Montag, 10. Oktober 2011

Die Frage ist natürlich...

... ob es hier um ein "päpstliches Machtwort" oder um eine Bestätigung der Befindlichkeiten der Dialoges-Profis geht.

Die SÜDDEUTSCHE ist der Meinung, daß die Deutschen Bischöfe beim Versucht, das Schweigen des Papstes zum Dialogprozeß zun interpretieren, im Nebel herumstochern:
    Die nebulösen Interpretationsversuche ihrer Bischöfe werden sie enttäuschen, denn die Basis wünscht sich eine Kirche, die von unten gedacht wird und der modernen Gesellschaft gerecht wird. Doch das widerspricht dem katholischen Kirchenverständnis. So hätte allein ein päpstliches Machtwort den Dialog beflügeln können.
Worum geht es hier denn eigentlich? Geht es darum, daß der Papst als Oberhaupt aller Katholiken, nichts zum Dialogprozeß der deutschen Kirche gesagt hat? Was, wenn er etwas gesagt hätte? Was, wenn er etwas gesagt hätte, das den Sitzfleisch-Katholiken, Gremien-Gschaftlhubern und Vollzeit-Dialogern nicht gepaßt hätte? Wäre es dann immer noch genehm? Oder wäre es dann mal wieder ein päpstliches Machtwort zuviel gewesen?

Das Problem dieser Leute ist doch nicht, daß der Papst nichts gesagt hat. Das Problem dieser Leute ist, daß der Papst sie nicht bestätigt hat.

Kommentare:

Arminius hat gesagt…

Das Problem dieser Leute ist, daß der Papst sie nicht bestätigt hat.
Sehr schön formuliert. Das trifft den Nagel auf dem Kopf.

Tiberius hat gesagt…

Ich weiß überhaupt nicht, was es da zu deuteln gibt. Solange das vornehme und höfliche Schweigen des Papstes auf ein vornehmes und höfliches Ohr trifft, dürfte eigentlich jedem klar sein, was es bedeutet. "Wer Ohren hat, der höre". Leider ist die politsche Klasse genau auf diesem Ohr taub.

Admiral hat gesagt…

...die von unten gedacht wird [...] So hätte allein ein päpstliches Machtwort den Dialog beflügeln können.

Aber ein päpstliches Machtwort wäre doch dann wieder von oben gekommen? Jetzt bin ich total verwirrt.....

Johannes hat gesagt…

Kompliment!

Anonym hat gesagt…

Jeder Beruf hat so seine Berufskrankheiten und, ich möchte sagen, seine standesgemäßen Versuchungen.

Journalisten sind stolz auf ihre Unabhängigkeit, was Meinungen angeht. Allerdings wird in der Praxis oft "Unabhängigkeit mit der ungedhinderten Befriedigung der ideologischen Bedürfnisse der Mitarbeiter" verwechselt (Michael Fleischhacker hat's gesagt, Thomas Chorherr hat's zitiert - diesen beiden Journalisten glaube sogar ich etwas).

Ist doch schön, was man in der Mediengesellschaft alles erleben darf. Von Fachkenntnis war in dem Zitat nämlich nicht die Rede ...

Pompous Ass