Dienstag, 30. August 2011

"Frauen bewegen Kirche"

Mal ehrlich: Aber klingt das...
    Bewegung und Weiterentwicklung sind für mich Grundbedürfnisse der Menschen. Sie sind sogar Gesetzmäßigkeiten des Lebens überhaupt. Wer in Bewegung bleibt, bleibt nicht stehen. Wer sich weiterentwickelt, kann vor dem Hintergrund der eigenen Geschichte neue Aspekte und Blickwinkel hinzugewinnen.

    Mit dem Motto "Frauen bewegen Kirche" macht das ZdK deutlich, dass sich die große Gemeinschaft der Glaubenden nur mit den Frauen weiterentwickelt und bewegt. Als Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands ist es mir ein wichtiges Anliegen, dass der Einfluss von Frauen bei Leitungsentscheidungen in der Kirche gestärkt wird.

    Mit den deutschen Bischöfen unterstützt die kfd die noch nicht eingelöste Vision des Bischofswortes von 1981, die Kirche sei "Modell für das partnerschaftliche Miteinander von Männern und Frauen". Zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit gehört, dass Frauen in der Kirche auch leitende Ämter, Dienste und Aufgaben übernehmen. Das gilt im Besonderen für alle schon heute kirchenrechtlich möglichen Führungspositionen. Dies muss durch frühzeitige Personalplanung und -entwicklung und gezielte Frauenförderung auch strukturell gesichert sein.

    Frauen wollen auf allen Ebenen an Leitungsentscheidungen beteiligt werden. Sie gestalten das kirchliche Leben maßgeblich mit. Sowohl ehren- als auch hauptamtlich tätige Frauen müssen Zugang zu Führungsaufgaben erhalten.

    Bei unserer letzten Bundesversammlung hat die kfd ein Positionspapier beschlossen, mit dem sie sich engagiert in den Dialogprozess in unserer Kirche einbringen will.
... überhaupt noch nach Kirche? Es ist ein Auszug aus einem Text von Maria Theresia Opladen, Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, den ich über einen Kommentar bei Elsa fand.

Ich meine, ich habe mich ja mittlerweile daran gewöhnt, daß in Verlautbarungen aus der kfd/zdk/bdkj-Ecke das Wort "Jesus" der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen gleicht. Aber jetzt dieser fordernde "Bitte, laßt es uns der Welt gleichtun"-Fembot-Sprech...!? Weiß nicht...

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

www.antifeminismus.ch

ioannes fauces hat gesagt…

Wo ist bei der KFD/ZDK/BDKJ-Ecke überhaupt noch Kirche? Diese Vereine sind für mich doch keine kirchlichen Vereinigungen mehr, geschweige haben mit der Kirche überhaupt nix mehr am Hut! Denen gehts doch nunmehr nur noch um demokratischen Unsinn und peinliche Selbstdarstellung. Vor dem II. Vatikanuum hätte es solche Peinlichkeit nicht gegeben. Ich verstehe da auch die Bischöfe nicht, die sowas noch gutgläubig mittragen.

Es bereitet mir Bauchschmerzen, dass Solche überhaupt noch Gehör finden.

Catocon hat gesagt…

Ihr versteht das alles nicht! Diese Rentner sind die Zukunft...!

Aber mal im Ernst: Das ist scheinbar das, was im deutschsprachigen Raum von der Mehrheit der Bischöfe nicht nur mitgetragen, sondern auch gefördert wird. Die Opladens dieses Landes sind das Zielpublikum, an das sich die Bischöfe im Dialogprozess anpassen wollen. Es könnte sich also wirklich um die Zukunft der Kirche in Deutschland handeln - zumindest für einige Jahrzehnte.

Charlotte hat gesagt…

@ Anonym: fail

Für die, welche noch nicht von irgendwelcher Polemik vollkommen abgestumpft sind: Die Wortverschiebung von "Gläubigen" zu "Glaubenden" bietet Stoff für eine umfassende Arbeit, die mannigfaltigste Spannungsfelder ausleuchten kann.