Freitag, 26. August 2011

Man hat leider nicht genug Hände...

... um sich so an den Kopf zu packen, wie man es eigentlich möchte.

Hier verschiebt sich die Doppelmoral: Früher war man eine Tunte, wenn man einen Freund zum Abschied in den Arm nahm, aber ein Kerl, wenn man sich beim Fußball gegenseitig auf die Hinterteile klopfte oder beim Torjubel Küßchen gab. Heute ist man ein Progressiver, wenn man mit dem richtigen Parteibuch in der Tasche über Sex mit Kindern nachdenkt, aber ein Pädophiler, wenn man als Priester beim Mannschaftssport einen Jungen berührt.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hm, eigentlich ein Fall für 23 Bier, oder ? :)

Anonym hat gesagt…

Nachdem ich schon mal aggressiv angepöbelt wurde, weil ich einem Baby zugelächelt habe, wundert mich in dieser Hinsicht wenig.
Wenn die Hysterie so weitergeht, werden wir irgendwann reihenweis Erwachsene mit Sockenschuß haben, zurückzuführen darauf, daß ihnen in der Kindheit das Umarmen von größeren Menschen untersagt wurde und daß man ihnen erklärt hat, lächelnde Fremde sind immer böse.

Catocon hat gesagt…

Die Umwertung aller Werte geht weiter, aber auf eine Weise, die selbst Nietzsche im Grabe rotieren lässt...

Arminius hat gesagt…

Ich habe die Berichte auch gelesen. Es waren alles Berichte aus zweiter oder dritter Hand. Nirgendwo fand sich ein Hinweis auf Namen oder Orte.

Schon merkwürdig.

Alipius hat gesagt…

@ arminius: Ja, wäre schon schön, wenn es eine Ente wäre. Aber das wirft dann die Frage auf: Warum?

Leise Ahnung hat gesagt…

Es ist so übel, macht mich traurg und zornig, auch angesichts dieser so oft von unflätigem Pöbel rausgekotzten Beleidigungen gegen Priester! Ich bitte meine Begleitung, falls sich so etwas anbahnt, micht zur Not zurückzuhalten - und das ist nötig.
Oft denke ich an die Zeiten, wo man sich für solche Schmähung entweder zu entschuldigen hatte - oder im Duell dafür einstehen mußte - wär erzieherisch gar nicht sooo schlecht.
Zum Trost, liebe Geistliche: You never walk alone!

Anonym hat gesagt…

Besonders hübsch wird es in Verbindung mit dieser Meldung. Wenn ein Bischof die Namen der des Missbrauchs für schuldig befundenen Priester zusammen mit den Namen derer, gegen die bisher nur der Vorwurf erhoben wurde, veröffentlicht, wird man sprachlos.

Josef Bordat hat gesagt…

Ich habe eine Nachfrage zu der zitierten Quelle an PiP gestellt und erhoffe mir daraus etwas mehr Klarheit. Der Fall scheint in der Tat zu unglaublich.

JoBo

Sponsa Agni hat gesagt…

Alipius, das kriegst Du als "Denk-würdig". Muss sein. Wahrer geht es nicht.

Josef Bordat hat gesagt…

PiP hat mir die Echtheit des Zitats bestätigt und mir für weitere Recherchen folgende Daten überlassen:

Leitartikel, erschienen in: "Schweizerisches Katholisches Sonntagsblatt", 24. Juli 2011. Verlag: Schmid-Fehr AG, 9403 Goldach (Schweiz), Tel.: +41 (0)71 844 03 33.

Leider habe ich derzeit nicht die Ruhe für Nachforschungen. Vielleicht kann/will das Jemand übernehmen. Ich habe allerdings keinen Zweifel an der Version, so unglaublich sie klingt. Denn die Frage ist ja: Warum sollte in einem Kirchenzeitungsartikel etwas frei erfunden werden? Einfach so. Cui bono?

JoBo