Dienstag, 18. Oktober 2011

Und dann wäre da noch...

... der "Verein zur Förderung von Reformen in der römisch-katholischen Kirche", welcher durch das Wegstreichen zweier Pünktchen seine Funktion bedeutend besser beschriebe. Denn "Wir sind Kirche" fordert mal wieder.

Der Tonfall ist wie gewohnt sehr bescheiden und auf Dialog ausgerichet. Die Inhalte liegen wie üblich nahe an der Realität. Wer meint, er könne in einem solchen Dokument noch Überraschungen finden, ist herzlich eingeladen, dem Link zu folgen und seine Nerven zu strapazieren.

Ich gebe hier nur den letzten Satz wieder, weil er eine ganz neue Dimension des Hochmuts und des Spaltungswillens aufweist:
    Wir fordern unsere Bischöfe auf [Ganz demokratisch und dialogbereit...], die Realität wahrzunehmen [Okay... Welche Realität darf's denn sein? Zufällig die des Katechismus, des Kirchenrchts und der Konzilsdokumente? Oder lieber die Realität, die einen an der Einheit der Kirche interessierten Bischof dazu verleitet, zum Wohl der ganzen Herde mal hier und da mit dem Hirtenstab vereinzelten Schäfchen einen Klaps auf's Hinterteil zu verpassen?], sich mit dem Volk Gottes zu verbünden [Gipfel der Enttarnung: Verbündet euch gefälligst mit dem Volk Gottes gegen Rom. Denn das bringt Segen und Heil und Zufriedenheit. Zumindest so lange, bis uns neue Forderungen einfallen...] und endlich auch ihren Beitrag für eine neue Glaubwürdigkeit der Kirche zu leisten [Denn WIR haben diesen Beitrag schon längst geleistet. Was kann schließlich glaubwürdiger sein, als eine Kirche, in der ein bestimmtes Nörgel-Kontingent immer genau das Gegeteil von dem fordert (wenn nicht gar praktiziert), was die Kirchenleitung eigentlich vorgesehen hat. Bei soviel gelebter Einheit und Zufriedenheit werden wir Außenstehende so magisch anziehen, wie ein vereister Laternenpfahl die Zunge eines neugierigen Neunjährigen. Jetzt müssen halt die Bischöfe ENDLICH AUCH mal was tun].
Ernsthaft?

Habt Ihr überhaupt kein Schamgefühl mehr?

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