Donnerstag, 21. Juli 2011

Entweder alle oder keiner,...

...oder: Der Eklat im Eklat im Eklat.


Henryk M. Broder gibt den Journalistenpreis des Deutschen Kulturrates zurück, weil er sich von Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Kulturrates, für etwas geehrt sieht, wofür Thilo Sarrazin - ebenfalls von Zimmernann - einen satten Einlauf verpaßt bekam:
    Selbst wenn Sarrazin und das ZDF vorgehabt hätten, einen Eklat zu inszenieren, so ist das in einer funktionierenden Demokratie, die nicht von Kulturräten verwaltet wird, ein legitimes Mittel, auf Umstände, Missstände und Zustände aufmerksam zu machen, deren Existenz gerne geleugnet wird.

    Und es ist genau das, was Hamed Abdel-Samad und ich in unserer TV-Serie gemacht haben, als wir eine NPD-Versammlung, eine Runde ehemaliger Stasi-Funktionäre und eine Moschee in Duisburg besuchten. Dafür haben Sie uns einen Preis verliehen.

    Im Lichte Ihrer Äußerungen zu Sarrazin finde ich nun, dass wir den Preis nicht verdient haben beziehungsweise dass Sie der falsche Preisgeber sind. Ihre Haltung ist antiaufklärerisch, paternalistisch und reaktionär, sie fördert die Einrichtung von No-go-Areas, die es in einer offenen Gesellschaft nicht geben darf.

    Deswegen gebe ich den Preis, den Sie mir verliehen haben, mit sofortiger Wirkung zurück. Von weiteren Zumutungen Ihrerseits bitte ich abzusehen.
Eklatant...

Kommentare:

Arminius hat gesagt…

Darf man so mit dem Nachfolger der Herren Hans Schmidt-Leonhardt, Franz Moraller und Hans Hinkel umgehen, Herr Broder?

thysus hat gesagt…

Der Broder gefällt mir je länger je besser!

thysus hat gesagt…

Der Broder gefällt mir je länger je besser..

Anonym hat gesagt…

Komisch, daß Zivilcourage in der Zivilgesellschaft immer seltener wird.

Für eine/n BürgerIn, der/die empowered ist bis zum Geht-nicht-mehr, gilt kein "G'hört-sich" mehr, außer natürlich den eigenen Neigungen.

Herr Broder - Hut ab.

Herr Zimmermann - wer sind Sie noch mal?

Pompous Ass