgenländer auch nur nahe legt, daß die NPD lediglich ein Diskussionszirkel von Ernst Jünger-Texten ist, werde ich den letzten Satz Deines Kommentars (nämlich den mit der "Vernunft") nochmal ohne zu Kichern lesen. Versprochen.

Anonym hat gesagt…

Das war natürlich von mir sarkastisch zugespitzt formuliert! In Wirklichkeit schrieb Morgenländer ja was ganz, ganz anderes, nämlich:"Ich bin Gegner eines NPD-Verbots, weil ich es für richtig halte, dass in Deutschland auch erklärte Gegner der Demokratie - und auch Faschisten - zu Wort kommen und für politische Mehrheiten (!) werben können. " Wirklich, Alipius? Und: "Die Forderung nach einem Verbot der NPD ist das deutlichste Zeichen dafür, dass man dieser Partei keine guten Argumente entgegenzusetzen hat." Klar. Denn unser Staat gibt ja nur "Jahr für Jahr viele Tausend Euro für 'politische Bildung' getaufte Propaganda (!) aus ". Wahrscheinlich hat es 1933 auch nur an guten Argumenten gefehlt? Und: "Dem halte ich entgegen, dass 'Faschismus' selbstverständlich eine politische Meinung ist, und zwar eine bedenkens- und diskutierenswerte.Charles Maurras und Leon Daudet, Georges Sorel und Oswald Spengler, Giovanni Gentile und Hendrik de Man, Carl Schmitt und Ernst Jünger, Gottfried Benn und Pierre Drieu la Rochelle - um nur einige zu nennen - waren Intellektuelle, die man auch heute noch mit Gewinn lesen kann.Man muss nicht dumm oder böse sein, um ihr Denken attraktiv und ihre Argumente bestechend zu finden.
Sie und ihre Anhänger (!)'Verbrecher' zu nennen oder - in der sozialpädagogischen Spielart des Antifaschismus - Faschismus zu einem behandlungsbedürftigen seelischen Defekt zu erklären, ist selbst Ausdruck einer totalitären Denkungsart." Jaja, das selber faschistische Mainstream-Systemmedien-Propaganda-NPD-Verbots-Komplott gegen die unfair behandelten Anhänger der attraktiven und bestechend argumentierenden Intellektuellen.
Das sind deine "gut zusammengefaßten Gründe". Vielleicht verschaffst du dir hier ein realistischeres Bild (aber das ist ja bloß wieder eines von diesen Systemmedien): http://www.tagesschau.de/inland/npdnazipropaganda100.html
Ich kann ja verstehen, dass Linke, Wisikis und Atheisten nicht als Bereicherung der Blogozese gesehen werden, aber auf der rechten Seite kann man auch mal etwas genauer hinsehen. "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" ist kein guter Grundsatz.

UralteSage hat gesagt…

@alex: Obdachlosigkeit, Strafvollzug und Abschiebeknäste, Ökonomismus und Genfaschismus gelten glücklicherweise auch in den Augen unsrer Kirche als inhuman. Oder nicht, Alipius? Es gibt Berührungsfelder zwischen klassischen linken und katholischen Topoi. Deo gratias!

@Alipius: Was ist daran so erstrebenswert, bei "fast nur" rechten und "beinah gar nicht" christlichen Ultras im Blogroll als "Nicht links", sprich saudoof, rubriziert zu werden?

@Anonym: Von mir aus soll ein Christ so rechts sein dürfen, wie ihm behagt. Allerdings ist immer die Frage erlaubt, cui bono. Man kann doch als Christ nichts online-publizieren, was in der objektiven Wirkung den Rassismus stärkt. Ich bin ja auch mehr Nazi, als ich vermutlich wahrhaben will, aber doch kein Rassist!

Alipius hat gesagt…

@ Uralte Sage: "Was ist daran so erstrebenswert, bei "fast nur" rechten und "beinah gar nicht" christlichen Ultras im Blogroll als "Nicht links", sprich saudoof, rubriziert zu werden?"

Nichts ist daran erstrebenswert. Daher findet man bei mir weder im Artikel noch in den Kommentaren den Satz "Es ist erstrebenswert, bei "fast nur" rechten und "beinah gar nicht" christlichen Ultras im Blogroll als "Nicht links", sprich saudoof, rubriziert zu werden."

Ich weiß aber, daß meine Leser größtenteils eine gewisse Bildung und auch eine gewisse Identität mitbringen, so daß ich sie durchaus auch mal auf Seiten schicken kann, die nicht der blogoezesanen Norm entsprechen, ohne daß dadurch gleich Krisen oder Verdachtsmomente aufkeimen.

Alipius hat gesagt…

@ anonym: Okay, aber so kommen wir wenigstens weiter. Jetzt weiß ich konkret, was Dich an Morgenländers Argumentation stört und kann es nachvollziehen.

Eines gleich vorweg: Morgenländer ist (soweit ich ihn aufgrund seiner Beiträge und seiner Kommentare einschätzen kann) alles andere als ein Sympathisant der Faschos oder der Nazis. Er hat - meiner Meinung nach - einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und Gleichgewicht.

Bei einigen seiner Sätze muß man vielleicht zweimal hinschauen und darf das vorher gesagte nicht vergessen. Beispiel: "Ich bin Gegner eines NPD-Verbots, weil ich es für richtig halte, dass in Deutschland auch erklärte Gegner der Demokratie - und auch Faschisten - zu Wort kommen und für politische Mehrheiten werben können." Hier sagt Morgenländer nicht, daß er es gut findet, wenn die NPD eine Mehrheit bekommt, sondern er befürwortet, daß das gesamte Spektrum politischer Ideen und Ausrichtungen und Parteien transparent im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten auftritt. Und das hat nun mal zur Folge, daß man auch für politische Mehrheiten wirbt.

Mich selbst würde ein Verbot der NPD nicht im geringsten tangieren. Mit diesen Leuten habe ich als Katholik nichts am Hut. Ich finde aber das Argument mit den Argumemten ;-) schon überzeugend, denn grade nach 1933-1945 sollten der Staat und jeder Bürger guten Willens genügend Material besitzen, um Parteien wie die NPD öffentlich vor die Wand rennen zu lassen. Da einfach nur "Verboten!" zu rufen, finde ich auch ein wenig billig.

