Mittwoch, 24. August 2011

Ich war grade für einige Minuten...

... wieder 10 Jahre alt!

Nachdem der Sommer uns in Österreich bisher nicht so richtig verwöhnt hat, haben wir nun seit einiger Zeit Spitzenwetter. Heute bin ich um 11:00 Uhr zum ersten Mal in diesem Jahr zum Pool gegangen. Zuerst habe ich mich ein paar Minuten gesonnt. Dann wurd's mir aber gleich zu heiß und ich bin in das 28°C warme Wasser gehüpft. Und als ich aus dem Wasser auftauchte, war ich plötzlich wieder ein kleiner Bub. Die Wärme, das Sonnenlicht, der Sonnencremeduft, das Wasser in den Ohren, das leise Plätschern um mich herum und das Vogelgezwitscher aus den Bäumen: All das erinnerte mich an die Millionen Male, die ich in irgendeinem Freibad ausgelassen herumgetobt habe. Alles, was fehlte, war das Gekreische von anderen Kindern, das von Halbstarken-Gelächter begleitete "Ka-tschunk" diverser Arschbomben, der Geschmack von Mamas kühlem Früchte-Tee, von dem sie auf unsere Freibad-Expeditionen immer reichlich mitnahm, und das schelmische Grinsen meiner 2 Jahre jüngeren Schwester, die schon vom 10 Meter-Brett sprang, als ich noch am 3er rumzimperte.

Schöne Zeiten waren das.

Kommentare:

dilettantus in interrete hat gesagt…

So jetzt hörst Du aber mal mit der Austrifizierung auf:

Du warst nie ein "Bub"! Genauso wenig wie Du ein "Knabe" wart. Du warst ein "Junge", vielleicht auch (ich kenne Euren häuslichen Dialekt nicht genau) ein "Blaach" oder ein "Pantz".

Aber Bub ????? anathema!!!

Alipius hat gesagt…

** lach **

Jaja, die Österreicher haben mich sprachlich schon total eingeheimst. Das "Jong", "Jöngke" oder "Jöngelche" versteht hier aber auch echt niemand.

Charlotte hat gesagt…

Hach, der Pool in Kärnten?
Aber ich schick Dir gerne Deinen Neffen, den LABES, vorbei: Arschbomben und Ballspiele, keine Ermüdungserscheinugen. Ein Held der gechlorten Fluten.

Alipius hat gesagt…

@ charly: Glaub ich sofort. Was uns noch fehlt, ist eine coole Wasserrutsche!

Charlotte hat gesagt…

Nehmt ihn doch mal für eine Zeit auf, als außerordentlichen Novizen; nach sechs Wochen hast Du nicht nur eine Wasserrutsche, sondern eine Achterbahn, einen Kletterparcours und eines dieser Fahrgeschäfte mit 100%iger Schleudertrauma-Garantie im Garten stehen!

Der Predigtgärtner hat gesagt…

Ein Pool im Kloster?
Etwa noch gefüllt mit Weihwasser?
Toll...!!!

Anonym hat gesagt…

ich war als bub in der schulde des Klsoters Marienberg bei Burgeiss in Südtirol. wie sich doch das Mönchstum verändert hat. Die standen um 5 uhr früh auf, gingen zum chorgebet, arbeiteten schwer und haben uns Schwerenöter mit Strenge in latein., Altgriechisch, Philosophie unterrichtet. wenn sie frei hatten beteten sie im Kreuzgang oder lasen in der Klosterbibliothek. Ich könnte mir keinen von Ihnen stundenlang am Tag bloggend vor dem Rechner vorstellen oder sogar im Pool schwimmend, Fernseh schauend oder was sonst noch alles. Irgendwie vermisse ich immer mehr das kontemplative tief religiöse Klosterleben frührer tage. heutzutage gleicht das schon eher einer ziemlichen Lifestyleversanstaltung
Michael

Josef Bordat hat gesagt…

Ja, das waren noch Zeiten, als es "Arschbomben", "Mohrenkopfbrötchen" und "Stangeneis" gab. - "Mein" altes Hallen- und Freibad in Straelen musste vor einigen Jahren einer Wohnanlage weichen. Jetzt gibt es an der Straße Richtung Arcen/NL ein neues Bad - das "WasserStraelen" (der Groschen fällt, wenn man das niederrheinische Dehnungs-e ernst nimmt).

Naja, so ist das wohl.

JoBo

Alipius hat gesagt…

@ anonym (Michael): Sie sehen die Lage als ein "Entweder Gebet und Arbeit oder Internet und Pool".

Der moderne Chorherr schafft sich Zeit für "Sowohl Gebet und Arbeit als auch Internet und Pool".

Das gute alte Mönchsleben gibt es aber auch noch. Aber dafür muß man eben bei den Mönchen gucken gehen und nicht bei den Chorherren.