Montag, 17. Oktober 2011

Jahr des Glaubens...

Auszug aus dem Motu Proprio "Porta Fidei", welches Papst Benedikt XVI anläßlich der ausrufung des Jahres des Glaubens" veröffentlicht hat:
    Wir dürfen nicht zulassen, daß das Salz schal wird und das Licht verborgenen gehalten wird [Wir sind das Salz der Erde. Christus ist das Licht der Welt. In der heutigen Zeit wird beides gebraucht: Christus und Menschen, die ihn verkündigen]. Auch der Mensch von heute kann wieder das Bedürfnis verspüren, wie die Samariterin zum Brunnen zu gehen, um Jesus zu hören, der dazu einlädt, an ihn zu glauben und aus der Quelle zu schöpfen, aus der lebendiges Wasser hervorsprudelt [Ich glaube sogar, daß der "Mensch von heute" dieses Bedürfnis bereits spürt. Er hat nur noch nicht die Mittel und Wege gefunden, es zu befriedigen, weil nicht wenige Leute in der Kirche oft zu sehr damit beschäftigt sind, sich auf Nebenschauplätzen herumzutreiben und Mission und echtes Zuegnis dadurch zu kurz kommten]. Wir müssen wieder Geschmack daran finden, uns vom durch die Kirche treu überlieferten Wort Gottes und vom Brot des Lebens zu nähren – Gaben, die allen zur Stärkung angeboten werden, die seine Jünger sind ["Geschmack daran finden" ist eine gute Formulierung. Man kann nicht sagen, daß man etwas nicht mag, wenn man es nie probiert hat. Man kann darüberhinaus eine große Überraschung erleben, wenn einem Dinge, die man als Kind oder junger Erwachsener als "igitt" empfand, in reiferem Alter plötzlich sehr munden]. Die Lehre Jesu ertönt nämlich noch in unseren Tagen mit derselben Kraft: „Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt“ [Es gibt etwas, das jenseits unseres irdischen Lebens liegt. Sich dafür abzumühen lohnt sich, denn es ist ein Schatz, der ewig bleibt].

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    Nur glaubend also wächst der Glaube und wird stärker; es gibt keine andere Möglichkeit, Gewißheit über das eigene Leben zu haben, als sich in ständig zunehmendem Maße den Händen einer Liebe zu überlassen, die als immer größer erfahren wird, weil sie ihren Ursprung in Gott hat [Wer glaubt, öffnet sich für die Liebe Gottes, welche nie endet und nicht gemessen werden kann. Aus ihr strömen die Kräfte, die den Glauben nicht nur erhalten, sondern wachsen lassen].

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    Die Inhalte des Glaubens, der bekannt, gefeiert, gelebt und im Gebet ausgedrückt wird, wiederzuentdecken und über den Glaubensakt selbst nachzudenken, ist eine Verpflichtung, die jeder Gläubige übernehmen muß, vor allem in diesem Jahr [Das Jahr des Glaubens wird kein Selbstläufer. Jeder Gläubige hat die Verpflichtung, sich selbst erneut oder auch zum ersten Mal vertieft den Inhalten unseres Glaubens auszusetzen, sie zu betrachten und sie zu verstehen].

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    Mit dem Mund bekennen bedeutet seinerseits, daß der Glaube ein öffentliches Zeugnis und Engagement einschließt. Der Christ darf niemals meinen, glauben sei eine Privatsache [Kann es nicht sein, denn man geht ja schon allen möglichen Menschen auf die Nerven, wenn man sich nur in einen Menschen verknallt hat und Tag und Nacht nur von "Ihr" oder "Ihm" schwärmt, Photos rumreicht und was weiß ich noch. Wenn zig Millionen von Menschen sich nun in einen Gott verliebt haben, dann versuch denen mal zu erklären, das sei Privatache]. Der Glaube ist die Entscheidung, beim Herrn zu sein und mit ihm zu leben. Dieses „Bei-ihm-Sein“ führt in das Verständnis der Gründe ein, warum man glaubt [credo ut intelligam... Auf die Entscheidung, zu glauben folgt das Verständnis der Gründe für den Glauben]. Gerade weil der Glaube ein Akt der Freiheit ist, erfordert er auch die gesellschaftliche Verantwortung für das, was man glaubt [Christliche Freiheit ist keine beliebige Freiheit sondern kommt mit einem dicken Paket von Verantwortung].

