Montag, 11. Juli 2011

Spaltung? Wo denn?

Schreibt die Welt heute:
    Reformorientierten Gruppen wird oft leichtfertig unterstellt, sie seien nicht mehr katholisch. Das erschwert einen offenen, vor allem angstfreien Dialog.
Und ich stoße über Echo Romeo auf diese Erklärung des PGR der Pfarrei St. Peter in Bruchsal, in welcher gegen Ende steht:
    Wir erklären uns dementsprechend zur ökumenischen Pfarrei St. Peter
Jeh nu... Die nennen sich ja selbst schon nicht mehr katholisch.

Kommentare:

Arminius hat gesagt…

Ich muß zugeben, der Gedanke, daß der eine oder die andere Reformorientierte nicht mehr so ganz katholisch ist, ist mir auch schon gekommen.

Arminius hat gesagt…

Nachtrag:
Ist der Herr Pfarrer Dr. Sieger eigentlich mit unserem verehrtem Reformator Drewermann verwandt? Auch ohne Pullover könnte ich die beiden glatt verwechseln.

weihrausch hat gesagt…

Die Zeitschrift "Franziskaner" sieht schon eher Spaltungsgefahr - an dieser Stelle:
"Sorgen macht mir eine mögliche Unterwanderung des Vatikans durch Gruppen, welche die Spaltung betreiben und die erklärtermaßen hinter das Zweite Vatikanum zurückwollen. Wenn sich
solche Kräfte an der Spitze der Kirche durchsetzen, dann stellt sich für viele Katholikinnen und Katholiken in der Tat die Frage nach dem »status confessionis«. Die grundlegenden Aussagen des Zweiten Vatikanums dürfen nicht zur Disposition stehen! Hier müssen Rom und die Bischöfe auf allen Ebenen Farbe bekennen! Eine weitere Spaltung wäre ein Fanal." *kopfschüttel*

Tiberius hat gesagt…

Und vor allem: Die Traditionalisten - und ich dachte wir Katholiken hängen alle an der Tradition - wollen es mal wieder beim Alten lassen, bloß keine Veränderung. Das ich nicht lache.

Auch ich werde wohl aus unerfindlichen Gründen zu diesen Traditionalisten gezählt. - Ob ich alles beim Alten lassen möchte? Auf keinen Fall: Meine Liebe zu Gott will ich teilen, eifern für den Glauben und mit der Kirche streiten. Ein anderer werden. Christus ähnlicher. Jeder weiß doch, daß das nicht ohne Veränderung - ohne persönliche Veränderung geht.

Ja, wenn das Schule machen sollte? - Was glaubt ihr? Aber hallo, was für eine Veränderung wäre das. Und die Reformer? Die halten sich an ihren gebatikten Mantelalben und der Kirchensteuer fest. Wer scheut denn da die Veränderung? Mir reicht´s langsam. Werft endlich die Netze aus.

Anonym hat gesagt…

Erstaunlich an diesen ganzen Vorkommnissen ist, daß die pösen Spalter bei den "konservativen" Katholiken gedeutet werden ( siehe franziskaner ) während die Progressiven " Konzilsanerkenner Nägel mit Köpfen machen, sich das katholische abschütteln und sich fröhlich eine "Kirche" basteln - frei nach Pipi Langstrumpf mit- ich mache mir die Welt wies sie mir gefällt.Hier wird eine konservative Bedrohung aufgebaut, damit die Memorandum(m)sagenten die RKK unter den Augen der (schlafenden ?) Bischöfe kaputtreformieren können.

Anonym hat gesagt…

Es gibt auch ganz klare Kriterien dafür, wann jemand ein Katholik ist und wann nicht (also z. B. ein Apostat oder ein Häretiker). Wenn "reformorientierte" Personen sich regelmäßig öffentlich gegen das kirchliche Magisterium bzw. die Lehrtradition der Kirche stellen bzw. diese nur äußerst selektiv ad libitum zur Kenntnis nehmen, dann dürfen sich diese larmoyanten Herrschaften auch nicht wundern, wenn sie tatsächlich außerhalb der Kirche stehen (dazu braucht man gar nicht speziell etwas zu "unterstellen").

Aber schon lustig: "Offener, vor allem angstfreier Dialog" ... - Das ist doch Realsatire pur! Bekommen die überhaupt mit, was sie schreiben oder ist das so eine Art von "Code"? Manchmal fragt man sich, ob die sich die Formulierungen - gerade in dieser übertriebenen Form -, nicht vielleicht doch von der Schwester-Robusta-Serie hier abschauen. Möglicherweise gibt es ja bald wirklich noch eine "WÜRG" ...