Schließlich halte ich es für einen Fehler, den nationalistisch-etatistischen Prolotrupp (Le Penseur), welcher den Faschismus immer nur apodiktisch befürworten wird und es im Jahre 2011 eigentlich viel besser wissen müßte, in einen Topf zu werfen mit Männern, die immerhin noch dazu in der Lage waren, Bücher zu schreiben und Theorien zu verfolgen und entweder 1933-1945 nicht vorhersehen konnten oder von 1933-1945 überrollt wurden. Die Einen mögen es begrüßt haben, die Anderen nicht. Tatsache ist, daß diese Männer sich im Auge des Sturms befanden, während wir aus sicherer Distanz urteilen können und es uns daher eigentlich ein Leichtes sein sollte, Parteien wie der NPD auch ohne Verbot den Nährboden zu entziehen.

Der extreme Umkehrschluß hieße hier doch (zumindest scheint es mir so): "So lange es so tumbe Nüsse wie die baseballkeulenschwingenden NPD-Mitläufer gibt, ist es selbst Leuten, die differenzieren können, nicht gestatttet, Werke bestimmter Autoren zu lesen". Und das fände ich schon einigermaßen totalitär.

Anonym hat gesagt…

Lieber Alipius. Danke für die ausführliche Antwort. Zu den 6 Abschnitten deiner Antwort:
1. Okay, jetzt wird es in der Tat inhaltlich klarer.Ich möchte auch betonen, dass ich dir keine dunklen Absichten unterstelle.(Bei den beiden Verlinkten bin ich mir da nicht immer so sicher.)Ich lese deinen Blog seit 2 Jahren täglich und war schwer irritiert.
2.Ob Morgenländer (oder Le Penseur)ein "Sympathisant von Faschos und Nazis" ist oder nicht, weiß ich nicht. Ich sehe aber, dass ER im Zusammenhang mit dem Thema NPD den Begriff Faschismus aufnimmt und ihn auf Autoren anwendet, die er lesenswert, attraktiv und bestechend findet. Damit dreht er die Diskussion in eine andere Richtung. Und plötzlich geht es angeblich nicht mehr darum, dem als Partei getarnten Organisieren von Hass den staatlichen Finanzhahn abzudrehen, sondern (wie du im 6.Abschnitt deines Postings schreibst)um Lese- und Diskussionsfreiheit. Diese wäre durch ein NPD-Verbot doch gar nicht gefährdet! Die NPD ist doch kein Buchklub!
3."im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten" heißt aber eben auch "im Rahmen der Verfassung". Die NPD würde ja auch nicht einfach so verboten (etwa durch einen Bundestagsbeschluss), sondern vom höchsten deutschen Gericht nach eingehender Prüfung ihrer Verfassungsfeindlichkeit.
Demokratie ist wertegebunden, nicht nur arithmetisch über Mehrheiten und den Kampf darum definierbar. Siehe die Rede des Papstes im Bundestag.
4.Natürlich wäre es mir auch lieber, wenn Argumente alleine reichen würden. Und ich bin auch sehr dafür, wenn mehr mit Fakten und Argumenten und nicht nur moralisierend auf potentiell Gefährdete eingewirkt würde. Bei denen, die schon drinstecken, ist das aber wenig aussichtsreich. Faschismus ist eben im Kern die Ideologie vom "Recht des Stärkeren", die haben es nicht so mit Argumenten. Mit Wahrheit schon gar nicht. Gegner werden einfach bedroht und angegriffen. (Übrigens auch eine der Folgen der "Diktatur des Relativismus", denn Argumentieren setzt einen absoluten Wahrheitsbegriff voraus. Siehe Karl Popper)
5.Ich bin auch nicht einfach für "in einen Topf schmeißen", sondern für Differenzierung.(Mit anschließender Urteilsbildung!) Aber man sollte auch beachten, dass die feinsinnige Unterscheidung zwischen "annehmbaren" bücherschreibenden Salonfaschisten einerseits und dem "primitiven Krawall-Pöbel" andererseits, konservativer Revolution hier und Nazis dort, 1933 zur Selbsttäuschung und Lähmung des deutschen Bürgertums erheblich beigetragen hat. DAS sollte man nach 1945 auch gelernt haben.
6.Den Umkehrschluss bringt doch erst Morgenländer herein, indem ER diesen Zusammenhang herstellt. (So läuft doch die ganze Strategie der Neuen Rechten seit 30 Jahren. Verbale Abgrenzung gegen Gewalt, Hoffähigmachen ihrer Vordenker, sich als verfolgte, zensierte "Denker" hinstellen).Keiner will doch das Lesen verbieten. Carl Schmitt findet man mittlerweile auch in linken Buchläden. (Les extremes se touchent.) Ein NPD-Verbot wäre nicht totalitär (und auch nicht die Vorstufe zur Wiedereinführung des Stalinismus, wie Le Penseur herumhysterisiert), sondern einfach wehrhafte Demokratie. Und die werden wir, wenn es mit der Wirtschaft und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt weiter bergab geht,noch bitter brauchen.Auch gegen Linksextreme und Islamisten.

Alipius hat gesagt…

@ anonym: Gut, wir sind uns beide einig, daß die NPD unwählbar ist und schärfstens beobachtet werden sollte. Mit dem "Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten" meinte ich selbstverständlich auch ein Verbot, wenn die Partei es mit ihrem Programm darauf anlegt. Grundsätzlich und intuitiv fühle ich mich aber wohler, wenn es nicht heißt "Niemand wählt euch, weil ihr verboten seid" sondern wenn es heißt "Niemand wählt euch, weil die Leute es geschnallt haben (und das, obwohl man Carl Schmitt im Buchhandel kaufen kann)". Das wäre mein Ansinnen und Wunsch.

