Donnerstag, 19. Mai 2011

Und noch 'was...

Aus dem heute bereits einmal verlinkten Interview mit Dirk Tänzler:
    Tänzler: Die ganz entscheidende Frage ist, wie können wir mehr Demokratie in Kirche wagen, wie können wir mehr Frauen in Leitungs- und Weiheämtern beteiligen. Da merken wir einfach, wie wir es im Jugendverband leben: Frauen werden hier zur geistlichen Leiterin gewählt. Männer, nicht unbedingt nur geweihte Männer, werden zum geistlichen Leiter gewählt. Wir werden Demokratie erleben innerhalb der Jugendverbandsarbeit. So wollen wir zeigen, dass, was wir in unseren Jugendverbänden können, warum soll das nicht in Kirche allgemein gültig sein? Warum können wir das nicht auch mal als gutes Beispiel vorangeben, wie Kirche sich auch aufbauen kann.
Wann kam zum letzten Mal aus den Reihen des BDKJ ein Priester? Könnt Ihr - außer dem, was hier beschrieben wurde - auch für Berufungen beten? Könnt Ihr junge Männer für den Beruf des Priesters begeistern? Könnt Ihr junge Männer ermutigen, diesen Weg zu gehen? Könnt Ihr sie in dem Vorhaben bestärken, auf diesem Weg auf die Lehre der Kirche zu achten? Könnt Ihr ihnen Euer Gebet und Eure Unterstützung versprechen, besonders in Zeiten, in denen die Versuchungen aufkeimen und man die Anderen braucht? Könnt Ihr sie dafür beglückwünschen, das Spiel nach den Regeln der Kirche spielen zu wollen?

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das ist eben der entscheidende Unterschied: Geistliche Leitung wird berufen, nicht gewählt. Klar, auch eine geistliche Berufung kann mittels einer Abstimmung ausgesprochen werden, aber da geht es eben nicht in erster Linie um die demokratische Verfasstheit des wählenden Gremiums, sondern darum, unter Gebet und der Führung Gottes zu einem gemeinsamen "Ja" zu finden. Das scheinen gerade in diesem Fall zwei Welten zu sein ...

Klemens hat gesagt…

stattdessen wertet die immerneue (und dabei ewig-alte) diskussion um frauenordination auch noch jegliche anderen berufungen zum ordensleben, zum familienleben, zum leben als geweihte jungfrau ab in dem es ein idealistisches pseudopriestertum als absolut ansetzt...

Michael hat gesagt…

Ich fand es immer ärgerlich, wenn Spiritualität weicht und dafür "Gemeinschaft" betont wird (mit dem bekannten Wort von den Zweien oder Dreien...).
Ein Beispiel: Ich war auf einer Fahrt, die zwar nicht vom BDKJ, aber von einer Katholischen Hochschulgemeinde organisiert wurde, der Priester fuhr mit. Einige (wenige) Studenten, darunter auch ich, baten darum, doch nicht (nur) eine "Morgenrunde" und "Abendrunde", in der jeder sagen musste (!), was er vom Tag erwartet / am Tag erlebt hatte, sondern Laudes, Vesper und, nach Möglichkeit, Messe zu halten. Welchen Erfolg wir damit hatten, muss ich wohl nicht sagen. In den zwei Messen, die wir in zehn Tagen hatten, trug der Priester Jeans, Hemd und Stola, dafür durfte jeder "mitmachen", d.h. lesen, frei Fürbitte halten, Kommunion austeilen usw. - so viel zu Gebet und Berufung.
An Stelle der Gotteserfahrung tritt die Gemeinschaftserfahrung, die man in seltsamen Runden und messähnlichen Ritualen zu erzwingen (!) versucht - nicht dass ich etwas gegen Gemeinschaften hätte, aber die erlebe ich doch gerne in dem reinen Opfer, das Gott dargebracht werde vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang (auch eine Form der Gemeinschaft).

wrtlx hat gesagt…

"Mehr Demokratie wagen"
Das ist eindeutig ein Plagiat von Willy Brandt selig ohne Fußnoten.Tänzler ist damit eindeutig ein Plagiatsünder Vieleicht sollte man die KTvG und Stoibertochterjäger mal drauf ansetzen
Abgesehen davon dass er nicht sagt wieviel mehr, 11 Meter mehr, 48 kg mehr, 2 Mass Bier mehr? Wie unpräzise.