Sonntag, 12. Juni 2011

Loch im Käse

Die Basler Zeitung berichtet:
    Die Römisch-Katholischen Kirchen von Basel-Stadt und Baselland sollen sich für den Zugang der Frau zum Priesteramt und für die Abschaffung des Pflichtzölibats einsetzen. Das verlangen zwei Volksinitiativen.

    ...


    "Der Ausschluss der Frauen vom Priestertum steht dem Neuen Testament diametral entgegen", erklärte die Bibelwissenschaftlerin Helene Schüngel-Straumann [Jajaja, ich weiß, ad hominem ist unfein und so... Aber in diesem Fall kann ich einfach nicht anders, als fragen: Ernsthaft? Bibelwissenschaftlerin und Doppelname?]. Kleine Reförmchen in der katholischen Kirche genügten nicht mehr. "Nur wenn der Männlichkeitswahn überwunden wird und die hierarchischen Strukturen einer geschwisterlichen Form weichen, könnte die liebenswürdige und menschenfreundliche Botschaft [Gemeinplatzsuchmaschine funktioniert...] der Bibel wieder zum Zuge kommen", sagte Schüngel.
Wahrscheinlich wird der sich an den Aussagen des Lehramtes orientierende Weg bald im deutschsprachigen Raum der "Sonderweg" sein...

Kommentare:

Norbert hat gesagt…

"diametral entgegen" - wow, das ist ein schweres Geschütz. Es heißt ja wohl nichts anderes, als dass die Zulassung von Frauen zum Priesteramt im NT eindeutig nachgewiesen werden kann. Denn mal los, Frau Schüngel-Straumann, auf diesen Nachweis warte ich schon lange!

Anonym hat gesagt…

Ich denke mal das Problem liegt darin, daß im deutschsprachigen Raum zunehmend weniger versteht, wozu es das Lehramt gibt und mit welchem Recht einige für alle die Lehre festlegen. Was ich nicht verstehe ist, wieso die Lete, die mit dem Lehramt nicht klarkommen, nicht einfach das Lehramt hinter sich lassen und zu einer anderen Kirche konvertieren, wo es das Lehramt nicht gibt.

Theodor hat gesagt…

Das Evangelium als "liebenswürdige Botschaft" - warum nicht gleich "nett" oder "süsssss"? Wieviele Sätze aus Matthäus, Markus, Lukas und Johannes muss man als "Bibelwissenschaftlerin" für sich wohl gestrichen haben, um das verbleibende Substrat/Surrogat eine "liebenswürdige Botschaft" nennen zu können?

Schwester Ursula - Initiata hat gesagt…

Wer die Schweizer "Kirche" aus eigener Erfahrung näher kennt, weiss, dass diese "Sonder-Kirche" schon lange nur noch sehr wenig mit Rom zu tun hat.
Es ist nur absolut schwer zu verstehen, warum der Vatikan in diesem eigensinnig-hypermodernen Ländchen nicht mal kräftig aufräumt... Ich vermute mal: dann wird sich der dort herrschende aufmüpfig-reformatorische Grundgeist in eine ebensolche Kirche verwandeln und dann ist auch dem Namen nach Schluss mit einer "römisch-katholischen" Kirche in der Schweiz. Was sich die Schweizer so alles in Liturgie und Pastoral gegenüber der romtreuen Weltkircher herausnehmen ist schon mehr als provokativ. Meiner Meinung nach ist Rom mit diesen eidgenössischen Eigenbrötlern viel zu nachsichtig. Wenn einem deutschen Bischof hier und da mal was angemahnt wird, bedeutet das gegenüber der Schweiz: wenn ihr Euch das noch zehn mal ebenfalls wagt, DANN könnte Euch ähnliche Mahnung blühen. Die Inkonsequenz des Vatikans gegenüber der Schweiz ist ein wirklich grosses Rätsel... Warum dürfen die dort fast tun und lassen, was ihnen (und nur ihnen) gefällt und andere Ortskirchen werden scharf gemassregelt... Gerecht ist das nicht. Soviel darf gesagt werden... oderrrrr ???

Sponsa Agni hat gesagt…

Das ist das Schlimme: Niemand bemüht sich, solchen Aussagen mal nachzugehen, und das vielleicht zu widerlegen. Denn dann müsste man ja seine eigene Meinung ändern... und es ist gerade nicht modern, seine Meinung, auf der man/frau (mit/ohne DoppelnamenIn) sich festgefressen hat, zu ändern. Schon gar nicht ist es modern, einfach römisch-katholisch zu sein...

Johannes hat gesagt…

Bei Eingabe der Worte "Reform, geschwisterlich, hierarchisch, katholisch" in google 1.200 Ergebnisse, davon allein acht mal WiSiK unter den ersten zehn! Bingo!