Anonym hat gesagt…

Lieber Alipius. Da sind wir uns doch wirklich zuguterletzt einig!! Nur ergänzend: Ich sehe die Gefahr der NPD nicht nur (und nicht in erster Linie)im Bereich Wählerstimmen und Parlamentssitze (obwohl da im kommunalen Bereich auf dem Lande sich einiges festgestzt hat; was übrigens ein Unterschied zu früheren Jahrzehnten ist), sondern in ihrer permanenten Rekrutierung, ideologischen Schulung, logistischen und finanziellen Unterstützung von immer neuen (auch sehr gewalttätigen) Neonazis in ihrem Umfeld, und das alles unter dem Slogan "Wir sind doch eine demokratische Partei" und mit Millionen vom Staat. Vielleicht muss man selber mal in so eine brenzlige Situation hineingeraten sein, um den Gewaltaspekt nicht mit einem "dafür ist die Polizei zuständig" abzutun (wie ich früher auch). In Klosterneuburg geht es sicher idyllischer zu, hier in Berlin gibt es leider(von beiden Seiten) Tausende, die am liebsten die Schlachten am Ende der Weimarer Republik nochmal schlagen wollen.
Gut. Ich denke, wir können es jetzt dabei belassen.Peace!
PS. Zu meiner Überraschung macht das zunächst aus Unbehagen und Unmut geborene Kommentarschreiben mir mittlerweile Spaß. Wenn ich jetzt noch verstehe (oder mir jemand erklärt), wie man sich mit einem Namen anmeldet, vielleicht demnächst zu anderen Themen mal wieder, und dann nicht anonym.
Zum Schluss noch ein Witz aus dem Kölner Domradio: In der Straßenbahn sitzen sich ein Neonazi mit Glatze und Springerstiefel und eine kölsche Oma gegenüber, die den Mann mitleidig ansieht. Der schauzt sie an: "Was glotzt du so?" Und sie antwortet:"Dat muss ja ne schlimme Krankheit sin. Ers die Chemo und dann noch orthopädische Schuhe."

Mcp hat gesagt…

Ich überrascht: In der NPD tummeln sich aggressive 'Heiden' und Atheisten, die vor allen den Katholiken an die Gurgel wollen. Das sind keine Freunde und ihre Hommage an die Piusbrüder hat keinerlei Bezug zum christlichen Glauben oder Denken. In der NPD vereinen sich überwiegend Antichristen, die den katholischen Glauben als "Wüstenreligion" abtun.
Die Gründe, die Morgenländer anführt, greifen einfach zu kurz, weil sie politisch sind und eben nicht aus dem Glauben kommen. Bei 'Har-Magedon' werden die meisten Mitglieder der NPD auf der Seite des Tieres stehen.
Mit interessiert das demokratische Geschwätz von der angeblichen Meinungsfreiheit nicht. Mich interessiert auch nicht, welche Parteien regieren. Mich interessiert einzig mein Glaube und wie oder ob überhaupt ich ihn öffentlich ausüben darf. Alles andere ist weltliches Geschwafel und wenn Benedikt sagt, dass ihm die Kirche zu weltlich sei, dann meint er vermutlich genau solche Diskussionen. Das Reich Gottes ist nicht von dieser Welt. Das Heil entscheidet sich nicht an der Frage ob mein ein guter oder schlechter Demokrat war oder ist. Um Gottes Willen: Der Heiland ist unser König. Wollen wir künftig unseren Gott per Volksentscheid wählen?
Man sollte unter den Nazis missionieren, keine Frage. Gerade die Parias der öffentlichen Wahrnehmung müssen in das Zentrum missionarischer Aufmerksamkeit rücken. Das lehrt uns Gottes Sohn. Aber bitte nicht um weltliche Ziele - die Legitimität der Nazipartei wäre ein solches Ziel - zu kolportieren, sondern um Umkehr und Buße zu predigen. Nicht im 'demokratische-politischen‘ Sinne sondern um unsres Glaubens willen. Wir wollen doch keine Nazis zu Demokraten machen sondern sie zum Christentum bekehren. Wenn wir schon unter die Wölfe gehen, um aus ihnen Lämmer zu machen, so sollen es christliche und keine politischen Schafe werden.
Conclusio: Ob sich die NPD als Partei konstituieren darf oder verboten werden soll, ist mir so ziemlich egal. Etwas wohler wäre mir ein Verbot, denn sollten die Nazis zur Herrschaft gelangen, würde das öffentliche Bekenntnis zum Glauben wieder schwierig bis unmöglich werden. Aber auch die Antichristen der gegenwärtigen Regierung machen uns das Leben schwer genug. Insofern ist politische Wollen nur eitles Geschwätz. Gott ist der Gegenstand unseres Glaubens, unsere Verehrung und unseres Daseins. Ihn wieder in das Zentrum unseres geistigen Daseins zu rücken ist Aufgabe unsere Generation, ist die Berufung unserer Wache. Unterhalten wir uns über Gott und nicht über die NPD.

Morgenländer hat gesagt…

@anonym:

Da ich in Ihrem Kommentar zu einem Beitrag von Alipius indirekt angesprochen werde, versuche ich mal eine Antwort, auch wenn sie sich nicht unmittelbar auf den Post von Alipius bezieht.

Offenbar sind Texte über Neonazis und Faschisten für Sie nur akzeptabel, wenn sie im Entrüstungsduktus vorgetragen werden.

Dies wollte ich gerade vermeiden, weil man im entrüsteten Zustand zwar moralisieren, aber nicht nachdenken kann.

Ich meinte, hinreichend deutlich gemacht zu haben (ist das eigentlich wirklich nötig?), dass ich Morde und Mordhetze verachtenswert finde und von Politik und Jutiz erwarte, die Verantwortlichen zügig zur Rechenschaft zu ziehen.

Dass ich ein Gegner der staatlichen Finanzspritzen für die NPD bin, meinte ich ebenfalls eutlich gemacht zu haben.

Die Fragen, die sich hinsichtlich eines NPD-Verbots stellen, sind aber andere:

Der Faschismus ist eine (in meinen Augen falsche, offenbar muss man auch das ausbuchstabieren) Antwort auf eine Krise der Moderne, auf die wir bis heute keine überzeugende Antwort gefunden haben.

Wer eine Antwort auf die faschistische Bedrohung unseres Gemeinwesens sucht, wird sie nicht allein in polizeilicher Repression finden; er wird sich mit den Denkern auseinandersetzen müssen, die die faschistische Antwort formuliert haben.

Deshalb wird mich kein politisch korrekter Kommentator davon abhalten, die Lektüre dieser Autoren zu empfehlen.