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    Das Bekenntnis des Glaubens selbst ist ein persönlicher und zugleich gemeinschaftlicher Akt. Der erste Träger des Glaubens ist nämlich die Kirche. Im Glauben der christlichen Gemeinde empfängt jeder die Taufe, das wirksame Zeichen der Eingliederung in das Volk der Gläubigen, um das Heil zu erlangen. So bestätigt der Katechismus der Katholischen Kirche: „»Ich glaube«: das ist der Glaube der Kirche, wie ihn jeder Glaubende, vor allem bei der Taufe, persönlich bekennt. »Wir glauben«: das ist der Glaube der Kirche, wie ihn die zum Konzil versammelten Bischöfe oder, allgemeiner, die zur Liturgie versammelten Gläubigen bekennen. »Ich glaube«: So spricht auch die Kirche, unsere Mutter, die durch ihren Glauben Gott antwortet und uns sagen lehrt: »Ich glaube«, »wir glauben« [Glauben ohne Kirche = Glauben ohne Gemeinschaft = Glauben ohne Richtung].

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    [** zaunpfahlhochheb **] Um zu einer systematischen Kenntnis der Glaubensgeheimnisse zu gelangen, können alle im Katechismus der Katholischen Kirche [** wink-wink-wink **] ein wertvolles und unentbehrliches Hilfsmittel finden [** zaunpfahlwegleg **].

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    Es wird entscheidend sein, im Laufe dieses Jahres die Geschichte unseres Glaubens durchzugehen, die das unergründliche Geheimnis der Verflechtung von Heiligkeit und Sünde sieht. Während erstere den großen Beitrag hervorhebt, den Männer und Frauen mit ihrem Lebenszeugnis für das Wachsen und die Entwicklung der Gemeinschaft geleistet haben, muß die zweite in einem jeden ein aufrichtiges und fortdauerndes Werk der Umkehr hervorrufen, um die Barmherzigkeit Gottes des Vaters zu erfahren, der allen entgegenkommt [Es gibt viel zu tun. Packen wir's an!].

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    Aufgrund des Glaubens nahm Maria das Wort des Engels an und glaubte der Botschaft, daß sie im Gehorsam ihrer Hingabe die Mutter Gottes werden sollte, ... verließen die Apostel alles, um dem Meister nachzufolgen, ... bildeten die Jünger die erste Gemeinde, ... gaben die Märtyrer ihr Leben hin, ... haben Männer und Frauen ihr Leben Christus geweiht und alles verlassen, ... haben im Laufe der Jahrhunderte Männer und Frauen jeden Alters, deren Namen im Buch des Lebens verzeichnet sind, die Schönheit bekannt, was es heißt, dem Herrn Jesus dort nachzufolgen, wo sie berufen waren, ... leben auch wir: für die lebendige Erkenntnis Jesu, des Herrn, der in unserem Leben und in der Geschichte gegenwärtig ist [Glaube versetzt Berge und verändert die Welt!].

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    Der Glaube ohne die Liebe bringt keine Frucht, und die Liebe ohne den Glauben wäre ein Gefühl, das ständig dem Zweifel ausgesetzt ist. Glaube und Liebe erfordern sich gegenseitig, so daß eines dem anderen erlaubt, seinen Weg zu gehen [Freiheit zur Bewegung gibt es nur dort, wo Glaube und Liebe sich nicht ausschließen].

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    Möge dieses Jahr des Glaubens die Beziehung zu Christus, dem Herrn, immer mehr festigen, denn nur in ihm gibt es die Sicherheit für den Blick in die Zukunft und die Garantie einer echten und dauerhaften Liebe [BINGO!]
Ich freu mich auf das "Jahr des Glaubens!

1 Kommentar:

Johannes hat gesagt…

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