Montag, 7. November 2011

Eine seltsame Idee...

... findet sich hier.

Einen passenden Kommentar (nach Einholung weiterer Informationen) gibt's hier.

Kommentare:

Arminius hat gesagt…

Das Kernproblem besteht darin, daß wir Steuerzahler diese Dame bezahlen müssen.

Anonym hat gesagt…

Obwohl die Frau mir nicht sympathisch ist, finde ich das Argument mit den Steuerzahlern einfach peinlich.
Die zahlt nämlich auch Steuern (will ich mal unterstellen).

L. A. hat gesagt…

So ist es, @Arminius.

Diese Art "Virus", Tatsachen zu "Konstrukten" umzudeuten, ist ja nicht neu.
Aber jede(r), dem Amt und Einkommen verliehen wird, vom Erarbeiteten anderer, ohne,daß diese unfreiwilligen Finanziers ein Mitspracherecht darüber haben, über das sie unter Aspekten von persönlichem oder gesellschaftlichem Nutzen entscheiden dürften, fühlt sich, vielleicht grade deswegen, weil er/sie weiß,daß auf einem "Markt" nichts vom elaboriereten Blabla verkauft werden würde und also irgendwas sinnvolles jobben gehn müßte,sozusagen von "höherer Macht" für die Verbreitung seines/ihres Schwachfugs berufen.
Nehme an, Hegel läßt grüßen:-)

Alipius hat gesagt…

@ Claudia: Jeder zahlt Steuern, aber nicht jeder ergeht sich in Aktivitäten, durch die Steuern verschwendet werden.

Anonym hat gesagt…

Darauf singe ich mit J.S.Bach:
C-A-F-F-E-E, trink nicht so viel Kaffee, nicht für Kinder ist der *piiiiep*trank ...

Krank, sowas.

Anonym hat gesagt…

Dem eigenen Rassismus ins Gesicht zu blicken, scheint schwieriger zu sein, als erwartet, wie ich den obigen Kommentaren entnehme. Da steht Frau Dr. Eske Wollrad noch eine Menge Arbeit ins Haus, was auch die in sie investierten Steuern mehr als legitimiert!

Alipius hat gesagt…

@ anonym: "Dem eigenen Rassismus ins Gesicht zu blicken, scheint schwieriger zu sein, als erwartet, wie ich den obigen Kommentaren entnehme."

Bitte elaborieren Sie (wenn Sie können).

Laurentius Rhenanius hat gesagt…

Die Eingriffe jener Denkungsart sind weniger von historischem Verständnis als von der hohen Meinung über die eigene Weltanschauung geprägt. Hier reihen sich die Zensoren der P.C. in die Tradition ihrer Vorgänger ein, denen das Werk eines Autors nichts galt, die eigene Ideologie aber alles. Ob man nun aus China bei Jim Knopf nun das "nowhereland" Mandala macht oder bei Mark Twain "schlimme Worte" entfernt, es ist und bleibt Zensur und Bevormundung einer angeblich unmündigen Leserschaft durch unauthorisierte ErzieherInnen.
Beispiel:
http://www.zeit.de/kultur/literatur/2011-01/twain-neue-edition-kommentar

Le Penseur hat gesagt…

@Rev.Alipius:

Bitte elaborieren Sie (wenn Sie können).

Geniale Replik! Muß ich mir für gegebenenfallsige ;-) Verwendung merken ...

Anonym hat gesagt…

Bitte elaborieren Sie (wenn Sie können). Nichts leichter als das. In der Auseinandersetzung (oder ist das hier ein Tribunal?) mit einer Wissenschaftlerin, die zum Thema Rassismus arbeitet, das alte Lied C A ... anzuführen, zeugt von fehlender Sensibilität, Ignoranz, ... oder eben eigenem rassistischen Gedankengut ohne sich dessen bewusst zu sein und ohne die Bereitschaft, sich kritisch damit auseinander zu setzen.