Dass Sie mich deshalb als "Feuelleton-Faschisten" apostrophieren, hat mich ein erheitert und verlangt wohl keine Antwort, außer diesem Hinweis:

Wir sind nicht im Kindergarten; erwachsenen Menschen kann man zumuten, sich mit Argumenten und Denkstilen auseinanderzusetzen, die er für irrig und gefährlich hält.

Wer sich das nicht zutraut, wer aus Furcht vor Ansteckung schon das Lesen faschistischer Autoren verängstigt-empört ablehnt, möge sich fragen, wie gefestigt seine Wertüberzeugungen eigentlich sind.

@Alipius:

Vielen Dank für Ihre sehr zutreffende Darlegung meiner Motivlage.

Viele Grüße
Morgenländer

Alipius hat gesagt…

@ Mcp: "Unterhalten wir uns über Gott und nicht über die NPD." Okay, aber gibt's für besondere Situationen eine Extra-Erlaubnis, sich über beides zu unterhalten (für ganz kurz)? Ich meine, ich hatte NPD auf der Feder, aber Gott im Sinn. Daß Posting und Kommentare dann letztlich eher an der NPD hängenblieben, liegt an der Natur der Debatte, die halt momentan noch schwerpunktmäßig politisch geführt wird. Heißt aber nicht, daß ich - wenn ich von der NPD rede - nicht auch über Gott zu sprechen bereit bin oder daß ich der Politik den vorzug vor Gott gebe. Da kann Papst Benedikt ganz beruhigt sein. Daß Gott für mich der Mittelpunkt ist, ist für mich so selbstverständlich, daß ich es eben manchmal zu unterstreichen vergesse.

Alipius hat gesagt…

@ Morgenländer: Paßt schon!

Le Penseur hat gesagt…

@Anonym:

Ein NPD-Verbot wäre nicht totalitär (und auch nicht die Vorstufe zur Wiedereinführung des Stalinismus, wie Le Penseur herumhysterisiert), sondern einfach wehrhafte Demokratie.

Die von Ihnen mit »wie Le Penseur herumhysterisiert« bezeichnete Stelle lautet:

eine für die durch die Institutionen marschierten und jetzt dort fix etablierten Alt68er bestechende Aussicht: ihr Deutungsmonopol bleibt unangetastet, und getreu nach Stalins Devise »Ermorde einen — und versetze damit tausende in Schrecken!« kann man die ohnehin schon windelweich geklopften »Bürgerlichen« der CDU und FDP dazu bringen, jeden linken Schwachsinn widerstandslos hinzunehmen, nur um nicht auch aus dem Diskurs ausgegrenzt und irgendwann mal verboten zu werden ...

Ebenso, wie man durch das Zitieren Lenins »Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser« nicht bereits »die Vorstufe zur Wiedereinführung des Leninismus« kommen sieht, genauso ist das Zitieren Stalins nicht gleichbedeutend mit der Vorstufe zum Stalinismus.

Sinnerfassendes Lesen ist von Vorteil, würde ich sagen ...

Ich finde es jedenfalls höchst interessant, daß zwar über ein NPD-Verbot nachgedacht wird, nicht hingegen über ein Verbot der »Linken« — und lade Sie ein, hierzu einen Artikel in »Zettels Raum« zu lesen. Ich gehe davon aus, daß auch für Sie Kollege Zettel des Neonazismus einigermaßen unverdächtig sein dürfte.

... Blogs, die nicht katholisch sind, sondern nur ein Scharnier zu rechts bis rechtsaußen darstellen und "Faschismus" für etwas "Bedenkenswertes" halten ...

Wann hätte ich Faschismus für bedenkenswert gehalten? Welche Richtung mein Blog vertritt, steht gleich oben im Titel: »libertär - konservativ - nonkonformistisch«. Als Rev. Alipius mich seinerzeit in seine Blogroll aufnahm, wies ich ihn darauf hin, daß mein Blog sicherlich nicht als »katholischer« Blog bezeichnet werden kann (ich hätte auch kein Problem damit, wenn er mich deshalb von seiner Blogroll streichen würde).

Wenn Sie libertär-konservative Gesinnung, die wohl so ziemlich das exakte Gegenteil zum zum korporatistischen und etatistischen Gedankengut des Faschismus (und gar des Nationalsozialismus) darstellt, als »rechts« bezeichnen, dann haben Sie freilich recht: »links« ist das wirklich nicht. Gott sei Dank! »Rechtsaußen«? Nun, wenn Sie in dieser Ecke die »Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei« ansiedeln (was ebenso üblich wie unsinnig ist), dann sehe ich mich keineswegs dort, und wüßte auch nicht, aus welchem meiner Artikel sie das herauslesen wollten.

Aber auch wenn Sie als »rechtsaußen« die paar standhaften legitimistischen Monarchisten und Ancien-Regime-Nostalgiker bezeichnen, sähe ich mich durch diese Charakterisierung nicht getroffen, denn ich bin weder Legitimist noch Nostalgiker.

P.S.: und wie mein wohl deutlich erkennbarer Nonkonformismus sich in irgendeine in »völkischem« u. dergl. Denken ergehende Gruppierung passen soll — nun, das müßten Sie uns dann wohl auch noch erklären. Viel Spaß dabei ...

