Dienstag, 5. Juli 2011

Hut ab

Dieser Artikel vom Deutschlandradio sollte wohl ursprünglich eine Würdigung des Werkes von Dieter Philippi werden, welcher sich immerhin rühmen darf, die weltweit größte Sammlung klerikaler Kopfbedeckungen zu besitzen (Sammlung hier, Blog hier).

Aber dann werden die Experten zu Rate gezogen, in diesem Falle die Modepsychologen (Carlo Michael Sommer), die Münsteraner Liturgiewissenschaftler (Clemens Richter) und die Kenner des Klüngels in Rom (David Berger).

Und so biegt die ganze Geschichte dann letztlich ab auf die Nebenstraße, auf sich mal wieder jeder nur dafür interessiert, wie mittelalterlich und vorkonziliar der Papst ist.

Textfetzen:
    ... ein rückwärtsgewandtes Kirchenverständnis... Wiederzulassung der tridentinischen Messe... Schritte zurück in die Zeit vor dem Konzil... seit Paul VI. abgeschafft... jede Travestiekünstlerin stirbt vor Neid... monarchistisches Selbstverständnis... man sagt: Passt auf, das mit der Demokratie war ein kleiner Ausrutscher, der uns beim Konzil passiert ist, aber jetzt weht ein anderer Wind...
Yadda-yadda-yadda...

Der Titel des Beitrages lautet aber dennoch "Klerikale Kopfbedeckungen" und nicht "Wer hat Angst vorm bösen Papst?".

Kommentare:

ultramontanus hat gesagt…

Ich fand den Satz mit den neidischen Transen toll. ^^

Admiral hat gesagt…

"Thema verfehlt, setzen, 6"

...da hört man's so häufig während der Schulzeit und wird dann trotzdem Journalist.....

Anonym hat gesagt…

Das wär´s doch. Jeans und T-Shirt am Altar.Der übliche Schwachsinn. Niemand kommt auf die Idee, die Kleiderordnung der Richter und Anwälte zu kritisieren, von Dingen die sich in England abspielen zu schweigen. Ganz nebenbei, auch evangelische Pfarrer und Innen haben ein spätmittelalterliches Gewand.