Mittwoch, 22. Juni 2011

Sieben Ameisen nicht im Himmel

Eine Schule in einem Vorort von New York veranstaltete ein Konzert mit den Schülern. Ein Schüler wollte das Lied "When the Saints go marching in" spielen. Aber - Ihr ahnt es - die Zuständigen und Verantwortlichen hatten etwas gegen das Wort "Saints". Daher - Ihr ahnt es nicht - schlugen sie dem Schüler vor, das Wort "Saints" durch das Wort "Ants" zu ersetzen...

"When the ants go marching in, I want to be in that number..."

Ganz klar...

Bill O'Reilly, der im oben verlinkten Video den galoppierenden Schwachsinn präsentiert, kann leider seine Quelle nicht nennen, weil er sie so "burnen" würde. Richtige Zweifel an der Richtigkeit der Geschichte kommen bei mir zumindest allerdings nicht auf, denn:

Ken Bronstein, Präsident der New York City Atheists, droht mit einer Klage, sollte die Stadt nicht eine Straße umbenennen, die in Erinnerung an sieben während 9/11 ungekommene Feuerwehrmänner "Seven in Heaven Way" heißt.

Mindestens an eine dieser beiden Geschichten werde ich künftig schmunzeld denken, wenn es mal wieder irgendwo heißt, Gläubige seien nicht nur doof, sondern auch intolerant...

[HT: CMR]

Kommentare:

Raphaela hat gesagt…

Und unter den Dingen, die auf den Boden fallen und von den Ameisen gefressen werden, sind dann auch die "spring spheres", hab' ich recht?

*kopfschüttel*

Anonym hat gesagt…

Ameisenstaaten sind aus menschlicher Sicht nicht so sehr erstrebenswert. Drei Kasten (Arbeiterinnen, Königinnen, Männchen), wobei die Arbeiterinnen arbeiten, die Männchen befruchten und die Königinnen Eier legen - und kein Tier kann etwas anderes.
I don't want to be in that number.

Was Bronstein sagt, liest sich, als ob der Mann einfach keine originellen Ideen hat, worüber er sich ereifern könnte. Als hilfsbereiter Mensch gebe ich ihm gern ein paar Tips, über welche ungeheuerlichen Sachverhalte er kreativ motzen kann.

Homer (nicht Simpson): Kriegslüstern, chauvinistisch, noch dazu - igitt - mit starkem Götterglauben. Der Held der Odyssee: ein notorischer Lügner. VERBIETEN!

Shakespeare: Sympathie für religiös empfindende Menschen (Ophelia). Sollte in Schulen (Beeinflussung von Kindern) nicht gelesen werden.

Mozart: Fromm bis dorthinaus, ja sogar katholisch. Das Requiem: eine fürchterliche Androhung von Höllenstrafen! Angstmacherei! VERBIETEN!

Josef Bordat hat gesagt…

Ich finde das aber inkonsequent, denn eigentlich müsste der Münchner „Marienplatz“ dann „Mia-san-mia-Platz“ heißen, die „Johannes“beere „Sonnwendfeier mit Bionadeausschank“-Beere und „St. Peter“sburg „Leningrad“. Oder so. Irgendwas Neutrales halt.

Ach so – zum Ameisenstaat (Königinnen, Arbeiterinnen, Männchen): So schlecht ist das nicht. Hier ins Spanien gibt es nur zwei Kasten (die Königin und ihr Männchen, ArbeitslosInnen).

Nix: Happy Ant!

Zu lange in der Sonne:
JoBo

Anonym hat gesagt…

Vielleicht sollten wir Bronstein mal einen Blumenstrauß schicken. Mit Passionsblumen, Kreuzkraut, Mariendisteln, Barbarakraut, Johanniskraut und Salomonssiegel.

Anonym hat gesagt…

Ad kalliopevorleserin:

Ich fang schon einmal zu pflücken an.

Stört es irgendwen, daß Salomonsiegel giftig ist? Mich, ich sag's gleich, stört's nicht ...

Pompous Ass

Anonym hat gesagt…

ad Pompous Ass: Bronstein soll die Blumen ja nicht essen. Falls er es doch tut, ist mit nichts Schlimmerem als den Symptomen einer Darmgrippe zu rechnen. Bronstein bleibt der Welt erhalten.

Anonym hat gesagt…

Kalliopevorleserin:

Was hätte nur der Herr Bronstein, der Schachspieler vom Café Zentral in Wien (bekanntergeworden unter seinem Künstlernamen Trotzki), über seinen nunmehrigen Namensvetter gesagt ...

Pompous Ass