Anonym hat gesagt…

@Morgenländer: Ich wiederhole gerne nochmals, dass es mir nicht darum ging, das Lesen, Diskutieren und Analysieren von Büchern "abzulehnen". Schon gar nicht, wenn es Ihnen, wie Sie jetzt(!) schreiben, darum ging, den Faschismus als "wie ich meine irrige" Antwort auf die Krise der Moderne zu sehen und dazu animieren wollten, "sich mit den Denkern auseinander(zu)setzen..., die die faschistische Antwort formuliert haben", um eine "Antwort auf die faschistische Bedrohung unseres Gemeinwesens" zu finden.
Das habe ich ja selber(ohne im Entrüstungsmodus oder "verängstigt-empört" gewesen zu sein) z.B. während meines Philosophie- und Politikstudiums getan. Dass Sie dann aber diese "irrigen und gefährlichen" "Argumente und Denkstile" in Ihrem Original-Blog ausschließlich mit positiven Formulierungen wie "Man muss nicht dumm oder böse sein, um ihr Denken attraktiv und ihre Argumente bestechend zu finden" charakterisieren, passt nicht so ganz zu Ihrem Kommentar hier, nicht wahr? Abgesehen davon glaube ich nicht, dass man zum Verständnis der NPD gerade diese Autoren lesen muss,und schon gar nicht, dass man durch ihr "Lesen mit Gewinn" ein Argument gegen ein NPD-Verbot in der Hand hat.Beides hat miteinander wenig zu tun. Und wenn Sie "es für richtig halte(n), dass in Deutschland auch erklärte Gegner der Demokratie - und auch Faschisten - zu Wort kommen und für politische Mehrheiten (!) werben können", dann sehe ich das erstens als Spiel mit dem Feuer (siehe 1933) und zweitens als Folge einer unzureichenden Demokratietheorie. Die Würde des Menschen ist der Grundstein unserer Verfassung ("in Verantwortung vor Gott und den Menschen")und nicht das freie Spiel der Kräfte um politische Mehrheiten. Dieses ist nur EIN Mittel zum Zweck, aber im Rahmen der Verfassung. Wer "die Mehrheit" als einziges Kriterium ansieht,macht sich selbst wehrlos gegen totalitäre Bewegungen, die versuchen, eine Massenbasis aufzubauen.Man muss sie bekämpfen, bevor sie zu groß werden. Vielleicht darf ich zum Schluss auch einen Buchtipp geben: Karl Popper - Die offene Gesellschaft und ihre Feinde. Ist zur Analyse der Krise der Moderne (und der faschistischen Antwort) sehr erhellend. Und ich glaube auch nicht, dass wir "keine zureichende Antwort auf die Krise der Moderne" haben. Versuchen wir es doch mal mit dem Christentum.

Morgenländer hat gesagt…

@Anonym:

Ich beginne meine Antwort mal mit Ihrer letzten Bemerkung: "Versuchen wir es doch mal mit dem Christentum."

Wenn Sie - statt auf 'Stellen-Suche' zu gehen - die jüngsten Beiträge auf meinem Blog gelesen hätten, hätte Ihnen auffallen können, dass dort z.B. heute ein ausführlicher Text zu Graf Moltkes christlichem Liberalismus zu finden ist.

Anders als von Ihnen offenbar angenommen, bin ich erstens katholisch (das hätte Ihnen schon das Blog-Favicon sagen können - Sie kennen die Vatikan-Flagge doch sicherlich, oder?) und zweitens liberal-konservativ.

Das hält mich aber nicht davon ab, Andersenkende ernst zu nehmen und mit ihnen ins Gespräch kommen zu wollen.

Und, ja, ich meine, dass man Autoren wie Schmitt (der übrigens Katholik war) oder Maurras mit großem Gewinn lesen kann und dass ihre Gedankenwelt zu kennen eine Voraussetzung dafür ist, den NPD-Ideologen und -Anhängern mehr entgegensetzen zu können als polizeiliche Repression.

Wer aber mit Andersdenkenden ins Gespräch kommen möchte, muss ihre stärksten Argumente kennen und ihre Argumentation, selbst da wo sie schwach ist, stärken - das ist eine Grundregel philosophischen Diskurses, die sie in Ihrem Philosophie-Studium eigentlich kennengelernt haben sollten.

Und nun wünsche ich Ihnen einen schönen Abend.

Viele Grüße und Gottes Segen
Morgenländer

Anonym hat gesagt…

@le penseur: Ich hatte mich in meinen Kommentaren im wesentlichen auf Morgenländer bezogen, weil Alipius sich auf die von diesem genannten Gründe gegen ein NPD-Verbot berufen hat.Dass meine wenigen Worte zu Ihnen (in Klammern) eine Ihrer Meinung nach unzulässig überspitzte Zusammenfassung Ihrer wahren Ansichten darstellt, wonach nicht der Stalinismus eingeführt zu werden droht, sondern lediglich die Alt-68er mit Stalinschen Einschüchterungsmethoden die Bürgerlichen klein kriegen wollen, haben Sie ja jetzt durch Ihr Zitat klargestellt.Und dieses bezeichne ich auch als hysterisch. Wie Ihre Blogseite überhaupt voll ist mit Verschwörungstheorien aller Art.Was bei Libertären, die prinzipiell den Staat als Wurzel aller Übel sehen, auch nicht überrascht.Z.B. die Beiträge von Ihnen und Ihren Beiträgern zur aktuellen Mordserie.(Aber das mögen sich die Leser von Alipius gerne selber auf Ihrer Seite ansehen und bewerten). Was das "rechts" angeht: Eigentlich habe ich von einem Scharnier ZU rechts gesprochen, das ist noch nicht selber rechts.Und ob man z.B. Ihre häufigen Beschimpfungen von Muslimen (nicht nur Islamisten)als unhöflich, konservativ, libertär, rechts oder nonkormistisch bezeichnen mag, ist mir eigentlich auch egal. Und mit welchem Etikett man Sätze von Ihnen wie "Ja, das abendländische Europa steigt ab, weil es einfach zu saturiert und faul geworden ist, und weil immer mehr nichtabendländische Bevölkerungsteile es (zunächst) langsam, aber sicher (immer schneller) umvolken werden: zu einem üblen Gemisch aus wohlstandsverwahrlosten Eingeborenen und sozialschmarotzenden Zuwanderern" versieht, ebenso. Morgenländer (mit dem Sie ja auf Ihrer Seite des öfteren kommunizieren)nennt sich selbst übrigens auch libertär, was offensichtlich keinen Widerspruch darstellt zu seiner Aussage (im Kommentarbereich seines Blogs)"Dass ich die Bezeichnung 'Faschist' nicht ehrenrührig finde und schon gar nicht denunziatorisch gemeint habe, hatte ich hoffentlich deutlich gemacht." Interessant auch Ihre Bemerkung, dass die Bezeichnung der NSDAP als rechtsaußen "ebenso üblich wie unsinnig" ist. Da Sie in dem Wort "nationalsozialistisch" den Wortteil "sozialistisch" gefettet haben, meinen Sie vielleicht, man sollte sie lieber linksaußen nennen? Kurz und gut, ob Sie und Morgenländer (heimlich, teilweise)rechts bis rechtsaußen stehen oder nur (von sich selbst)überzeugte Libertäre sind, die den Rechtsextremen ihr Geschäft erleichtern, und sich ansonsten stolz ob ihrer Nonkonformität und ihrer Penseurpose in diversen Verschwörungstheorien und gelegentlichen Hetzvokabeln ergehen, mag auch jeder Leser Ihrer Seiten selbst entscheiden. In zwei Punkten immerhin sind wir uns einig: 1. das Verbot der SED hat man 1990 leider verpasst und jetzt ist es zu spät (und falls es doch noch versucht würde, würden Sie und Morgenländer der Linken sicher unter dem Schlachtruf "Demokratie durch Parteienverbot? Mit uns nicht!" heldenmütig zur Seite springen. Und 2.:Ihr Blog kann "sicherlich nicht als »katholischer« Blog bezeichnet werden" und ja: ich hätte auch kein Problem damit, wenn Alipius ihn von seiner Blogroll streichen würde.

