Dienstag, 21. Juni 2011

Schwester Robusta

Kommentare:

Raphaela hat gesagt…

Kommt irgendwie bekannt vor...

Anonym hat gesagt…

Ja, Exzellenz, genau so. Und täglich grüßt das Murmeltier ...

Ich schlage vor, Sie nehmen den Standpunkt der Kirche auf einem Tonband auf und spielen das ab, wenn Dialog-wütige Zeitgenossen anrufen. Spart Zeit und Nerven.

Pompous Ass

Anonym hat gesagt…

Jetzt mal ne Nachfrage aus Interesse von nem Protestanten, der nicht alle Äußerungen des seligen Johannes Pal II kennt: War das ne ex catedra Lehrentscheidung, oder wäre diese Aussage unter Umständen für römische Christen doch als möglicherweise fehlbar zu bezeichnen?

Alipius hat gesagt…

@ anonym: Im Apostolischen Schreiben ordinatio sacerdotalis fehlt die Wendung "ex cathedra". Aber die Kongregation für die Glaubenslehre verfaßte 1995 eine responsum ad dubium, in welcher es heißt: "Diese Lehre fordert eine endgültige Zustimmung, weil sie, auf dem geschriebenen Wort Gottes gegründet und in der Überlieferung der Kirche von Anfang an beständig bewahrt und angewandt, vom ordentlichen und universalen Lehramt unfehlbar vorgetragen worden ist (vgl. Zweites Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution Lumen Gentium, 25,2). Aus diesem Grund hat der Papst angesichts der gegenwärtigen Lage in Ausübung seines eigentlichen Amtes, die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22,32 ELB), die gleiche Lehre mit einer förmlichen Erklärung vorgelegt, in ausdrücklicher Darlegung dessen, was immer, überall und von allen Gläubigen festzuhalten ist, insofern es zum Glaubensgut gehört".

Der letzte (von mir gefettete) Teil enhält die Bedingungen, unter denen eine päpstliche Aussage als unfehlbar zu betrachten ist.

Anonym hat gesagt…

Danke für die asführliche Information. Das ist insoweit interessant, als daß cih von griechisch-orthodoxer Seite hörte (Prof. Marcelos aus Thessaloniki), daß es schonmal geweihte Diakoninnen in der Hagia Sophia gab, und daß es keine dogmatischen Gründe gegen eine Frauenordination gäbe. Nun bin ich mir bewßt, daß Rom nicht die griechisch-orthodoxe Kirche ist. Ich dachte bisher allerdings, die Unterschiede bestünden lediglich in der Rolle des Bischofs von Rom und dem filioque.
Wäre denn, rein theoretisch gesprochen, falls historische oder exegetische Forschungen dazu führen, daß die biblischen Aussagen nicht im Sinne einer Ablehnung der Frauenordination gemeint sind oder Belege dafür auftauchen, daß nicht überall und zu aller Zeit und von allen Gläubigen auf Frauenordination verzichtet wurde, eine Revision der römischen Haltung möglich? Ich will gar nciht zum Dialogo werden, mir geht es eher darum, zu verstehen, wie das in der römischen Kirche läuft.

Anonym hat gesagt…

Ein Katholik der das Apostolische Schreiben "Ordinatio sacerdotalis" und vielleicht sogar noch das hier erwähnte Gutachten ("responsum") der Glaubenskongregation gelesen hat und trotzdem über eine Ordination von Frauen diskutieren will - ja sogar noch einen "offenen Ausgang" erwartet - ist entweder nicht Herr über seinen Geist, und damit wohl auch nicht recht für seine Aussagen verantwortlich, oder ein aufsässiger "Diabolos". Auf jeden Fall muss man sich solchen unbedingt verweigern, wo immer man auf sie trifft.

Alipius hat gesagt…

@ anonym (13:42 Uhr): Bitte, gerne! Was die Spekulation betrifft, so hoffe ich auf Verständnis, daß ich mich daran nicht beteiligen kann und will. Mein aktueller Wissens- und Glaubensstand ist, daß Frauenordination in der katholischen Kirche nicht möglich ist, da die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden.

Anonym hat gesagt…

Ja, die Griechen sehen das so - also, bzgl. Diakoninnen in der Kirche - und die sehen das auch als einen wirklichen, sakramentalen Dienst an. Die Russen bzw. Slawen allgemein, sehen das wiederum völlig anders, d. h. man ist sich dort nicht einig.
Es gibt generell keine ernstzunehmende, biblisch-hermeneutische Begründung für einen sakramentalen Dienst für Frauen, folglich wird sich hier auch nichts ändern bzw. wird sich sowieso nichts ändern, da die vorhandenen Formulare bzgl. Diakoninnenweihe wohl ziemlich sicher auf einen nicht-sakramentalen Dienst, eine niedere Weihe, hinweisen.
Generell sehen wir im Westen außerdem noch anthropologische Gründe, die dem im Weg stehen, was die Griechen verneinen. Soviel einmal kurz gefaßt zu dieser Angelegenheit ...

Anonym hat gesagt…

Ich werd's wohl nie ganz nachvollziehen können, aber danke für die klaren Antworten. Als Protestant interessiert mich das halt aus ökumenischer Perspektive, betrifft mich aber nicht direkt. Die Entscheidung derüber fällt halt jeweils andernorts, während bei den reformatorischen Kirchen der jeweilige Gläubige entscheidet, ist es bei den vorreformatorischen Kirchen eine Entscheidung der Bischöfe bzw des einen Bischofs von Rom.

Alipius hat gesagt…

@ anon: Gern geschehen (das mit den klaren Antworten).

Streng genommen hat aber in diesem Fall nicht der Bischof von Rom entschieden. Wenn JPII sagt, die Kirche habe keine Vollmacht, Frauen die Priesterweihe zu spenden, so hat hier ja keine Entscheidung stattgefunden, sondern nur die Bekanntmachung des bereits entschiedenen Ist-Zustandes.

Norbert hat gesagt…

*gröööööhl*
Der Superschurke gefällt mir. Genial, Alipius!