Montag, 15. August 2011

Hatte heute...

... meine Nach-Primiz in Tattendorf. Dort liegt die südlichste der vom Stift betreuten Pfarren. Tattendorf hat ca 1.300 Einwohner und lebt vom Weinbau und von seinen 15 Heurigen. Als ich nach der Messe ein paar Meter durch die Sonne lief und das freundlich-beschauliche Sonntagsleben ein wenig auf mich wirken ließ, da schoß mir ein Gedanke durch den Kopf: 'Weniger Großstädte, mehr Käffer!'

Aber das ist wohl nicht mehrheitsfähig...

Kommentare:

Johannes hat gesagt…

Meine Stimme hast Du... ;)

Anonym hat gesagt…

Mehr Käffer, weniger Großstädte - klingt zwar idyllisch. Hieße aber auch: Weniger Unikliniken. Und, tja, weniger theologische Fakultäten. Weniger Bildung.

Wein in guter Qualität ist nicht zu verachten. Aber ich hätte ihn nicht gerne statt Bildung und Kliniken, sondern zusätzlich.

Sursum corda hat gesagt…

Oooch, ne Klinik und ein Seminar kann man auch auf einer grünen Wiese bauen. Mir gefällt es auf dem dorf auch besser. Allerdings: Während man sich in der Stadt aus Duzenden Kirchen die mit der ordentlichsten Liturgie aussucht, muß man vom Dorf oft viele Kilometer fahren, um dem liturgischen Beliebigkeitsbrei zu entfliehen. Hat also doch alles wieder Vor- und Nachteile, seufz...

Le Penseur hat gesagt…

@Rev. Apilius:

»Käffer« ... schrecklich, diese piefkonischen Pluralbildungen!

Mensch, Müller! Tattendorf liegt in Österreich, wo auch noch viele andere Kaffs gelegen sind ...

Ansonsten (obwohl selbst durchaus ein Stadtmensch): hat was, der Gedanke ...

Alipius hat gesagt…

@ Le Penseur: Ja, Mist, ich habe einfach noch Schwierigkeiten, mich an die korrekten österreichischen Worts zu gewöhnen.

MiDi hat gesagt…

In der Presse war am Wochenende ein Artikel über Städter, die das Land- und Dorfleben im Wald- und Weinviertel toll finden und sich dort ansiedeln - also ganz so "neu" ist Dein Gedanke nicht! Allerdings gelingt es den Städtern nicht, durch ihre Ansiedlung in den dortigen "Käffern" den Wegfall der LEute aufzufangen, die diese Gegend verlassen (müssen) ....

Alipius hat gesagt…

@ MiDi: Ja, das ist eine schlimme Sache. Ich bin vor drei Jahren zum letzten Mal durch Eggenburg gefahren, und es wirkte damals schon wie ein sterbender Ort.

F. M. hat gesagt…

Blogger Sursum corda hat gesagt...

Oooch, ne Klinik und ein Seminar kann man auch auf einer grünen Wiese bauen./Zitat

Das geht ganz wunderbar; aber warum denken Sie nicht zu Ende?

Die grosse Uniklinik (Wieviel Betten sagten Sie? Zweitausend wie im AKH Wien?) hat dann noch immer keinen ausreichenden Wasseranschluss, vom Abtransport der Fäkalien in die Dorfkanalisation ganz zu schweigen. Zweitausend Patienten wollen auch versorgt sein; die Dörfler werden sich bei Ihnen bedanken, wenn alle LKW über ihre Dorfstrassen fahren müssen. Dauerstau ist angesagt. Und wie kommen zweitausend Patienten und tausende von Mitarbeitenden dorthin? S-Bahn? Gibts nicht im Dorf? Busse? Siehe LKW. Eigene Autos? So viele Parkplätze gibts nicht im Dorf.

Zurück auf Anfang und nachdenken!