Le Penseur hat gesagt…

@Anonym:

Wer "die Mehrheit" als einziges Kriterium ansieht,macht sich selbst wehrlos gegen totalitäre Bewegungen, die versuchen, eine Massenbasis aufzubauen.Man muss sie bekämpfen, bevor sie zu groß werden.

Na, dann fangen Sie doch gleich an zu bekämpfen, und zwar mit der Anregung eines Verbotes der SED-Nachfolgepartei »Die Linke«.

Im Gegensatz zu diesem SED-Klon, in dessen Fraktion noch jede Menge seinerzeitiger SED-Mitglieder und -Funktionäre herumkrebsen, ist die personelle Kontinuität der NDP zur NSDAP keineswegs so eindeutig (gehr ja auch schwer nach der langen Zeit).

Im Gegensatz zur SED-Nachfolgerin sitzt die NDP auch nicht im Bundestag. Und im Gegensatz zur SED-Nachfolgepartei gibt es auch nicht auf Landes- oder Kommunalebene Koalitionen mit der NPD.

Alles, was Sie gegen die NPD vorbringen, können Sie ebenso gegen »Die Linke« vorbringen: beide sind — zwar alle beide nicht auf dem veröffentlichten Parteitagsbeschluß- und Satzungspapier — potentielle Feinde einer freiheitlichen demokratischen Grundordnung. Die einen durch völkisches, die andern eben durch klassenkämpferisches Gedankengut. Egal, welche der beiden an der Macht wäre: ich (vermutlich ebenso wie Sie) hätte unter beiden Regimen mit meinen Ansichten möglicherweise um mein Leben, recht sicher aber um meine Freiheit zu fürchten.

Daß »Die Linke« oder die NPD jeweils allein eine absolute Mehrheit im Bundestag erzielen, ist so unwahrscheinlich, daß man's getrost ausschließen kann. Aber eine Machtergreifung wird wohl — wie seinerzeit unter Hitler — über den Weg einer Koalition führen.

Und jetzt versuchen Sie sich einmal ganz objektiv folgende Frage zu beantworten:

Was ist wahrscheinlicher — daß »Die Linke«, die SPD und die Grünen eine Koalition bilden, oder daß die NPD, die CDU/CSU und die FDP eine Koalition bilden, die schließlich jeweils zu einer Machtergreifung durch undemokratische Kräfte führen kann?

Und jetzt beantworten Sie noch ebenso ehrlich eine zweite Frage:

Wird durch ein Parteiverbot der NPD eine Mehrheit für eine Koalition Linke-SPD-Grüne wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher?

Wenn Sie bei beiden Fragen mit ehrlicher Überzeugung die zweitere Variante als die mit größerer Wahrscheinlichkeit ansehen, dann mögen Sie zwar subjektiv rechthaben — doch verübeln Sie mir, bitte, nicht, wenn ich Sie diesbezüglich dann nicht mehr ganz ernstnehmen könnte ...

Alipius hat gesagt…

@ anonym: "... ich hätte auch kein Problem damit, wenn Alipius ihn von seiner Blogroll streichen würde."

... und mir diese Debatten entgehen lasse? Keine Chance! ;-)

Morgenländer hat gesagt…

@Anonym:

Eine allerletzte Bemerkung von meiner Seite:

Dass Sie den Lesern nahelegen, ich stünde "heimlich rechtsaußen" - geschenkt.

Aber bei aller Freude an offener Diskussion hört der Spaß doch auf, wenn Sie zu insinuieren beginnen, auf meinem Blog seien "gelegentliche Hetzvokabeln" zu finden.

Nennen Sie mir eine oder gehen Sie - falls Sie das nicht können - mal in sich und fragen sich, was es über den Charakter eines Kommentators aussagt, im Schutz der Anonymität ehrabschneidende Äußerungen zu tun.

