Freitag, 23. September 2011

Zu Israel/Palästina

Seit ich da war, habe ich eine ungute, weil unrealistische Vermutung: Frieden wird es dort nur geben, wenn alle Menschen guten Willens, die es dort eben so gibt, es fertigbringen, die Uhren auf Null zu stellen und mit dem Auf- und Abrechnen aufzuhören.

Jeder normale Mensch wünscht sich Frieden. Jeder normale Mensch wünscht sich, daß er seine Religion ausüben kann, ohne, daß ihm irgendwer ans Bein pinkelt. Jeder normale Mensch wünscht sich Sicherheit für die, die er liebt und für das, was er hat. Und jeder normale Mensch ist bereit, dem Anderen zu geben, was er selbst vom Anderen erwartet.

Und wenn es Interessen gibt, deren Auswirkungen bzw Umsetzung diesen Wünschen entgegenstehen, dann müssen die normalen Menschen eben über die nur für Extremisten, Gierlappen, Machtjunkies und Waffenfreaks interessanten Gräben hinweg den Schulterschluß wagen und sagen "Schluß!"

Ernsthaft: Seit ich in Israel war, klingt "Stell dir vor es ist Krieg und niemand geht hin" besser als je zuvor.

Für die, die's gar nicht ohne packen, kann man ja wieder hübsch die stehenden Heere einführen und irgendwo 'ne große Wiese klarmachen, auf der sie dann gegenseitig ihr Heldenblut vergießen können.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Sowohl Deine Bilder wie diese Worte rufen mir meine Israelreise im Frühjahr 1996 in Erinnerung. Rabin, der so viel für ein friedliches Miteinander von Israelis und Palästinensern getan hatte, war kurz vorher ermordet worden.

Und immer wieder frage ich mich ganz naiv: Warum können in diesem wundervollen Land Menschen nicht dauerhaft in Frieden leben?