Der Kommentar von L.A. in all seiner Verschachtelung, könnte beim flüchtigen Lesen zu der Annahme (ver-)führen, Wissenschaft Treibende, die Randgebiete und nicht Mainstramthemen bearbeiten und nicht von der Wirtschaft sondern aus Steuergeldern finanziert werden, bekämen dieses Einkommen zu Unrecht und lebten quasi als Schmarotzer auf Kosten der Allgemeinheit. Die darin implizierte Verallgemeinerung hat ebenfalls durchaus rassistisches Potential.

Dann bleibt noch Ihre Anfrage nach Elaboration, die in sich selbst bereits in Bezug auf das Thema Rassismus zumindest auf eine gewisse Unmusikalität schließen lässt.

Alipius hat gesagt…

@ anonym. Das ist ja nun vollkommener Blödsinn. Ich habe doch extra die Einschränkung "Wenn Sie können" dazugeschrieben, um Sie vor einer solchen Blamage zu bewahren.

Wer ein (zugegeben stellenweise leicht verzweifelt klingendes) Humorgelächter angesichts der Absurdität des Unternehmens von Fr. Wollrad nicht von Rassismus (oder einer mangelnden Bereitschaft, sich damit auseinanderzusetzen) zu unterscheiden weiß, der versäuerlicht innerlich und verdirbt nicht nur anderen den Spaß sondern vor allem auch sich selbst. Dieses bierenste, vage Urteilen vom moralischen Hochsitz herab ist für mich eigentlich viel schlimmer als jeder Witz, der hier gerissen wurde, zeigt es doch, daß es einerseits Leute gibt, die schon post-rassistich mit Humor auf so etwas reagieren können, weil ihre eigene Erfahrung und ihre eigenen Lebensumstände schon längst für Normalität gesorgt haben (denken Sie ernsthaft, ich würde mich dafür interessieren, ob ein Mitbruder, mit dem ich zusammenarbeite, Afrikaner oder Inder oder Chinese oder Europäer ist?), und daß es andererseits Leute gibt, die auch nicht mehr das geringste Vertrauen in den Menschen mitbrigen, weil sie bis in jede Combox hinein meinen umerziehen zu müssen.

Und wenn wir schon beim Implizieren sind: Ist es jetzt also schon so weit, daß man selbst Anfragen nach exakterer Erklärung nicht mehr aussenden darf, ohne der Unmusikalität bzgl Rassismus bezichtigt zu werden? Doch wohl hoffentlich nur im Wolkenkuckucksheim eines politisch korrekten Dystopia.

Schonen Sie Ihre Nerven und meine Leser.

Anonym hat gesagt…

Unverschämtheit, sowas! Insubordination! Vorkonziliarst hoch drei!

Wie *piep* sind wir ge*piep*, daß das Königsargument unserer Tage -

"O welch dumpfer Rassismus in Ihren Reihen!"

hier nicht sticht, sondern vielmehr zum Löcken gegen den Stachel der Rassismus-attestierenden-Korrektheit herausfordert. Das Königsargument bedarf keiner Begründung, hat keiner Begründung zu bedürfen!!

Nun ist proaktiv sein angesagt: Stuhlkreis her! Sofort! Gitarre her! Sofort! Und jetzt alle zusammen "We shall ooovercooome..."

Pompous Ass

Le Penseur hat gesagt…

Ohne mich in Ihren sicher hochgeistigen Diskurs mit Herrn Alipius einmengen zu wollen, muß ich mich dennoch fragen, ob Sie angesichts Ihres Schlußsatzes:

Dann bleibt noch Ihre Anfrage nach Elaboration, die in sich selbst bereits in Bezug auf das Thema Rassismus zumindest auf eine gewisse Unmusikalität schließen lässt.

... ernstlich vermeinen, daß es die »Musikalität« in Bezug auf das Thema Rassismus erhöht, wenn man den schlichten Zweifel, ob etwas als »rassistisch« anzusehen sei, bereit mit Rassismusverdacht belegt.

Derlei Vorgangsweise pflegt gemeinhin in die Kategorie der self-fulfillig prophecy eingereiht zu werden. Ich empfehle Ihnen hierzu wärmstens, das Buch »Anleitung zum Unglücklichsein« von Paul Watzlawick zu lesen. Das hilft meistens ...