Anonym hat gesagt…

@Morgenländer und @le penseur:
Ich sehe mich in der merkwürdigen Lage, dass ich Ihnen gerne weiter widersprechen möchte, aber Ihre letzten Postings geben mir kaum Gelegenheit dazu.
@Morgenländer: Was die Regeln des philosophischen Diskurses anbetrifft, stimme ich Ihnen natürlich zu; ich habe ja in meinem letzten Kommentar zu Ihnen zum wiederholten Male gesagt, dass ich nichts gegen Lektüre und Diskussionen habe. Mit sogenannten Rechtsintellektuellen könnte das sogar im Einzelfall etwas bewirken. Ich fürchte nur, daß "NPD-Ideologen und ihre Anhänger" auf Ihren "Versuch, mit Andersdenkenden ins Gespräch zu kommen" nicht so diskursregelkonform reagieren werden, wie Sie sich das vorstellen. (Und um die NPD ging es ja eigentlich!) Ich wünsche Ihnen viel Glück und Gottes Segen dabei. Mir ging es ja gerade darum, klarzumachen, dass wir es bei der NPD und ihrem Umfeld nicht mit Andersdenkenden, sondern (oft brutal) Andershandelnden zu tun haben. Reden alleine nützt da nichts.
Wie die christliche Antwort auf die Moderne aussehen soll oder kann, ist natürlich als Thema zu groß für den Kommentarbereich dieses Blogeintrags, sondern imgrunde die unausgesprochene Hauptfrage, die täglich über der gesamten Blogozese (und dem Werk des Papstes)schwebt.
@Penseur: Ich will eigentlich kein neues Thema (die Linken) aufmachen, weiß auch nicht, warum Sie von mir Einsatz zum Verbot der Linken fordern, selber aber ein NPD-Verbot prinzipiell ablehnen.Ich mag "die Linke" nicht. Zumindest Teile der Linken vertreten in der Tat (Fern-)Ziele, die nicht verfassungskonform sind. Deshalb gibt es ja auch heftige interne Kämpfe (und die Beobachtung durch den Verfassungsschutz). Und ich finde diese Partei unwählbar.Hier in Berlin wurden sie nach 10 Jahren Mitregierung einfach abgewählt, so wie sie seit zwei Jahren nur noch verliert.Abgesehen davon ist der Prozentsatz von überzeugten Stalinanhängern in der Linken sicher deutlich niedriger als der Prozentsatz von Hitlerfans bei der NPD. Und letztere lehnt das demokratische System als solches ab und predigt ständig Hass und ist mit Kameradschaften und Schlägertrupps verflochten. Ich halte eine Machtübernahme der NPD durch Wahlen für sehr unwahrscheinlich. Ihre Gefahr liegt außerhalb der Parlamente, sie richtet sich auf die Köpfe (im buchstäblichen, blutigen Sinne)Andersdenkender. Sie ist eben nicht einfach eine Partei wie andere, sondern nur ein Arm in einer antidemokratischen Bewegung.Wie sich ein Parteiverbot auf die Wahlergebnisse der übrigen Parteien auswirken würde, weiß ich nicht. Die Ex-NPD-Wähler werden aber wohl kaum in Scharen zu Links-Grün laufen!
So.Wenn ich gewusst hätte, dass sich diese Bloggerei über Tage hinzieht, hätte ich vielleicht gezögert, damit anzufangen. Immerhin ist einiges klarer geworden; was mir auf der Seele drückte, bin ich losgeworden; in einigen Punkten werden wir es bei einem "We agree to disagree" belassen müssen. Ich danke allen Beteiligten für den hartnäckigen Einsatz und hoffe, die Leser unseres Disputs haben die Anregung mitgenommen, dass man sich auch mal innerhalb der Blogozese differenzieren und scharf streiten kann. Und jetzt kehren wir wieder zum business as usual zurück, das gemütlich-harmonische Eindreschen auf die gemeinsamen Feinde da draußen in der bösen links-grün-liberal-evangelischen Mainstreamwelt.Ich hoffe, weiterhin nicht so verbissen wie bei kath.net, sondern mit soviel Gelassenheit, Selbstbewusstsein und Humor wie bislang.
Ich bin dann mal weg.

Anonym hat gesagt…

@Morgenländer:
Entschuldigen Sie bitte , beim Hinschreiben der Formulierung "gelegentliche Hetzvokabeln" hatte ich an Le Penseur gedacht, nicht an Sie. Diesbezüglich ist mir bei Ihnen in der Tat nichts aufgefallen. Und ich wollte auch nichts den Lesern "nahelegen", sondern habe die Leser aufgefordert, sich selbst einen Reim auf Ihre Äußerungen zu machen. (Ich selbst konnte es damals nicht.) Mittlerweile bin ich auch nicht mehr mißtrauisch. Sie sind ein liberal/libertärer-konservativer Katholik mit Ansichten, die ich teilweise nicht teile. Damit kann ich leben und Sie hoffentlich auch.Nichts für ungut.

UralteSage hat gesagt…

@Anonym: Du brauchst dich bei Morgenländer nicht zu entschuldigen, wenn er dir vorwirft, du brächtest "im Schutz der Anonymität ehrabschneidende Äußerungen" gegen ihn vor, eher er bei dir, dafür daß er einem ohne Polemik und Bosheit seiner Position gegenübertretenden Kommentator gleich einen zweifelhaften Charakter unterstellt.

Bei aller Meinungsverschiedenheit verbindet Morgenländer, Le Penseur, Anonym und jeden anderen Kommentator hier zumindest schon mal der Ort, wo unsere Debatte stattfindet, nämlich beim Alipius in der Kommentarspalte, und das beruhigt mich dann auch wieder, weil so eine implizite Gewißheit herrscht, daß es sich auch nach polemischen Grenzfällen wie diesem obigen "näh wat has du ne fiese Charakter" bei allen Beteiligten doch eigentlich um gar nicht so fiese Charaktere handelt…

Daher möchte ich gern meinen Wunsch – ist ja bald Weihnachten ;) – nach einem Forum "Alipius" wiederholen. Es muß nicht unbedingt eine Kopie des bekannten Online-Foren-Formates mit vBulletin-Software oder dergleichen sein. Die Kirche sollte selber als Auftraggeberin eine eigene Software dafür schreiben lassen. (@Anonym: eine weitere Antwort der Kirche auf die Moderne…) Als eine glaubhafte "Integrationsfigur" scheint mir Alipius wie niemand sonst geeignet.

@(Anonym): "Carl Schmitt findet man mittlerweile auch in linken Buchläden. (Les extremes se touchent.)" In der Tat, und auch zu diesem Thema gäbe es noch viel weiterzudiskutieren…

Alipius hat gesagt…

@ UralteSage: Ich danke für die Blumen, aber dieses Integrations-Gefühl kommt natürlich besonders deswegen rüber, weil sich - aus welchem Grund auch immer - die Leute bei mir im Kommentarbereich fast immer alle gut benehmen.

Le Penseur hat gesagt…

@anonym:

Noch ein paar Schlußbemerkungen meinerseits, da Sie mir explizit Dinge vorwerfen, die ich unerwidert nicht stehenlassen möchte:

Wie Ihre Blogseite überhaupt voll ist mit Verschwörungstheorien aller Art.

