Freitag, 4. November 2011

Problematisch

Josef Bordat äußert sich zur den in der Europäischen Union geltenden Richtlinie hinsichtlich der Strafbarkeit von Meinungsäußerungen, die nicht mehr durch das entsprechende Freiheitsrecht gedeckt sind:
    Interessant ist daran nun folgendes: Hassreden gegen Menschengruppen sind strafbar, es sei denn es handelt sich dabei um Hetze gegen religiöse Gruppen, die nicht gleichzeitig unter die Kategorie "Antisemitismus" (Juden) oder "Rassismus"/"Fremdenfeindlichkeit" (Moslems, Hindus) fallen. Wer fällt uns dazu ein? Zum Beispiel: Christen. Großbritannien hatte darauf gedrängt – obgleich es damit „in vielen Delegationen für Stirnrunzeln [sorgte]"

    Hintergrund der Bedingung des Vereinigten Königreichs sei, so die Netzzeitung, "der Streit zwischen Katholiken und Protestanten in Nordirland". Das, so die Netzzeitung weiter, berichteten "britische Medien". Denn: "Dort [in Nordirland, J.B.] seien derbe Beschimpfungen zu üblich, als dass man sie strafrechtlich verfolgen könne." Also, Tenor wie gehabt: "Die Christen sind selber Schuld! Verhalten sich so, dass man sie nicht schützen kann!" – Hier hat dann die europäische Seele in der Regel ihren Frieden. Und die Delegiertenstirn kann sich glätten.
Aber was, wenn nun ein nach Europa ausgewanderter katholischer Afrikaner oder Südamerikaner sich durch antichristliche Hetze angesprochen fühlt? Dort gibt es immerhin bedeutend mehr Katholiken, als in Europa.

Betretenes Schweigen und/oder fadenscheinige Ausflüchte?

Ja, klar... Hab' ich mir gedacht...

Warum wurde der Hintergrund der Bedingung des Vereinigten Königreichs nicht offen und ehrlich angegeben? "Christen gehen nicht randalierend und drohend auf die Straße und sprengen nicht sich und andere in die Luft, brennen keine Botschaften nieder und schießen nicht wild um sich, wenn man ihren Glauben durch den Kakao zieht, also alles im grünen Bereich..."

Politlaffen....

Kommentare:

Le Penseur hat gesagt…

Touché.

Anonym hat gesagt…

Pater,ich stimme dem Gesagten zu und enthalte mich weiteren Kommentars, weil zur Vertretung des Katholischen auch gegenüber dem Staat per Amt berufene Personen, sich des ihrigen u.a. auch zu dieser ernsten Entwicklichung auch enthalten, und dies in mir gewisse Schlußfolgerungen und Emotionen hervorruft, die ich aus Respekt dem Amt gegenüber lieber unterdrücke.
Aber soviel: ich könnte mir alle Klamottem mit "Salvo L'Unto" bedrucken, ich fürchte, so ganz kommt man auf Dauer um eine grundsätzliche Diskussion der Relation bzw. Diskrepanz zwischen "Amt" und dieses ausübenden Personen nicht mehr herum.

L. A. hat gesagt…

also so sehr enthalten wollte ich mich nun auch wieder nicht.

Deutsche Technik,schwere Technik,ich nix "anonym".

L.A. stehen zu seine Palaver, Hugh!

ancillaDomini hat gesagt…

Aber was, wenn nun ein nach Europa ausgewanderter katholischer Afrikaner oder Südamerikaner sich durch antichristliche Hetze angesprochen fühlt?

Dann hat er 2 Möglichkeiten: Glück oder Pech.
Er kann entweder kulturelle Gründe angeben, warum ihn das in seiner Identität als afrikanischer Christ angreift, dann zählt das unter Rassismus und er hat Glück und wird vom Gesetz geschützt.

Oder er kann das nicht, dann hat er Pech gehabt.