Montag, 8. August 2011

Kleiner Einspruch

Chrysostomos hat auf Tacheles einen Beitrag mit dem Titel "Priester sein heute?" gepostet. Seine Vorbehalte gegenüber der Durchsicht der Priesterakten teile ich. Aber wenn er anfangs schreibt:
    Ehrlich gesagt, ich möchte derzeit wirklich nicht Priester sein: In der Gesellschaft steht er unter Generalverdacht, in den Gemeinden steht er zwischen allen Polen, in den riesigen Seelsorgeeinheiten verheizt allein auf weiter Flur. Der Rückhalt und die Fürsorge der Bischöfe lassen erheblich zu wünschen übrig...
... dann sage ich: "Ich möchte derzeit gerne Priester sein, nämlich als Klosterneuburger Chorherr und Kaplan von Floridsdorf. Wir haben noch Pfarren und keine Seelsorgeeineiten, Rückhalt und Fürsorge vom Herrn Prälaten, vom Herrn Stiftsdechanten und von meinen Mitbrüdern bekomme ich, Generalverdacht habe ich noch keinen auf den Kopf zugesagt bekommen und die Fronten, zwischen denen man hier und dort in einer Gemeinde vielleicht mal stehen mag, lassen sich, wenn man es ehrlich, halbwegs glaubwürdig und einigermaßen ernsthaft angeht, erstaunlich einfach annähern."

Sorry für diese schamlose Stift Klosterneuburg-Reklame, aber es ist vielleicht ganz gut, wenn man da draußen weiß, daß es auch anders geht...

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Gottseidank geht es bei Euch anders! Und ich wünsche Euch von Herzen, daß es so bleibt. Ich wünsche Euch so viel Nachwuchs, daß Ihr anbauen müsst. Vor einigen Jahren war ich einmal privat mit einem Weinviertler Diakon in Euren Mauern. Die Stimmung hat mir sehr gut gefallen.
Liebe Grüße ins wunderschöne Klosterneuburg
Chrysostomos

Kaplan Thomas Jäger hat gesagt…

Der Meinung vom Herrn Alipius möchte ich mich nahtlos anschliessen und anstatt dem Stift Klosterneuburg hier Erzbistum Vaduz einfügen!
Kaplan Jäger

Alipius hat gesagt…

@ Chrysostomos: Danke!

@ Kaplan Jäger: Sehr schön! Schon zwei Ausweich-Möglichkeiten ;-)

feline hat gesagt…

Ok, ich denke über einen Umzug nach!

Anonym hat gesagt…

ich bekomme ja seitdem ich die blogoezese fuer mich entdeckt habe ein regelmaesziges gruseln was in kirchen alles versucht und ausprobiert wird.

meine erfahrungen sind so anders.
aus meinem alltag kann ich nur erzaehlen, wie schoen und wesentlich der katholische glauben in unserer gegend in niederoesterreich gelebt wird.
ein hoch auf meinen landpfarrer und seinen diakon, auf das barockstift in unserer umgebung mit seinem konvent, auf den dom in der naechsten stadt, auf unsere prozessionen, bildmarterl, die glaubensgemeinschaft im dorf, der ehrliche respekt vor der kirche und ihrer vertreter und noch vieles mehr. . .

lebe ich in einem land der seligen das es woanders gar nicht mehr gibt?

thomas

Schwester Ursula - Initiata hat gesagt…

Wird in Eurem schönen Stift auch die Liturgie im "ausserordentlichen Ritus" sonntags - oder sogar noch zusätzlich wochentags - angeboten ???

Dann würde ich auch glatt an einen Umzug denken....

Alipius hat gesagt…

@ Schwester Ursula-Initiata: Noch nicht. Aber die Liturgie im ordentlichen Ritus wird täglich mindestens zweimal gültig zelebriert.