Ach, wirklich? Na klar, alles, was der Sichtweise des gutmenschlich-links-grünen politisch-medialen Meinungskartells entgegensteht, ist »Verschwörungstheorie. So, wie vermutlich auch dieses Meinungskartell bloß eine Verschwörungstheorie ist. Wie man ja an den Fällen Hermann und Sarrazin (um nur zwei besonders prominente herauszugreifen) nachhaltig bewiesen bekam. Jeder darf in Deutschland alles sagen, vorausgesetzt, er läßt sich als hetzender Nazi und Idiot bezeichnen und ist bereit, seinen Job aufzugeben. Peanuts, sozusagen ...

beim Hinschreiben der Formulierung "gelegentliche Hetzvokabeln" hatte ich an Le Penseur gedacht

Ach wirklich? Welche denn, bitteschön? Eine totalitäre Politreligion als solche zu bezeichnen, wäre »Hetze«? Oder ist es »Hetze«, wenn ich bspw. Muselmanen gelegentlich auch als Kopfwindelträger bezeichne — nämlich dann, wenn sie eine solche tragen? Huch, wie schrecklich! Aber Kölner-Domradio-Witze über einen Neonazi sind natürlich immer okay, nicht wahr? Weil ein Neonazi ist natürlich ein Untermensch, den man legitimerweise als behindert darstellen darf. Ach, wie ich diese Einäugigkeit doch liebe ...

Noch was zu Kopfwindel: ich habe auch schon das Chorhemd katholischer Geistlicher als »5 Meter Klöppelgardine« bezeichnet und es ebenso mit Fassung getragen, daß ein indischer Geschäftsfreund, dem ich im originalen Steireranzug (mit grünen Lampassen, nämlich) scherzhaft salutierte und meinte, ich sähe wie ein Gendarmerie-General aus. Sowas muß man aushalten, und hält man auch aus. Nur Kopfwindelträger brauchen dann offenbar einen Spezialschutz für ihr sensibles Gemütchen ...

Interessant auch Ihre Bemerkung, dass die Bezeichnung der NSDAP als rechtsaußen "ebenso üblich wie unsinnig" ist. Da Sie in dem Wort "nationalsozialistisch" den Wortteil "sozialistisch" gefettet haben, meinen Sie vielleicht, man sollte sie lieber linksaußen nennen?

Links jedenfalls. Wenn Sie das 25-Punkte-Programm der NSDAP lesen, dann werden Sie schnell feststellen, daß es ein genuin sozialistisches ist. Und die planwirtschaftliche, kollektivistische Realität 1933-45 entsprach dem auch vollständig.

... oder nur (von sich selbst)überzeugte Libertäre sind, die den Rechtsextremen ihr Geschäft erleichtern ...

Ganz im Gegenteil. Die Vertretung libertärer Standpunkte, die im Wettbeweb mit anderen Standpunkten stehen, erschwert den Rechtsextremen ihr Geschäft. Sie hingegen wollen Unterdrückung anderer Meinungen, um die Freiheit zu schützen. Sagen Sie mal: ist Ihnen der eklatante Widerspruch in dieser Denkungsart noch nicht aufgefallen?

(Fortsetzung)

Le Penseur hat gesagt…

@anonym (Forts.)

In zwei Punkten immerhin sind wir uns einig: 1. das Verbot der SED hat man 1990 leider verpasst ...

Falsch, da sind wir uns nicht einig. Ich wäre auch 1990 gegen ein solches Verbot gewesen (und wäre es heute ebenso). Auch wenn ich Gysi & Co. zum Kotzen finde (okay, Wagenknecht ist ganz schnuckelig, wenn sie den Mund hält — aber das ist jetzt was anderes ...). Und ich habe Sie auch nur (offenbar nicht erkennbar genug) bloß rhetorisch zum Verbot der »Linken« aufgefordert — um Ihnen zu demonstrieren, wie hanebüchen doch die Forderung nach einem Parteiverbot welcher Art auch immer ist. Wenn der konkrete Politiker X. die Forderung aufstellt, ein wirkliches Verbrechen*) zu begehen, dann braucht es kein Parteiverbotsverfahren, sondern einen Staatsanwalt, der ihn verfolgt. Wenn ein (geheim gefaßter, aber nicht einstimmiger) Parteitagsbeschluß solches fordern würde, kann man ihn für ungültig erklären und seine Befolgung strafrechtlich ahnden. Ein pauschales Parteiverbot ist jedenfalls nie der richtige Weg, außer vielleicht, es gelingt der Nachweis, daß faktisch der gesamte Parteiapparat kriminell ist. Nur darf man dann diese Partei nicht von oben bis unten mit V-Leuten durchsetzen, die den Auftrag haben, möglichst radikale Vorschläge zu machen, damit man die Partei verbieten kann (wie es bei der NPD augenscheinlich der Fall war und ist). Muß ich Ihnen noch erklären, warum?

Abgesehen davon ist der Prozentsatz von überzeugten Stalinanhängern in der Linken sicher deutlich niedriger als der Prozentsatz von Hitlerfans bei der NPD.

Muß man überzeugter Stalinanhänger sein, um was gegen Demokratie zu haben? Kommunist recht da völlig.

Und letztere lehnt das demokratische System als solches ab und predigt ständig Hass und ist mit Kameradschaften und Schlägertrupps verflochten.

Na klar, und »Die Linke« hat mit den Schlägertrupps im Umfeld von Attac & Co. nix zu tun, LOL.

Ihr Blog kann "sicherlich nicht als »katholischer« Blog bezeichnet werden" und ja: ich hätte auch kein Problem damit, wenn Alipius ihn von seiner Blogroll streichen würde.

Ihr Problem zu beseitigen steht leider nicht in meiner Macht ...

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*) und damit meine ich klassische kriminelle Tatbestände, nicht irgendwelche Gummiparagraphen à la »Verhetzung«, die mich fatal an die »Boykotthetze« der DDR oder das »Heimtückegesetz« der Nazis erinnern und demokratischer Rechtsstaatlichkeit unwürdig sind!

Morgenländer hat gesagt…

@Anonym:

Ich meinerseits bin gern bereit, mich für den gereizten Ton meiner letzten Replik zu entschuldigen, gebe aber

@Uralte Sage

zu bedenken, dass - wohl nicht nur in meinem Sprachgebrauch - die Verwendung des Ausdrucks "Hetzvokabeln" sehr wohl ein Zeichen aggressiver Polemik ist.

Wie dem auch sei, dem Lob des Herrn Alipius schließe ich mich gerne an.

Viele Grüße
Morgenländer